Europäische Zentralbank (EZB)

11. Januar 2016 Geldpolitik

Der Euro wird zum sicheren Hafen

In politischen oder wirtschaftlichen Krisenzeiten war früher stets der Dollar gesucht, mitunter waren es auch der Schweizer Franken und der Yen. Der Euro war es jedenfalls nicht. Vor wenigen Jahren herrschte gar noch eine Kapitalflucht aus dem Euro, die erst EZB-Präsident Mario Draghi 2012 mit seinem uneingeschränkten Bekenntnis zum Euro stoppen konnte. In den aktuellen, von Chinas Aktien und Währung ausgehenden Turbulenzen erweist sich der Euro als ausgesprochen stabile Währung. Dies ist umso erstaunlicher, als einige amerikanische Währungshüter derzeit geradezu wetteifern, wie schnell die Fed 2016 die Zinsen weiter anhebt. Die Spekulationen reichen von vier bis zu sechs Erhöhungsschritten von je 0,25 Prozentpunkten. An den Märkten werden indes bis zum Jahresende nur zwei Erhöhungen eingepreist. Dennoch spricht die zu erwartende Spreadausweitung zwischen US-Dollar-Zinsen und Euro-Renditen normalerweise für den Greenback. Was also ist heute so anders?

4. Januar 2016 Geldpolitik

Janet Yellen und Mario Draghi 2016 doch im Gleichschritt?

Das Jahr 2015 war durch eine divergente Zinspolitik zwischen den USA und Europa gekennzeichnet. Zum Höhepunkt kam es im Dezember, als binnen weniger Wochen die Fed die Leitzinsen erhöhte und die EZB den schon negativen Einlagensatz noch weiter auf zuletzt 0,3% senkte.

22. Dezember 2015 Versicherungen

Das zähe Ringen um Ausgewogenheit bei Verbriefungen

Am 30.11.2015 hat der Rat der Europäischen Union dem EU-Parlament den Vorschlag einer Verordnung für „einfache, transparente und standardisierte““ Verbriefungen (simple, transparent and standardised, oder „STS““) vorgelegt. Zugleich erfolgte die Zuführung des Vorschlags einer Verordnung zur Änderung der Capital Requirements Regulation (CRR), der ebenfalls weit reichende Änderungen für Verbriefungen enthält. Dabei handelt es sich jeweils um die dritte Kompromissfassung, woraus deutlich wird, dass EU und Verbände zäh um ein ausgewogenes Verbriefungsregelwerk ringen. Oliver Kronat, Rechtsanwalt und Steuerberater, Partner bei Clifford   Chance, gibt im Folgenden seine Einschätzung zu den gegenwärtigen Entwicklungen im Verbriefungsmarkt wieder.

21. Dezember 2015 Geldpolitik

Fosun wollte angeblich BHF und Hauck & Aufhäuser weiterreichen

Der Schlingerkurs der chinesischen Beteiligungsgesellschaft Fosun bei ihrem geplanten Einstieg in den deutschen Privatbanken-Markt wird immer verwirrender. Ende vergangener Woche verabschiedete sich Fosun offiziell aus dem Bietgefecht mit der französischen Privatbank Oddo & Cie. um die Frankfurter BHF-Bank. Kurz zuvor hatte Fosun noch auf Geheiß seines wieder aufgetauchten Firmengründers Guo Guangchang verlauten lassen, dass sich die Chinesen keineswegs schon geschlagen geben wollen.

17. Dezember 2015 Versicherungen

Blessing-Nachfolge – Damen bevorzugt

Commerzbank-Oberaufseher Klaus-Peter Müller gilt als großer Frauen-Förderer. Bereits als Commerzbank-Chef machte sich Müller für einen Frauenförderplan und hauseigene Kindertagesstätten stark. Auch als damaliger Vorsitzender der Corporate Governance-Kommission setzte sich Müller für mehr Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen ein.

17. Dezember 2015 Asset Management

Werden die Waffen der Geldpolitiker stumpf?

