Werden EPI und der digitale Euro doch noch Freunde?
Die EZB habe beim digitalen Euro eine „gewisse Dialogbereitschaft“ mit der Kreditwirtschaft gezeigt, berichtete kürzlich Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV.
Die EZB habe beim digitalen Euro eine „gewisse Dialogbereitschaft“ mit der Kreditwirtschaft gezeigt, berichtete kürzlich Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV.
Die gesamtwirtschaftliche Schieflage macht sich in den Geschäftszahlen 2023 der Ost-Sparkassen bemerkbar: Der Kreditbestand stieg zwar um rd. 3 Mrd. auf 79,7 Mrd. Euro und die Institute sagten 10 Mrd. Euro neue Kredite zu.
Für EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist die Einführung des digitalen Euro ein Prestigeprojekt, das keinesfalls scheitern darf. Doch nicht nur in der Kreditwirtschaft, die den Aufbau eines staatlichen Zahlungssystems an Banken und Sparkassen vorbei befürchtet, regt sich Widerstand gegen die EZB-Pläne. Auch in der Politik mehren sich die kritischen Stimmen.
Er gilt als einer der engsten Vertrauten und wichtigsten Ratgeber von Bundesfinanzminister Christian Lindner.
Finanzstaatssekretär Florian Toncar fordert die EZB dazu auf, klar zu benennen, welches Ziel sie mit dem digitalen Euro verfolgt. „Es muss klar sein, was der Zweck ist,“ sagte er im PLATOW-Interview. Auf keinen Fall dürfe etwas eingeführt werden, was am Markt nicht angenommen werde, nur weil bereits viele Ressourcen hineingeflossen seien. „Der digitale Euro darf nicht zu einer Art digitalem Berliner Flughafen werden, also einem Projekt, das sich immer weiter verzögert, und immer teurer wird und dann nur noch nur noch weiter gemacht wird, weil der Abbruch noch teurer wäre.“
Bargeld ist für viele Deutsche mehr als ein Zahlungsmittel. Nicht Wenige sehen es als Symbol für Freiheit. Entsprechend kontrovers wird aktuell über die neue Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen debattiert, die die EU jüngst beschlossen hat.
Viel „Entschlossenheit“ habe die EZB mit ihren insgesamt zehn Zinserhöhungen seit Juni 2022 bei der Bekämpfung der Inflation gezeigt, lobte BdB-Hauptgeschäftsführer Heiner Herkenhoff beim Neujahrsempfang des Bankenverbands in Frankfurt.
Bei der Suche nach Experten für Zahlungsverkehr wildern Firmen verstärkt bei Notenbanken. Nachdem der DSGV am Dienstag die Verpflichtung von EZB-Manager Christian Schäfer verkündete, verzeichnet auch die Bundesbank einen prominenten Abgang.
Im Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Zahlungsverkehr hat sich der DSGV Verstärkung von der EZB geholt.
Die EZB baut ein neues Direktorat für den digitalen Euro auf. Dies hat der EZB-Rat auf seiner Sitzung am 15. Dezember beschlossen, wie PLATOW aus Notenbankkreisen erfuhr.
Die Bundesbank bekommt eine neue Organisationsstruktur. Künftig sollen vier Kernleistungen nach außen adressiert werden: Geldpolitik, Geld, Finanzaufsicht und Finanzstabilität sowie Bankdienstleistungen, wie PLATOW von mehreren Insidern erfuhr. Die Bundesbank bestätigt dies auf Anfrage auch offiziell. „Der Vorstand hat diese Richtungsentscheidung getroffen, um die Steuerung der Bundesbank zu verbessern und den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt besser zu begegnen.“ Außerdem soll es Kernleistungen nach innen geben, worunter u. a. Infrastruktur und Services, Daten/IT und Personal fallen.
In der Welt der Notenbanken spielen Vögel schon immer eine große Rolle. Falken stehen für eine straffe Geldpolitik und Tauben für eine weiche. Fachleute verbringen viel Zeit damit, EZB-Chefin Christine Lagarde, Bundesbank-Chef Joachim Nagel und andere Vertreter diesen Kategorien zuzuordnen.
In der Welt der Notenbanken spielen Vögel schon immer eine große Rolle. Falken stehen für eine straffe Geldpolitik und Tauben für eine weiche. Fachleute verbringen viel Zeit damit, EZB-Chefin Christine Lagarde, Bundesbank-Chef Joachim Nagel und andere Vertreter diesen Kategorien zuzuordnen.
Die Sitze von EZB und Bundesbank in Frankfurt liegen nahe beieinander. Dennoch drängte sich früher der Eindruck auf, dass inhaltlich Welten zwischen beiden Notenbanken liegen. Vor allem in der Amtszeit der früheren Chefs Jens Weidmann und Mario Draghi.
In der Sparkassen-Organisation gelten Krypto-Assets immer noch als ein höchst suspektes Anlageinstrument. Wenn etwas schon Kypto heißt, kann das nichts für den gemeinen Sparkassen-Kunden sein, so die Denke. Der DSGV hat den Handel mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin sogar mit einem Bannstrahl belegt, um die Sparkassen-Kunden vor „unkalkulierbaren Risiken zu schützen“.
Die EZB leitet die nächste Phase bei der Entwicklung des digitalen Euro ein. Dies hat ihr Rat auf einer Sitzung am Mittwoch entschieden.
Wesentliche Bestandteile des „Megatrends Digitalisierung“ seien Token-Ökonomie und digitale Assets, zumal im Zusammenhang mit Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Ein potenzieller „Game Changer für die gesamte Finanzbranche“, erklärte uns Christoph Hock, Head Multi-Asset Trading bei Union Investment, heute auf der Krypto-Konferenz CAC23B in Frankfurt. Zusammen mit Benedikt Faupel, Bereichsleiter Blockchain bei Bitkom, präsentierte Hock dort den Teil der Finanzbranche, der vor allem die Chancen eines digitalen Finanzmarktes sieht.
Wer nach Finnland oder in die Niederlande reist, kennt es schon: An den Eingängen von Cafés oder Geschäften hängen Schilder mit der Aufschrift „Kein Bargeld“, auch Taxifahrer wollen nur per Kreditkarte bezahlt werden.
Als einzige Stadt der Welt beherbergt Frankfurt gleich zwei große Notenbanken. Hinzu kommen wichtige Aufsichtsbehörden wie die BaFin. Alleine für die altehrwürdige Bundesbank arbeiten über 10 000 Mitarbeiter, ein Großteil davon in der Mainmetropole.
Die EZB will den nächsten Schritt bei der Entwicklung des digitalen Euro gehen und die so genannte Realisierungsphase einleiten. Einen entsprechenden Vorschlag an den EZB-Rat hat die High-Level Task Force aus Vertretern von EZB und nationalen Notenbanken auf ihrer Sitzung am 5.10. beschlossen. Das erfuhr PLATOW von Insidern.
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