Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

DAX nimmt 11000 Punkte ins Visier

Der deutsche Aktienmarkt wird den ersten Monat des neuen Börsenjahres mit einem deutlichen Plus abschließen. Nach dem schwachen Start mit einem Minus von über 4% zauberte der DAX im Anschluss eine 15%-Rally aufs Parkett. Damit stehen die Zeichen für 2015 laut der „Januar-Regel““ eindeutig auf Bullenmarkt. Die Verabschiedung des milliardenschweren Wertpapierkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) stützt diese These. Weil eine schnelle Anhebung der Zinsen in den USA zudem unwahrscheinlicher wird und neben den gesunkenen Rohstoffpreisen auch der schwache Euro positiv auf die Zahlen vieler Unternehmen wirkt, stehen die Börsenampeln in Deutschland mittelfristig auf Grün. Zumal die Prognosen der meisten Analysten für das laufende Jahr wenig euphorisch ausfielen. Da dürften einige Marktteilnehmer schon sehr früh im Jahr auf dem falschen Fuß erwischt worden sein, was die Nachfrage zusätzlich ankurbeln wird.

Geldpolitik

Der Schweizer Franken ist überbewertet

Mit Beginn der Ukraine-Krise begann unter Führung russischer Oligarchen eine neue Fluchtwelle internationaler Anleger in die Schweiz. Dieser Geldstrom ist trotz der als Abwehrmaßnahme eingeführten Negativzinsen nicht weniger geworden, wie die von der Schweizerischen Nationalbank regelmäßig veröffentlichten Zahlen zeigen. Letztendlich hat dieser Zustrom die SNB gezwungen, den Kurs des Frankens gegenüber dem Euro über Nacht freizugeben. Das zwischenzeitlich beschlossene QE-Programm der EZB gibt den Schweizer Notenbankiers Recht, auch wenn sie sich mit ihrem unangekündigten und mit niemandem abgestimmten Entscheid bei der EZB und Mario Draghi nicht gerade beliebt gemacht haben.

Geldpolitik

Après Davos – Auf dem „Energiegipfel“

„Wege ebnen für neues Denken““ – so lautete diesmal das Motto des das WEF traditionell abschließenden Presse- und Wirtschaftsfrühstücks mit dem „Ski Cup““ als sportlichem Höhepunkt hoch in den Bergen von Davos. Ausrichter des aus der üblichen Agenda des World Economic Forum herausragenden Events war erstmals nicht RWE allein, sondern deren CEO Peter Terium wurde flankiert von Wolfgang Fink, dem Co-Chair von Goldman Sachs in Deutschland,und KPMG-Vorstandsmitglied Karl Braun.

Immobilien

EZB macht Immobilienfonds Beine

Die ultra-lockere Geldpolitik von EZB-Präsident Mario Draghi treibt in Deutschland die Anleger vor allem in die Immobilie. Davon profitiert auch die auf Immobilien-Spezialitäten fokussierte Fondsgesellschaft Mondial. Da zudem das extrem niedrige Zinsniveau das Leveraging, also das Hebeln der Finanzierung mit billigem Fremdkapital, wieder zunehmend attraktiv macht, konnte Mondial mit seinen beiden Spezialfonds für Einzelhandelsimmobilien (Nahversorgungsfonds) und Studentenwohnheime (Campusfonds) Renditen von mehr als 9% erzielen und das ohne Verkäufe von Bestandsimmobilien.

Versicherungen

Versicherer – Wettern gegen Draghi

Banken leiden unter den niedrigen Zinsen, aber Versicherungen macht die ultra-lockere Geldpolitik der EZB noch viel mehr zu schaffen. Das bestätigt uns mit Paul Achleitner ein prominenter Vertreter der Financial Community, der beide Branchen bestens kennt. Zunächst Deutschland-Chef von Goldman Sachs, heuerte er im Jahr 2000 als CFO bei der Allianz in München an, schied dort 2012 aus, um den Vorsitz im Aussichtsrat der Deutschen Bank anzutreten. Für die Assekuranz ist es ein schwacher Trost, wenn Achleitner gleichzeitig feststellt, dass die Regulierung, der die Versicherer unterliegen, im Vergleich zu den Restriktionen und Auflagen, denen das Bankgeschäft heutzutage ausgesetzt sei, geradezu harmlos ist.

