apoBank – Aufsicht drängt auf mehr Sachkunde im Aufsichtsrat
Vergangenen Freitag haben Vorstand und Aufsichtsrat der apoBank in einem Workshop gemeinsam darüber beraten, wie der Aufsichtsrat der Düsseldorfer professioneller besetzt werden könnte.
Vergangenen Freitag haben Vorstand und Aufsichtsrat der apoBank in einem Workshop gemeinsam darüber beraten, wie der Aufsichtsrat der Düsseldorfer professioneller besetzt werden könnte.
Kalt erwischt wurde DSGV-Präsident Helmut Schleweis nach eigener Aussage am Dienstag in einer Sitzung mit seinen Landesobleuten von der Attacke Manfred Knofs auf das Drei-Säulen-System der Kreditwirtschaft.
Die Apobank sondiert nach unseren Informationen den Verkauf der AIK. Die Fondstochter mit einem Anlagevolumen von 5,5 Mrd. Euro bietet Immobilien-Spezialfonds für Versorgungswerke an, die auch zu 35% an der AIK beteiligt sind. Zu unserer entsprechenden Anfrage wollte das größte genossenschaftliche Primärinstitut keine Stellung nehmen.
Die durch Corona befürchtete Insolvenzwelle hat sich 2020 nicht Bahn gebrochen. Das könnte sich dieses Jahr ändern. Zumindest stellt sich das genossenschaftliche Bankenlager auf mehr Kreditausfälle ein, wie Andreas Martin, Vorstandsmitglied des BVR, jetzt auf einer PK in Frankfurt erklärte.
Die Grundsatzbeschlüsse zur BVR-Strategieagenda „Kompass 2022“ wurden zwar bereits auf der Mitgliederversammlung 2020 verabschiedet. Eine Entscheidungsgrundlage ist aber noch lange nicht in Sicht. Auf unsere Frage anlässlich der Jahres-PK wollte sich BVR-Präsidentin Marija Kolak zu dem Thema denn auch nicht näher äußern. Unstrittig ist, dass die neue Strategie teuer wird und aktuell viele Gremien beschäftigt.
Corona hat das Fusionstempo der gut 800 Volksbanken zwar gebremst, geheiratet wird aber immer noch. In Bayern wurden 2020 fünf Zusammenschlüsse vereinbart. Im Beritt des Genossenschaftsverbands, der als Prüfverband außer Bayern und Baden-Württemberg fast das ganze Bundesgebiet abdeckt, sind für 2021 bereits 16 Fusionen angemeldet. Da längst nicht nur die kleinen Institute fusionieren, wird die Heterogenität im Verbund größer.
Zahlreiche Kläger verlangen – gestützt auf Art. 82 der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) – den Ersatz eines immateriellen Schadens für die tatsächliche oder vermeintliche Verletzung des Schutzes ihrer personenbezogenen Daten – ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Unternehmen. Bisher forderten die deutschen Fachgerichte stets die Überschreitung einer Erheblichkeitsschwelle im Rahmen der konkreten Schadensprüfung. Diese Ansicht wurde jetzt durch einen kürzlich veröffentlichten Beschluss (Az. 1 BvR 2853/19) des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) infrage gestellt – und muss nun vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklärt werden.
Deutlicher hätten die Worte von Union Investment-Vorstandschef Hans Joachim Reinke bezüglich der noch immer ausstehenden und längst fälligen Riester-Reform kaum sein können. Aus „persönlicher Verärgerung“ habe er Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor einigen Wochen einen Brandbrief geschrieben, sagte der erneut sichtlich aufgebrachte CEO am Donnerstag auf der Jahres-PK der Fondsgesellschaft.
Die Volks- und Raiffeisenbanken verstehen sich als starker Partner für ihre Kunden. Corona habe dies noch mal deutlich unter Beweis gestellt, betont BVR-Präsidentin Marija Kolak stolz.
Viel Zeit gelassen hatte sich DSGV-Präsident Helmut Schleweis mit seinem Konter gegen Forderungen von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing, die EU-Bankenunion endlich zu vollenden und eine einheitliche europäische Einlagensicherung zu schaffen. Sewing sieht in der von Deutschland blockierten Bankenunion eine wichtige Voraussetzung, um grenzüberschreitende Bankenfusionen zu ermöglichen. Wer solche Träume habe, solle sie sich selbst finanzieren, keilte Schleweis in der „FAZ“ zurück. Weder die Sparkassen noch die Genossenschaftsbanken seien bereit, die „Expansionsfantasien von Großbanken“ zu finanzieren.
Bei der apoBank läuft die IT seit Umstellung auf das Kernbankensystem des Schweizer IT-Dienstleisters Avaloq am Pfingstwochenende nicht rund. Zahlreichen Kunden war zu Beginn sogar der Zugriff auf ihre Konten nicht möglich.
Die Sicherheitsmängel bei der genossenschaftlichen Fiducia GAD als einem der größten deutschen IT-Dienstleister für Banken hatten die Aufsicht vor einem Jahr aufgescheucht. Der geforderten zusätzlichen Expertise im Aufsichtsrat ist mit dem Einzug von BVR-Vorstand Andreas Martin Genüge getan und auch der Vorstand wurde erweitert:
Die seit einigen Jahren wieder deutlich anziehenden Girokontogebühren dürften schon bald ihren Höhepunkt erreichen. Ab sofort bietet Check24 als erstes Unternehmen einen zertifizierten Girokontenvergleich mit mehr als 550 Instituten in Deutschland an.
Als längst überfällig hat die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken – BVR die von der EU-Kommission am Freitag angekündigten kurzfristigen Erleichterungen im Wertpapierhandel bezeichnet.
Seit der Rücktrittsankündigung von Commerzbank-Chef Martin Zielke wirkt der Bankenverband wie gelähmt. Mit seinem Rückzug von der Commerzbank-Spitze muss Zielke auch sein Ehrenamt als Banken-Präsident abgeben.
Nicht einmal mit der Kneifzange anfassen wollten die beiden BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig und Andreas Krautscheid das derzeit heißeste Thema im Bankenverband. Kein Sterbenswort ließen sich Ossig und Krautscheid bei der Präsentation der umfangreichen BdB-Agenda für die Zeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zum angekündigten Rücktritt von Commerzbank-Chef Martin Zielke entlocken, der damit auch sein Ehrenamt als Bankenpräsident abgeben muss.
Die Empfehlung des European Systemic Risk Board (ESRB), das von den Aufsichtsbehörden bis Oktober befristete Ausschüttungsverbot für Banken auf das gesamte Jahr 2020 auszudehnen, treibt die Genossenschaftsbanken auf die Barrikaden.
Der angekündigte Rücktritt von Commerzbank-Chef Martin Zielke stürzt auch den Bankenverband in eine Führungskrise. Ohne aktives Vorstandsmandat muss der erst im April als Bankenpräsident angetretene Zielke auch sein Ehrenamt als oberster Lobbyist der privaten Banken abgeben.
Die HV der genossenschaftlichen Fiducia GAD am vergangenen Donnerstag in der fast leeren Münsterlandhalle blieb nicht nur wegen des coronabedingt fehlenden Publikums eine ruhige Veranstaltung.
Die Commerzbank verliert erneut einen Top-Manager. IT-Bereichsvorstand Ulrich Coenen wird zum 1.10. Vorstand der Fiducia GAD. Nach unseren Informationen soll er dann nicht nur für Digitalisierung zuständig sein, sondern könnte auch Co-Sprecher neben Martin Beyer werden.
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