Südzucker – Die süße neue Welt wird gefährlich
Einmal noch hatte Südzucker die Gelegenheit zu zeigen, dass der Konzern für die ungewisse Zeit nach der europäischen Marktliberalisierung gut aufgestellt ist. Diese Chance haben die Mannheimer verpasst, wie der Blick auf das Zahlenwerk des letzten Quartals belegt, das noch hinter der wohlbehüteten Pforte des streng regulierten EU-Zuckermarktes stattfand. In Q2 stieg der Umsatz um 7% auf 1,71 Mrd. Euro und das operative Ergebnis kletterte um rd. 30% auf 128 Mio. Euro. Nach den starken Zahlen zum Jahresauftakt eine enttäuschende Bilanz. Analysten hatten auch mit Blick auf die Bioethanol-Tochter CropEnergies mehr von Südzucker erwartet. Beim Biosprit-Hersteller stiegen die Erlöse um 31% auf rd. 460 Mio. Euro. Unterm Strich legte CropEnergies sogar um rd. 60% auf knapp 35 Mio. Euro zu. Wenig überraschend erhöhte die Südzucker-Tochter wieder mal ihre Prognose für das Restjahr (s. PLATOW Börse).
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