Warum der Bankenverband so an Einfluss verliert
Seit dem 1. Juli 2021 führt Christian Sewing als ehrenamtlicher Präsident den Bundesverband deutscher Banken (BdB) und ist damit oberster Lobbyist für die Branche.
Seit dem 1. Juli 2021 führt Christian Sewing als ehrenamtlicher Präsident den Bundesverband deutscher Banken (BdB) und ist damit oberster Lobbyist für die Branche.
Das geplante Ergebnis aus dem operativen Geschäft vor Steuern wird im Jahr 2023 moderat steigen. So hieß es am 28.3. im Geschäftsbericht von Hauck Aufhäuser Lampe (HAL). Dem Unternehmen nahestehende Quellen berichten uns jetzt, dass dieser Ausblick nur wenige Wochen später hinfällig war.
Die Remote-Arbeit ist in der deutschen Banken- und Versicherungswelt überwiegend etabliert, rund 67% der Bankangestellten arbeiten laut AGV Banken teilweise remote, 90% der Versicherer bieten diese Option. Doch es gibt viel Gegenwind.
Die Welt der Banken und Sparkassen ordnet sich neu. Alte Hackordnungen werden über Bord geworfen. Auslöser sind die gewaltigen Herausforderungen durch den fulminanten Zinsanstieg auf der einen und die Digitalisierung auf der anderen Seite.
Investoren sind verunsichert, weil sie das in vielen Jahren mit niedrigen Zinsen und politischer Stabilität vertraute Terrain verlassen müssen, um noch ausreichend Rendite zu erzielen. Das gilt für vermögende Private ebenso wie für Stiftungen.
LBO-Banker und Finanzierer allgemein haben an den schwerfälligen M&A-Aktivitäten zu knabbern, wie die jüngste Auswertung der Investmentbank Houlihan Lokey zeigt.
Der deutsche Depotbanken-Markt ist eine ganz eigene Welt. Finanz-Giganten wie UBS (0,27% Marktanteil nach verwahrtem Fondsvolumen) oder Commerzbank (0,015%) sind dort kaum mit der Lupe sichtbar, während Namen wie BNP Paribas (23,7%) und State Street (13,7%) zu den Riesen zählen.
Auslandsbanken sind am Finanzplatz Frankfurt auf dem Vormarsch. Zu diesem Schluss kommt auch Helaba-Analystin Ulrike Bischoff in ihrer neuen Studie auf Basis von Bundesbank-Daten.
Die Zinsangebote der Fürstlich Castell‘schen Bank für Tages- und Festgeld gehören mit bis zu 3,66% und das ohne Sternchen und Kleingedrucktes zum Attraktivsten, was die Branche aktuell zu bieten hat.
Auch wenn die Zinsen steigen, ist die Inflation immer noch höher. Die damit einhergehenden Herausforderungen an den Märkten fallen in eine Zeit geopolitischer Unruhe mit Krieg in der Ukraine und Chinas Säbelrasseln gegenüber Taiwan.
Die Kreditwirtschaft wird vom Immobilienmarkt immer wieder neu herausgefordert.
Wie wird das Ergebnis 2023 von Deutschlands ältester Privatbank (Gründung 1590)? Wir haben da unsere eigene „Hochrechnung“ mit den Vorgaben des von Berenberg seit 2015 gesponserten Polo Masters auf Sylt.
Trotz der eher durchwachsenen Presse der vergangenen Monate birgt alles, was mit dem Vorsatz „Krypto-“ oder „Blockchain-“ beginnt, immer noch ein gewisses Faszinationspotenzial. Sehr zur Freude der Dienstleister, die sich mit den inzwischen gar nicht mehr so seltenen Emissionen nach dem 2021 eingeführten elektronischen Wertpapiergesetz (eWPG) beschäftigen.
Es war mucksmäuschenstill im Spiegelsaal des hoch im Taunus gelegenen Falkenstein Grand, als Marcel Fleisch, Chief Product Officer der VP Bank, vor dem Hauptgang eines opulenten Menüs zum Impuls ansetzte: „Re-thinking Wealth Management – Vorteile der Tokenisierung bei Nachlassplanung und Philanthropie“. Fleisch skizzierte vor Familienunternehmern und Family Offices, wie die Blockchain-Technologie Einzug hält in die Angebotspalette einer mittelgroßen Privatbank aus Liechtenstein mit ca. 800 Mitarbeitern und ca. 50 Mrd. Euro AuM, die Ambitionen auch in Deutschland hat.
Vor wenigen Tagen traf sich das Topmanagement des Bankhaus Metzler zur Klausurtagung.
Nach der Großübernahme der Credit Suisse dürfte es jetzt noch mal ungemütlich werden für die Schweizer Privatbank UBS. Denn nach monatelanger Vorbereitung hat das Lausanner Start-up Legalpass die Finanzierung einer Sammelklage zugunsten ehemaliger Aktionäre der CS abgeschlossen.
Fast untergegangen ist im Getöse um die von der Ampel-Koalition vorerst verhinderte Einsetzung eines Cum-Ex Untersuchungsausschusses im Bundestag ein Ereignis, das Kanzler Olaf Scholz tatsächlich gefährlich werden könnte.
Mit zwei bis drei Interessenten gibt es aktuell nach unseren Informationen Gespräche über einen Einstieg bei M.M. Warburg. Max Warburg (75) und Christian Olearius (81) seien inzwischen sogar bereit, einen „erklecklichen Teil“ ihrer Anteile abzugeben, heißt es weiter. Bisher war von einem Minderheitsanteil die Rede. Beiden gehören je gut 40% an der Bank. An einen Komplettausstieg denkt Warburg, der einen Teil seines Pakets auf die Familie verteilt hat, aber offenbar nicht.
Über ein Jahrzehnt lang waren die Zinsen stabil niedrig. Die komplette Finanzindustrie, das sind Sparkassen und Banken, Asset Manager, Finanzinvestoren, die mit geliehenem oder eigenem Geld unterwegs sind, aber auch Notenbanker und Bankenaufseher, hat sich darauf eingestellt.
Die Warnungen vor einer Lohn-Preis-Spirale waren beim Zentralbanktreffen in Sintra nicht zu überhören. Vor allem das berühmte Panel mit den führenden Köpfen des Westens, Jerome Powell (USA), Christine Lagarde (Europa), Andrew Bailey (UK) und Ueda Kazuo (Japan) sprachen vergleichsweise wenig verklausuliert das Thema an. Aus gutem Grund, denn sie ist längst da.
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