Europäische Zentralbank (EZB)

17. März 2016 Geldpolitik

Sparkassen – Rote Karte für die EZB

Beate Läsch-Weber, Sparkassen-Verbandspräsidentin in Rheinland-Pfalz, ist weder zurückhaltend noch still, wie sie selbst zu Beginn des Pressegesprächs vorwarnte. Eigentlich war es ein gutes Jahr für die 23 Häuser des SVRP. Die Bilanzsumme kletterte auf 59,7 Mrd. Euro (+1,2%). Die Kundeneinlagen wuchsen um 1,7% auf 45,2 Euro, die Kundenkredite auf 41,3 Mrd. Euro (+2,8%). Besonders dies dürfte bei den Sparkassen einen inneren Freudentanz ausgelöst haben.

16. März 2016 Asset Management

Auslandsbanken in Deutschland blicken verhalten in die Zukunft

Banken haben es derzeit nicht leicht, schon gar nicht wenn mit Mario Dragi der oberste Banker Europas ihnen mit Null-Zinsen das Geschäft vermiest. Die Maßnahmen, die die EZB in der vergangenen Woche beschlossen hat, würden die Ertragskraft der Banken weiter schwächen, befürchtet Stefan Winter, Vorstandsvorsitzender des Verbandes ausländischer Banken in Deutschland (VAB).

16. März 2016 Geldpolitik

BayernLB – Sparkassen dürfen von Dividende träumen

Die Chancen der BayernLB, das bis 2019 terminierte EU-Verfahren möglicherweise schon 2016 abzuschließen, stehen nicht schlecht. Zuletzt zeigte sich sogar die EZB bei der Geschäftsmodellprüfung positiv überrascht, so ein sichtlich stolzer Johannes-Jörg Riegler am Rande der Bilanz-PK. Die größte Hürde im EU-Verfahren ist die noch ausstehende Rückzahlung von 2,3 Mrd. Euro Staatshilfe an den Freistaat. 1,3 Mrd. Euro davon sind für dieses Frühjahr fest eingeplant.

15. März 2016 Geldpolitik

Rückkehr zur Normalität in Sicht

Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag hat an den Märkten für heftige Kursschwankungen gesorgt, ohne dabei die Frage „Wohin entwickeln sich die Kurse in Zukunft“ zu beantworten. Mit unserer Einschätzung, dass Mario Draghi die Marktteilnehmer nicht erneut (wie im Dezember) enttäuschen wird, lagen wir richtig.

14. März 2016 Geldpolitik

Airbus – Telekom-Managerin Nemat soll Bischoff folgen

In den nächsten Tagen legt die Airbus Group die Vorschläge für die Beschlüsse auf der diesjährigen Hauptversammlung am 28.4. in Amsterdam vor. Auf der Tagesordnung stehen u. a. auch einige Veränderungen im Verwaltungsrat. Wie berichtet (s. PLATOW v. 29.2.) werden die Mandate des früheren Oberaufsehers Manfred Bischoff (71) und Ex-BNP Paribas-Vormann Michel Pébereau (72) aus Altersgründen auslaufen.

14. März 2016 Geldpolitik

Fahrenschon gibt sich keine Blöße

Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon will auf der DSGV-Mitgliederversammlung im Herbst 2017 wiedergewählt werden. Tatsächlich stehen seine Chancen auf eine zweite Amtszeit durchaus günstig. Die Ärgerthemen Neujustierung des Haftungsverbunds und der Spätstart beim Online-Bezahldienst Paydirekt, die Fahrenschon im vergangenen Jahr reichlich Gegenwind in der Sparkassen-Organisation beschert haben, sind mittlerweile abgeräumt.

10. März 2016 Geldpolitik

EZB-Zinsentscheid – Stark national gefärbt

Strukturreformen, etwa auf dem Arbeitsmarkt, tun weh. Deshalb will sie von Italien, über Frankreich und Spanien, bis Portugal keiner. Die Wähler nicht und die auf die Mehrheit schielenden Parteien auch nicht. Die ganze Hoffnung der Bevölkerung in diesen Ländern, die Kreditnachfrage und die Konjunktur in Fahrt zu bringen, ruht folglich auf der EZB.

