Bundesverband deutscher Banken (BdB)

Banken

Jain schwebt über dem alten Grabenkrieg mit den Sparkassen

Es gehört seit vielen Jahren zum gut eingeübten Ritual auf der „Handelsblatt“-Tagung „Banken im Umbruch“, dass sich der jeweilige Deutsche Bank-Chef und der DSGV-Präsident einen rhetorischen Schlagabtausch liefern. So bekannte sich im vergangenen Jahr Deutsche Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen als glühender Anhänger eines einheitlichen europäischen Einlagensicherungsfonds und trieb damit DSGV-Vorsteher Georg Fahrenschon auf die Barrikaden. Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise bezeichnete Fahrenschons Amtsvorgänger Heinrich Haasis den damaligen Deutsche Bank-Lenker Josef Ackermann sogar als „Brennholzlieferant“.

Asset Management

BVR – Genossenschaften machen gegen EU-Haftungspläne mobil

Ginge es allein um die Zahlen der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, müsste sich BVR-Präsident Uwe Fröhlich nicht sorgen. 2012 schlossen die Mitgliedsinstitute – neben rund 1 100 Primärbanken die DZ Bank, WGZ Bank, die drei Hypothekenbanken DG Hyp, WL Bank und Münchener Hypothekenbank sowie die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung und die Union Investment – mit einem konsolidierten Jahresüberschuss nach Steuern von 6,9 Mrd. Euro ab (+54%). Auch im Einlagen- und Kreditgeschäft konnten die Genossen jeweils zulegen. Rein auf Basis der derzeitigen Geschäftslage schaue er daher positiv gestimmt auf das laufende Jahr, so Fröhlich. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um eine auf EU-Ebene einheitliche Einlagensicherung und einen gemeinsamen Abwicklungsmechanismus für marode Banken reagiert der Verbandspräsident dagegen verstimmt.

Geldpolitik

Abwicklung – Banken können nicht auf Regulierungsrabatt hoffen

Im zweiten Anlauf haben sich die EU-Finanzminister auf ein europäisches Abwicklungsregime für havarierte Großbanken geeinigt. Demnach sollen zukünftig zunächst Aktionäre, Anleihengläubiger und Anleger mit Guthaben über 100 000 Euro zur Kasse gebeten werden. Der Steuerzahler und der Euro-Rettungsschirm ESM sollen erst dann einspringen, wenn alle diese Register bereits gezogen sind und die Mittel trotzdem noch nicht ausreichen, um die in Not geratene Bank aufzufangen oder für das Finanzsystem gefahrlos abzuwickeln.

Geldpolitik

Bankenverband uneins über europäische Einlagensicherung

Während die EU-Finanzminister auf ihrem Treffen am Freitag das europäische Abwicklungsregime für malade Banken als notwendige Ergänzung zu der bereits beschlossenen Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB vorangetrieben haben, herrscht bei der dritten Säule der Bankenunion weiterhin Stillstand. Das liegt vor allem an der Bundesregierung, die sich mit Rückendeckung der großen Verbände der deutschen Kreditwirtschaft vehement gegen ein europäisches System zur Einlagensicherung stemmt.

Geldpolitik

Kemmer erkennt in USA (bisher)kein Einlenken im Kapitalstreit

BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer war kürzlich zu Treffen mit Vertretern von Fed, Treasury und Verbänden in den USA. Trotz massiver Einflussnahme der Auslandsbanken u. a. über das Institute of International Bankers im Streit um die von den USA geforderte eigenständige Kapitalausstattung der US-Niederlassungen ist keine Annäherung in Sicht. Während die Nicht-Amerikaner über Diskriminierung klagen, sei in den USA keinerlei Einsicht zu erkennen, so Kemmer im Telefonat mit PLATOW. Das Thema, das hier vor allem die Deutsche Bank betrifft, würde in den USA diametral anders gesehen.

Geldpolitik

Bankenverband beruhigt: „Die USA werden Basel III umsetzen“

BdB-Vormann Michael Kemmer ist sich sicher, dass die USA Basel III trotz teilweise anderslautender Befürchtungen in Europa umsetzen werden und den Banken auf dem alten Kontinent somit kein entscheidender Wettbewerbsnachteil entsteht.

Versicherungen

Versicherer beklagen sich zu Unrecht über schlechte Presse

„Positionen“, das Sprachrohr des GDV, des Branchenverbands der Versicherungswirtschaft, bedient sich in der neuesten Ausgabe eines Tricks, um das als Missstand empfundene schlechte Standing der Assekuranz in der Presse zu brandmarken. Hierzu wird mit Mathias Kepplinger ein angesehener Mainzer Kommunikationswissenschaftler sozusagen als Kronzeuge aufgeboten, der im Frage-und-Antwort-Spiel die Hintergründe der zunehmenden Skandalisierung in den Medien darlegt, der jetzt auch die Assekuranz zunehmend zum Opfer falle.

Geldpolitik

Banken – Zu schwach für den Abschwung

Hans-Walter Peters, Sprecher des Partnerkreises der Berenberg Bank, ist ein für gewöhnlich besonnen agierender Bankier. In Rage gerät er freilich schnell, wenn er über die verbale Großoffensive speziell deutscher Politiker jedweder Couleur gegen die Banken spricht.

Geldpolitik

Bankenverband unter Fitschen – Das Nationale zählt wieder

Mit der Globalisierung des Bankings einher ging der Bedeutungsverlust des Bundesverbandes deutscher Banken. Die Vorstandsvorsitzenden der so genannten Großbanken bewegten sich lieber auf internationaler Bühne. So wäre es Josef Ackermann zu seiner aktiven Zeit bei der Deutschen Bank nie in den Sinn gekommen, sich um die Präsidentschaft des BdB zu bemühen.