Die jüngsten geldpolitischen Beschlüsse von EZB und Bank of Japan (BoJ) besitzen mehr den Charakter kosmetischer Eingriffe als kraftvoller Vorgaben. Die japanische Notenbank gab zum Wochenschluss bekannt, die Laufzeit der von ihr zu erwerbenden Staatsanleihen von einem Spektrum von sieben bis zehn Jahren auf sieben bis 12 Jahre auszudehnen. Da auch in Japan die kürzeren Laufzeiten bis etwa sechs Jahre um die 0% rentieren, will die BoJ jetzt den noch besser verzinsten Langläufern an den Kragen. Zusätzlich erwirbt sie ETF auf Indexfonds für 300 Mrd. Yen, ein geringes Zubrot zu den schon seit 2014 erworbenen 3 Billionen Yen.

16. Dezember 2015 Geldpolitik

KfW – Es geht auch ohne „Quoten-Sozi“

Es ist geübte Tradition bei der Staatsbank KfW, die in der jüngeren Vergangenheit nur von der ehemaligen SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier durchbrochen wurde, dass der Vorstandschef über ein schwarzes Parteibuch verfügt. Das gilt auch für den amtierenden KfW-Vorsteher Ulrich Schröder, dessen Vertrag gerade vorzeitig bis Ende 2020 verlängert wurde.

16. Dezember 2015 Geldpolitik

Geglückte Zinswende – Doch das nächste Fed-Dilemma wartet schon

Mit Bravour hat Fed-Präsidentin Janet Yellen die erste Zinserhöhung in den USA seit fast 10 Jahren gemeistert und die Null-Zins-Ära beendet. Einstimmig erhöhte der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) den Korridor für den Leitzins auf 0,25% bis 0,5% nach zuvor Null Prozent bis 0,25%.

16. Dezember 2015 Geldpolitik

Griechenland – Ein Fass ohne Boden?

Klaus Regling, mächtiger Chef von ESM und EFSF, dem dank zinsgünstiger Kreditlinien von vielen Milliarden Euro für bedrohte Staaten die Euro-Rettung genauso zu verdanken ist wie dem die Banken stützenden Mario Draghi von der EZB, machte gestern in Frankfurt auf dem 30. Internationalen ZinsFORUM seinem Ärger über die ewigen Euro-Nörgler in einem beachteten Vortrag Luft.

15. Dezember 2015 Immobilien

Immobilien 2020 – Bewerter uneins

Als „Schaulaufen der Bewerter““ bezeichnete gif-Präsident Tobias Just den Rahmen des gif Forums,  das unter dem Motto „Immobilie 2020 – Wieviel ist mein Eigentum wert?““ stand. Fast 100 Branchenexperten kamen in den Frankfurter Helaba-Tower. Ausgangsbasis für das Szenario war dabei eine Befragung unter 22 Bewertern, die eine fiktive Neubau-Erstbezugsimmobilie in Frankfurter Bestlage mit vorgegebenem Wirtschaftsumfeld im Jahr 2020 bewerten sollten. Die Rahmendaten kamen von Helaba-Chefvolkswirtin Getrud R. Traud. Für die wissenschaftliche Leitung zeichnete Helge Ludwig verantwortlich.

10. Dezember 2015 Asset Management

„Zentralbanken vor der Zäsur“

So lautet der Titel eines Aufsatzes von Frank Engels, dem Leiter des Rentenfondsmanagements bei Union Investment, mit dem wir die PLATOW Prognose 2016 – „Zwischen Draghi-Turbo und Yellen-Bremse““ (272 S.; Abonnentenpreis 54 Euro) einleiten.

10. Dezember 2015 Geldpolitik

Die Märkte fordern die Fed noch einmal heraus

In der vergangenen Woche gaben die für eine Zinserhöhung wesentlichen Märkte deutlich nach, als ob sie den für Mittwoch (16.12.) erwarteten Zinsschritt der Fed noch verhindern wollten. Der Ölpreis sank auf neue Mehrjahrestiefs und stellt die These der Notenbank, dass der Inflationsrückgang nur vorübergehend sei, ernsthaft in Frage.