10. März 2016 Versicherungen

Assekuranz braucht Fondsbranche zunehmend als Partner

Während der Versichererverband GDV die jüngste EZB-Zinsentscheidung als weitere Enteignung der Sparer sieht (s. auch S. 4), kann sich die hiesige Fondsbranche einmal mehr als klarer Gewinner der nun ausgeweiteten, ultralockeren Geldpolitik der europäischen Währungshüter sehen.

10. März 2016 Geldpolitik

US-Zinsen – Inflationssprung gibt den Fed-„Falken“ neuen Auftrieb

Nach dem geldpolitischen Trommelfeuer von EZB-Präsident Mario Draghi (s. auch S. 4) richten sich in dieser Woche die Blicke der Finanzmarkt-Akteure auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch (16.3.). Nach den massiven Börsenturbulenzen im Gefolge schwacher Konjunkturdaten aus China und einem erneuten Absturz des Ölpreises galt die Zusammenkunft der Fed-Granden bis vor Kurzem noch als eine eher unspektakuläre Veranstaltung.

9. März 2016 Geldpolitik

BVR – Schleichende Ertragserosion

Das Geschäftsmodell der noch gut 1 000 Volks- und Raiffeisenbanken leidet unter den Niedrigzinsen stärker als das der meisten privaten Banken. Das lassen die jetzt veröffentlichten BVR-Zahlen einmal mehr erkennen.

9. März 2016 Geldpolitik

Draghi-Dämmerung – EZB-Feuerwerk droht zu verglühen

Keinesfalls noch einmal die Märkte enttäuschen wollte EZB-Präsident Mario Draghi. Mit Rückendeckung der „überwältigenden Mehrheit““ der EZB-Ratsmitglieder feuerte Draghi denn auch gleich ein ganzes Arsenal an geldpolitischen Waffen ab, um der müden Inflation und Konjunktur in der Euro-Zone endlich Beine zu machen.

8. März 2016 Geldpolitik

Alle warten auf Mario Draghi

Im Vorfeld der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Bullen an den Aktienmärkten noch einmal Gas gegeben. Der DAX kletterte am Mittwochmittag bis auf rund 9 840 Punkte und nähert sich damit der von uns hier schon mehrfach angesprochenen Widerstandszone. Noch einmal zur Erinnerung: Im Bereich um 10 000 Punkte befinden sich das jüngste Hoch des großen Abwärtstrends sowie die 50%-Korrektur der gesamten Abwärtsbewegung seit Anfang Dezember.

7. März 2016 Geldpolitik

Marktkapriolen – Zinsen, China und das Öl

Der scharfe Blick auf die Qualität von Unternehmen ist auf Dauer der bessere Leitfaden, sich an der Börse zu engagieren. Diese klare Sicht wird derzeit verstellt von den alles überlagernden Einflüssen der Geldpolitik. Die Beschlüsse der EZB am Donnerstag und die verklausulierten Worte, mit denen Mario Draghi sie zu erläutern pflegt, werden mit großer Spannung erwartet. Ebenso wichtig ist das weitere Vorgehen der US-Fed unter Janet Yellen. Kennzahlen der Unternehmen geben eindeutige Signale wie gut, weniger gut oder schlecht. In der Geldpolitik herrschen andere Gesetze. Ein weiteres Öffnen der Schleusen durch Draghi hat zwar an Wirksamkeit eingebüßt, pusht aber immer noch die Kurse. Ringt sich die Fed am Ende dazu durch, die Zügel weniger stark anzuziehen, würden Anleger verschnupft reagieren, weil sie sich um die US-Konjunktur sorgen. Diese ist besser als befürchtet und ein leicht zu übersehender Ausgleich für das schwächelnde China. Dass es um die Weltkonjunktur gar nicht so schlecht steht, zeigt das deutlich teurer gewordene Öl.

7. März 2016 Asset Management

Kreissparkasse Köln gut im Rennen

Das niedrige Zinsniveau treibt das Kreditgeschäft der Kreissparkasse Köln auf Rekordniveau. Mit 3,4 Mrd. Euro an neu zugesagten Krediten steigerte sie 2015 das Ergebnis des Vj. um 11,1% und erreichte den Spitzenwert aus dem Jahr 2013. Die Bilanzsumme stieg auf 24,5 Mrd. Euro (+5,8%) und die Kernkapitalquote auf 14%. Mit einem Vorsteuergewinn von 111,6 Mrd. Euro sieht Vorstandschef Alexander Wüerst die Kreissparkasse Köln in der Lage, die Substanz weiter zu steigern. Zudem konnte das Einlagengeschäft im 163. Geschäftsjahr ausgebaut werden. Der Gesamtbestand der Kundeneinlagen stieg auf 17,8 Mrd. Euro (+3,4%) und erreichte damit den höchsten Zuwachs seit 5 Jahren.

