
OVB & DVAG 2024 – Gewinn trotz Hürden
OVB und DVAG mussten 2024 kämpfen – doch trotz Herausforderungen erzielten beide Unternehmen Gewinne. Warum es 2025 sogar besser werden könnte.
OVB und DVAG mussten 2024 kämpfen – doch trotz Herausforderungen erzielten beide Unternehmen Gewinne. Warum es 2025 sogar besser werden könnte.
DVAG-Vorstand Helge Lach kritisiert im PLATOW-Gespräch fehlende Reformen bei der Altersvorsorge und schimpft über die Politik. Besonders eine Institution ist ihm ein Dorn im Auge.
Erneut dreht sich beim Top-Ten-Versicherer Generali Deutschland AG (GD) das Personalkarussell. Neu im Boot ist Frank Grund (66), ehemaliger BaFin-Exekutivdirektor Versicherungen, der zum 1.10. in den Aufsichtsrat rückt. „Es reizt mich, meine Erfahrungen nach Ablauf der üblichen Cooling-Off-Periode von 12 Monaten in den Aufsichtsrat der GD einzubringen“, erklärt er ggü. PLATOW exklusiv.
Versicherer handhaben ihre Vorstandsausrichtung nach zwei Arten: Dauerbrenner oder Drehtür. Ein gutes Beispiel für die Türvariante ist die Allianz (Group), wie die Beispiele Joachim Müller und Giulio Terzariol zeigen (s. PLATOW v. 5.12.23).
Laut CEO Philippe Donnet sieht die Welt derzeit die stärkste Generali aller Zeiten. „Die Gruppe ist in der besten Verfassung, die sie als profitables, diversifiziertes Versicherungs- und Asset-Management-Unternehmen je hatte“, jubelte er auf der Pressekonferenz. Daran hat auch die Generali Deutschland und deren Vertriebspartner DVAG ihren Anteil, zeigen die Zahlen.
Die großen Finanzvertriebe haben im Außendienst keine Nachwuchssorgen. Vor allem deswegen nicht, weil MLP, Swiss Life, OVB und DVAG keine Berührungsängste ggü. unterschiedlichen Bewerbergruppen haben. „Wer Interesse an Dienstleistung hat, unternehmerisch denkt sowie einen guten Leumund und Lernbereitschaft mitbringt, ist willkommen“, sagt Christian Höfel, CEO der OVB.
Der deutsche Vermittlermarkt wandelt sich und damit unaufhaltbar auch der gesamte Versicherungsmarkt. Die Zahl der Versicherungsvermittler schrumpft immer weiter, der Versicherungsmakler- und Finanzanlagevermittler-Bestand bleibt hingegen gleich.
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Die Demografie der deutschen Bevölkerung wird schon bald auf die Ergebnisse der deutschen Finanzdienstleister durchschlagen.
Seit 2011 sinkt die Zahl der Versicherungsvermittler. Laut Register gibt es aktuell rd. 183 000 und damit 6 800 weniger als zu Jahresbeginn.
Das Jahr 2022 war für die deutschen Lebensversicherer schlecht. 2023 läuft es nicht besser (s. PLATOW v. 11.08). Nach Zahlen von „procontra“ legten im Neugeschäft 2022 lediglich HDI und Nürnberger mit rund 19% stark zu. Die Bayerische mit 7,3% führt die nächste Gruppe an, in der sich Targo (wie HDI ein Teil der Talanx) mit 4,9% Plus und Barmenia mit 4,7% finden.
„Die Aussichten für die deutschen Lebensversicherer sind gedämpft“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV im Juli. Es folgten mittelmäßige bis ernüchternde Zahlen der deutschen Branchengrößen, u.a. Allianz, Zurich, Axa und Generali (s. PLATOW v. 10.8.).
Die Generali Deutschland hat ein Absatzproblem in der Lebensversicherung (LV).
Finanzvertriebe sind rezessionsfühlig, weiß Christian Höfel, CEO der OVB Vermögensberatung.
Bancassurance klingt nach doppeltem Gewinn: Die Bank kann Versicherungsprodukte offerieren, die sie selbst aus Kapazitäts- oder Regulatorikgründen nicht anbieten kann und wird dafür provisioniert. Der Versicherer nutzt dafür gegen Bezahlung die persönlichen, personellen und räumlichen Bank-Ressourcen.
Die Generali hat Conning Holdings Limited übernommen. Der Vermögensverwalter ist auf Versicherungen und Institutionelle zugeschnitten, 144 Mrd. Euro an Kundengeldern schwer und hat seinen Schwerpunkt neben Asien in den USA, wo die Generali im Gegensatz zu Allianz, Zurich und Co. praktisch nicht vertreten ist.
„Einen sehr starken Start ins neue Jahr“ legte Generali hin, wie CFO Cristiano Borean in der Telko am Donnerstag (25.5.) aus Triest jubelte. Der Zahlen-Chef sieht die sowohl älteste als auch größte Versicherung Italiens auf dem richtigen Weg, die Strategie „Lifetime Partner 24: Driving Growth“ umzusetzen. Besonders habe er sich aber auf die erste Präsentation nach IFRS 17 und 9 gefreut, die sein Team schweißtreibend vorangetrieben habe.
Deutschlands größter Allfinanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat im vergangenen Jahr mit einem Jahresüberschuss von 245,7 Mio. Euro (+1,7%) einen neuen Rekordwert erreicht, jubelt Vorstandschef Andreas Pohl. Zudem gelang es, zum zweiten Mal in Folge die Umsatzmarke von 2 Mrd. Euro zu knacken. Mit 2,2 Mrd. Euro erzielte die DVAG den zweithöchsten Umsatz in ihrer Unternehmensgeschichte. Der Gesamtbestand der betreuten Verträge kletterte um 3,4% auf 242 Mrd. Euro. Insgesamt mehr als 3,6 Mio. Anträge wurden im vergangenen Jahr bei den Produktpartnern der DVAG eingereicht. Bei rund 250 Arbeitstagen im Jahr sind das 14 300 Anträge pro Tag, rechnet Pohl den Fleiß seiner Vertriebstruppe vor.
Noch ist die Stimmung auf dem Arbeitsmarkt in Ordnung. Das dürfte bis mindestens Jahresende noch anhalten.
Der international aufgestellte Finanzvermittler OVB hat sich für eine externe Lösung bei der Komplettierung des Vorstands entschieden. Zum 1.10. tritt Heinrich Fritzlar die Nachfolge des vorzeitig Ende Mai ausgeschiedenen COO Thomas Hücker (s. PLATOW v. 8.4.) an.
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