Geldpolitik

Theodor Weimer – HVB-Chef wettert gegen schlechtes Image

In einer Zeit, in der Kostensenkung bei allen Banken groß geschrieben wird und in der selbst der BdB um seine Bedeutung jeden Tag aufs Neue kämpfen muss, ist die Mitgliederversammlung des Bayerischen Bankenverbands fast so etwas wie ein Anachronismus. Neben HypoVereinsbank, Deutscher Pfandbriefbank und den Niederlassungen von Deutscher Bank und Commerzbank zieren aber immer noch viele namhafte Häuser, insbesondere aus dem Segment der Privatbanken, die Mitgliederliste des Landesverbands.

Banken

Öffentliche Banken – Raus aus dem Aus

Jeder Verband gewinnt mit dem Gewicht, das seine Führungsfigur innerhalb der Branche hat, an Stärke und Einfluss. Der BdB wird mit der bereits abgesprochenen Inthronisierung von Jürgen Fitschen und dessen Deutscher Bank im Hintergrund insbesondere im Kräftemessen mit der Politik und deren scharfen Regulatoren wieder auf Augenhöhe agieren.

Banken

BdB soll unter Fitschen wieder schlagkräftiger werden

Seit Josef Ackermanns Ausscheiden aus der Deutschen Bank hat sich das angespannte Verhältnis zwischen dem Branchenprimus, der während der Finanzkrise auf staatliche Hilfen verzichten konnte und dies gerne betont hat, und dem Rest der Branche stark entspannt.

Geldpolitik

Heimspiel für Steinbrück auf der Bühne des Bankenverbandes

Das vom BdB organisierte Streitgespräch zwischen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Deutsche Bank-Co-Sprecher Jürgen Fitschen war der Höhepunkt des neuen Veranstaltungsformats, mit dem Präsident Andreas Schmitz und sein Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer die etwas in die Jahre gekommenen „Schönhauser Gespräche“ abgelöst haben.

Versicherungen

Einen Fitschen braucht die Versicherungswirtschaft nicht

Vergangenen Donnerstag kam das Präsidium des GDV in Berlin zu einer seiner letzten Sitzungen in alter Besetzung zusammen. Am 14.11. wählt die Mitgliederversammlung ein neues Gremium, da einige Mitglieder aus Altersgründen ausscheiden. In den Kreis aufgenommen werden nach unseren Informationen Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (SV Stuttgart), Thomas Buberl (Axa), Wolfgang Weiler (HUK Coburg) und Thomas Flemming von der Mecklenburgischen. Künftiger GDV-Präsident wird Alexander Erdland. Der Wüstenrot & Württembergische-Chef wurde schon im Sommer nominiert.

Geldpolitik

Auslandsbanken – Das schlechte Gewissen

Trotz IKB- und HRE-Desaster werden Bank-Sünden, die zum Ausbruch der Finanzkrise 2007 beigetragen haben, in Deutschland viel eher in Verbindung mit den heute rund 200 Mitgliedsinstituten des Verbandes der Auslandsbanken gebracht als mit deutschen Privatbanken, die im Bundesverband deutscher Banken organisiert sind. Ein Grund sind sicher die den deutschen Markt dominierenden Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die sich wenig zu Schulden kommen ließen. Dagegen sind unter den Instituten, die im Verbandsvorstand der Auslandsbanken vertreten sind, auf Konzernebene nur wenige skandalfrei geblieben.

Banken

Jürgen Fitschen soll neuer Bankenpräsident werden

Dass die Deutsche Bank mit Jürgen Fitschen und Anshu Jain nach langer Pause erneut zwei Co-Chefs hat, eröffnet der Bank völlig neue Möglichkeiten, sich auch in Standesorganisationen, national wie international, wieder stärker einzubringen.

Banken

Verbände – BdB sieht sich vor dem DSGV

Der Bundesverband Deutscher Banken hat aktuell keinen leichten Stand. In Zeiten, in denen private Großbanken regelmäßig von Skandalen eingeholt werden, öffnen sich den Lobbyisten um Verbandspräsident Andreas Schmitz (HSBC Trinkaus & Burkhardt) und Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer die Türen nicht mehr ganz so leicht wie noch vor der Finanzkrise.

Asset Management

DekaBank – Waas-Nachfolge wird Fahrenschons Feuertaufe

Stolz ist man in Berlin darauf, dass es dem DSGV gelungen ist, bei den Themen europäischer Einlagensicherung und Bankenunion den Genossen und mehr noch dem BdB die Show gestohlen zu haben. Die Sparkassen unter ihrem neuen Präsidenten Georg Fahrenschon verstehen sich in ihrer Ablehnung der beiden Forderungen aus Südeuropa inzwischen selbstbewusst als „Schutzmacht der deutschen Sparer“. Hinter den Kulissen spielt Europa indes eine kleinere Rolle als die anstehende Neubesetzung des Chefsessels bei der DekaBank.

Geldpolitik

Die EZB ist mit ihrer Geldpolitik nicht nur für Deutschland da

Der Beifall für die mit Spannung erwartete Rede von EZB-Präsident Mario Draghi beim Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken am Montagabend in Berlin fiel höflich, aber alles andere als überschwänglich aus. Bei den sich anschließenden Couloir-Gesprächen in der für diese Art Kommunikation besonders geeigneten „Akademie der Künste“ hielten viele der mit Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Philipp Rösler gut vertretenen deutschen Wirtschaftselite mit ihrer Kritik nicht hinterm Berg.

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