7. März 2016 Geldpolitik

Dänischer Pfandbriefmarkt bietet Alternative zu Europa-Bonds

Vor einem Jahr begann das QE-Programm der EZB. Wenn an diesem Donnerstag die Notenbanker erneut zusammentreffen, dürfte es v. a. dem Einlagenzins weiter an den Kragen gehen. Erwartet wird eine Senkung auf bis zu -0,5%. Die Wirksamkeit von Mario Draghis Geldpolitik ist umstritten. Bill Gross, Star-Investor bei Janus Capital, argumentiert schon lange gegen die Logik, nach der es einen Zinssatz gebe, der so niedrig ist, dass die dadurch ausgelösten Vermögenseffekte an den Finanzmärkten früher oder später auf die reale Wirtschaft überspringen. Japan sei das beste Beispiel für ein Scheitern dieser Politik. Jedoch ist Gross Anleihemanager. Und diese werden durch die niedrigen Zinsen besonders in Mitleidenschaft gezogen. Die Renditen für zweijährige deutsche Bonds sind zuletzt auf Rekordtiefs gerutscht. Die Commerzbank geht in einer aktuellen Analyse davon aus, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in den kommenden Monaten ins Negative fallen wird. Auch der Euro-Bund-Future ist nach seinem Rekordhoch von Ende Februar wieder abgerutscht.

3. März 2016 Geldpolitik

Interhyp – Bauzins könnte Allzeittief am Donnerstag knacken

Wenn am 10. März der Rat der EZB in Frankfurt zusammenkommt, wird Notenbankpräsident Mario Draghi angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten wahrscheinlich noch mehr Geld in die Märkte pumpen. Dies könnte dann dazu führen, dass die Baugeldzinsen noch weiter fallen.

3. März 2016 Geldpolitik

Blessing-Nachfolge – Die Zeichen deuten auf Martin Zielke

Auf dem letzten Meter ist es noch einmal hektisch geworden bei der Kür eines Nachfolgers für den im Herbst freiwillig aus dem Amt scheidenden Commerzbank-Chef Martin Blessing. Sogar die Aufsichtsratssitzung, auf der die Blessing-Nachfolge geregelt werden soll, wurde von Dienstag auf Sonntag vorverlegt.

2. März 2016 Asset Management

Genossen laufen der Digitalisierung hinterher

Es waren ordentliche Zahlen, die Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbands, auf der Jahres-PK präsentierte: Durch die Steigerung der Gesamteinlagen auf gut 154 Mrd. (+4,4%) und der Kredite auf 124,7 Mrd. Euro (+4,7%) konnten die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Marktposition weiter ausbauen. Bei der Kreditvergabe spielte den Genossen, die das gesamte Bundesgebiet ohne BW, Bayern und NRW betreuen, die Niedrigzins-Politik der EZB in die Karten.

29. Februar 2016 Geldpolitik

Wahlkampfgetöse – Die Welt steht nicht am Abgrund

Zwei Wahlkämpfe werden von der deutschen Öffentlichkeit zurzeit besonders intensiv wahrgenommen: Die ihrem Höhepunkt zustrebenden Vorwahlen zur Kandidatenkür für das Weiße Haus und die heftigen Auseinandersetzung im Berliner Regierungslager im Vorfeld von insgesamt drei Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt) am übernächsten Sonntag.

25. Februar 2016 Geldpolitik

Airbus – Verwaltungsrat wirft Ballast der Vergangenheit ab

Seit Tom Enders das Ruder bei der Airbus Group übernommen hat, hat sich Europas Luftfahrtschmiede immer stärker vom einst dominierenden staatlichen Einfluss emanzipiert. Frankreich und Deutschland halten jeweils nur noch rund 11%, Spanien 4%. Die Zentrale wurde gegen erheblichen Widerstand vor allem der bayerischen Politik von München und Paris nach Toulouse verlagert und die Zivilluftfahrt-Sparte als tragende Säule des Unternehmens enger in die Konzernstrukturen eingebunden.

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