Geldpolitik

Nach EZB-Knaller – Kaufen Sie jetzt Aktien exportstarker Unternehmen

Nach der massiven Abwertung zum Dollar sei der Euro von seinem fairen Wert nicht allzu weit entfernt. Der Kauf von Aktien exportstarker Unternehmen aus Deutschland und Europa sei jetzt erst recht angesagt. Das sagte uns der Chef von Deutsche Asset & Wealth Management (DAWM), Michele Faissola, der zugleich dem 22-köpfigen Group Executive Committee der Deutschen Bank angehört, bei einem Treffen in Davos, wo das World Economic Forum am Samstag zu Ende ging. Den Ölpreis sieht Faissola längerfristig auf niedrigem Niveau. Die stark veränderten Energiepreise seien von erheblichem Einfluss auf die „Weltordnung““. Die Karten zwischen Ländern, Branchen und Unternehmen würden völlig neu gemischt. Das werde massive Auswirkungen auf die Bewertung von Aktien haben. Deren z. T. völlig neue Einordnung in einer Welt mit veränderten Energiepreisen gehöre derzeit zu den anspruchsvollsten Aufgaben in den Research-Abteilungen der Banken.

Geldpolitik

Die Börse bedankt sich bei Draghi

Viel harsche Kritik aus Deutschland musste EZB-Präsident Mario Draghi für sein mehr als 1,1 Billionen Euro schweres Anleihenkaufprogramm einstecken. Insbesondere Wirtschaftsprofessoren, Banker und Versicherungsvertreter wettern gegen die gewaltige Geldschwemme aus Frankfurt. An der Börse wurde Draghi hingegen regelrecht gefeiert, lieferte der EZB-Präsident den Investoren doch ein noch größeres Geschenk als sie sich erhofft hatten. Am Tag nach dem EZB-Paukenschlag schnellte der DAX zeitweise auf ein Allzeithoch von 10 704 Punkten, während der Euro in der Spitze auf 1,115 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003 absackte. Von der Euro-Schwäche profitierten vor allem die Autowerte BMW, Daimler und VW, deren Absatzchancen auf dem wichtigen US-Markt gestiegen sind. Leicht getrübt wurde die Party-
laune der Börsianer am Freitag lediglich von den griechischen Parlamentswahlen am Sonntag.

Immobilien

Die Asset-Klassen der Reichen – Gold und Schweizer Immobilien

Gestandene Manager, von denen wir beim WEF in Davos eine Vielzahl trafen, sorgen sich zunehmend um die Stabilität des Geldes und ihres Vermögens. Vor allem deutsche Führungskräfte begegnen den jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der EZB mit großer Skepsis und passen ihre Vermögensanlage entsprechend an. So ist von physischem Gold, dann aber gleich in Barren-Stückelung, im häuslichen Tresor ebenso vermehrt die Rede wie von Immobilienbesitz in der Schweiz. Das Büro von Engel & Völker in Davos (Promenade 83) wird in den Tagen des WEF von Teilnehmern jedenfalls häufiger aufgesucht als sonst.

Geldpolitik

Draghis brachiale Führungsstärke beeindruckt die Märkte

Lange hatte EZB-Präsident Mario Draghi auf diesen Tag hingearbeitet. Nichts weniger als ein Befreiungsschlag für die wirtschaftlich dümpelnde Euro-Zone schwebte dem Zentralbank-Chef vor. Seit Monaten hat Draghi die Märkte auf ein gewaltiges Anleihenkauf-Programm eingestimmt und die Erwartungen an den Kapitalmärkten geschürt. Sehenden Auges hatte Draghi damit für sich die Fallhöhe auf ein schwindelerregendes Niveau gedreht, sollte er die Märkte mit seinen Ankündigungen enttäuschen. Doch allen Widerständen aus Deutschland und anderen Nordländern zum Trotz zog der Italiener seinen Stiefel durch und lieferte den Märkten sogar noch einen Schnaps mehr als diese sich in ihren kühnsten Träumen gewünscht haben.

