Europawahl – Chance für mehr Debatte und Ehrlichkeit
Schwarzmaler sehen in der Europawahl Ende Mai einen Meilenstein, der es in sich hat. Der erwartete Ausgang mit einer Stärkung der Populisten am rechten und linken Rand würde die seit vielen Jahren gewohnt gemütliche Ordnung des Parlaments in Straßburg über den Haufen werfen: mit der alles dominierenden EVP als Vertreterin der Christlich-Konservativen und den Sozialdemokraten von der S&D als unangefochten zweitstärkster Kraft. Die negativen Folgen für den Zusammenhalt in Europa werden als Horrorszenario an die Wand gemalt, vor allem von den Vertretern der um ihre führende Rolle bangenden Volksparteien, von der Brüsseler Exekutive unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, die fürchten muss, in Zukunft nicht mehr so frei schalten und walten zu können und erst Recht von den beiden Schwergewichten im Europäischen Rat, Deutschland und Frankreich.
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