10. Dezember 2015 Geldpolitik

Droht die Übernahme von Hauck & Aufhäuser doch noch zu scheitern?

Peinlicher hätte das Timing für die EZB-Bankenaufsicht und die BaFin kaum sein können. Fast zeitgleich zu den ersten Meldungen aus China über das Verschwinden von Fosun-Gründer Guo Guangchang sickerte in Deutschland die Nachricht vom Abschluss des Eigentümer-Kontrollverfahrens in Sachen BHF-Bank durch.

9. Dezember 2015 Geldpolitik

VCI sieht Politik in der Pflicht

Der volatile Euro, der Ölpreisverfall und die allgemeinen ökonomischen Risiken, die mit anhaltend expansiver Geldpolitik der EZB stetig zunehmen, beeinflussen wie viele andere Sektoren auch die deutsche Chemieindustrie. Während der seit Anfang 2014 gegenüber dem US-Dollar abgewertete Euro die deutschen Exporte chemischer Produkte stimulierte, entlastete der zeitgleiche Ölpreisverfall die Kostenbasis primär in der Basischemie (Herstellung von Chlor, Ethylen etc.).

9. Dezember 2015 Geldpolitik

EZB – Mersch dämpft Erwartungen an erneutes Nachladen bei QE

Seit den Markt-Turbulenzen im Gefolge der jüngsten EZB-Entscheidungen steht die Europäische Zentralbank vor einem Scherbenhaufen, den einigermaßen wieder zusammenzukehren sich Direktoriumsmitglied Yves Mersch bei seinem Auftritt vor dem Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten mühte.

8. Dezember 2015 Geldpolitik

Die Jahresendrally kann kommen!

Die ausgebliebene Ausweitung des Kaufprogramms durch die EZB hat die Börsen ganz schön durcheinander gewirbelt. Euro und Goldpreis legten deutlich zu, während die Kurse an den Aktienmärkten in den Sinkflug übergingen.

7. Dezember 2015 Geldpolitik

Mario Draghi – Warum der Stern des Geldmagiers zur Halbzeit sinkt

Spätestens seit Alan Greenspan gilt es als hohe Kunst der Geldpolitik, die Märkte frühzeitig auf das Votum der Währungshüter einzustimmen, um Marktverwerfungen zu vermeiden. Eine so große Diskrepanz zwischen geschürten Erwartungen und Vollzug wie bei der Entscheidung der EZB vom 3.12. gab es hingegen noch nie.

3. Dezember 2015 Asset Management

Risikohunger bleibt bei Großanlegern weiter ungebrochen

Die EZB gibt Gas, aber deutlich weniger als von vielen erwartet. So etwa beschreiben wir in unserer PLATOW-Ausgabe vom Freitag (4.12.) das für einige zu verhaltene weitere Vorgehen von EZB-Präsident Mario Draghi in der aktuellen Geldpolitik. Frank Engels, Leiter Rentenfondsmanagement bei Union Investment, sieht in Anbetracht der hohen Markterwartungen im Vorfeld der nun beschlossenen EZB-Maßnahmen keine guten Nachrichten für den europäischen Rentenmarkt, sowohl bei sicheren Staatsanleihen als auch bei Papieren mit Renditeaufschlag.

3. Dezember 2015 Geldpolitik

Yellen lässt keinen Zweifel mehr an Zinswende im Dezember

Mit großer Aufmerksamkeit dürfte Fed-Chefin Janet Yellen das jüngste Kommunikationsdebakel ihres EZB-Kollegen Mario Draghi verfolgt haben, der mit einem verunglückten Erwartungsmanagement die Kapitalmärkte in zeitweilige Turbulenzen stürzte. Denn auch Yellen hat im Vorfeld der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) am 15. und 16.12. massiv die Erwartungen geschürt, allerdings in eine völlig andere Richtung als Draghi.

Abonnieren Anmelden
Zur PLATOW Börse