GdV – Asmussens erster Aufschlag

Bei solchen Themen sind persönliche Gespräche unabdingbar. Im Fokus stand stattdessen Corona. Die Assekuranz musste in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken, insbesondere beim Thema Betriebsunterbrechung. Noch schwerer wiegt allerdings die Sorge vor hohen Schäden etwa durch abgesagte Veranstaltungen oder unterbrochene Lieferketten. Fast zeitgleich hatten Allianz-Chef Oliver Bäte und Axa-Vormann Thomas Buberl vor wenigen Tagen Pandemie-Versicherungen ins Gespräch gebracht. Wegen der hohen Belastungen, die von der Assekuranz kaum alleine zu tragen seien, sei bei künftigen Ereignissen eine staatliche Rückendeckung vonnöten, am besten auf EU-Ebene. Ein Vorbild könnte Extremus sein. Der deutsche Spezialversicherer sichert mit staatlicher Garantie Terrorrisiken ab.
Für Jörg Asmussen, der den GdV erst seit dem 1.4. als Hauptgeschäftsführer führt, ist das eine willkommene erste Gelegenheit zur Profilierung. Auf der Sitzung wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die das ehemalige EZB-Direktoriumsmitglied führt. Weitere Mitglieder sind Frank Sommerfeld, Chef der Allianz Versicherung, Frank Reichelt von Swiss Re, Hans-Peter Klebe (Generali), Claudia Strametz (Munich Re) und Wolfram Hellmann (Zurich).