Geldpolitik

Oracle in guter Ausgangslage

Die Zeiten, in denen sich die internationalen Aktienmärkte mehr oder weniger im Gleichklang bewegt haben, scheinen vorerst vorüber zu sein. Während die Kurse in Europa seit Jahresbeginn mehr als deutlich im Plus liegen, haben sich die großen Indizes an der Wall Street kaum vom Fleck bewegt. Erklären lässt sich das u. a. durch die Geldpolitik der Notenbanken. Während die EZB gerade anfängt, die Märkte mit Liquidität zu fluten, gehen die entsprechenden Programme der Fed schon wieder zu Ende. Die internationalen Fondsmanager haben europäische und vor allem deutsche Aktien genau aus diesem Grund schon länger ganz klar übergewichtet.

Immobilien

„Solange es den Euro gibt, bleiben die Zinsen unten“

Den Reigen der immobilienwirtschaftlichen Tagungen eröffnete am Montag traditionell die Veranstaltung des Verbandes der Immobilienbewerter BIIS. Ein positives Bild für den deutschen Immobilienmarkt zeichnete ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Geldpolitik

EZB vor dem großen Paukenschlag

Seit der Finanzkrise 2008/09 versuchen die internationalen Notenbanken mehr oder weniger verdeckt von Währungsverlusten  zu Gunsten ihrer heimischen Konjunktur zu profitieren. Die wirksamste Waffe ist ihre Geldpolitik, zunächst die Zinssätze und dann Maßnahmen des Quantitative Easings (QE).

Geldpolitik

Bremst die Deflation die Fed aus?

Weltweit setzt sich der Rückgang von Inflation und Zinsen weitgehend ungebremst fort. Die Aufgabe einer festen Parität zum Euro durch die Schweizerische Nationalbank ist nur ein Mosaiksteinchen. Jetzt beschleunigt sich auch der Preis- und Zinsrutsch in der Schweiz. Zehnjährige Staatsanleihen wiesen kurzfristig sogar negative Renditen auf. Die Verzinsung deutscher Staatsanleihen sank für die gleiche Laufzeit unter 0,4%. Zweijährige Papiere rentieren mit -0,15%. In dieser Laufzeit sind die Zinsen unter anderem in Belgien, Dänemark, Niederlande, Frankreich und Japan ebenfalls negativ.

Geldpolitik

Woche der Entscheidung für Europa

Nach dem Franken-Schock am vergangenen Donnerstag richten die Märkte ihre Blicke diese Woche wieder voll auf die EZB und Griechenland. Am 22.1. wird EZB-Präsident Mario Draghi aller Voraussicht nach sein umstrittenes Programm zum massenhaften Ankauf von Staatsanleihen verkünden. Nur wenige Tage später, am 25.1. wählen die Griechen ein neues Parlament. Während die Märkte bei Draghis Kaufprogramm vor allem auf die Konditionen und das Volumen schauen werden, müssen sie in Griechenland um die politische Stabilität des Landes bangen.

Versicherungen

Geldpolitik der EZB – Segen für die Aktienkultur

Die Direktbanken (Comdirect, Consors, DAB-Bank und ING-DiBa) sorgen sich um die Aktienkultur im „Entwicklungsland““ Deutschland. Mit der „Aktion pro Aktie““ wollen sie dagegen halten und ihr immer noch unbefriedigendes Online-Brokerage in Schwung bringen. Dieser Werbefeldzug, der am 30.1. in Frankfurt gestartet wird, könnte diesmal sogar Erfolg bringen, aber nicht, weil die Online-Banker so findig und einfallsreich sind, dass sie die dem Deutschen angeborene Skepsis gegenüber Aktien über Nacht beenden.

Geldpolitik

BaFin – König-Nachfolge soll bis Ende Januar geklärt sein

„Ab Ende Februar sind wir dann mal weg““, kommentierte BaFin-Präsidentin Elke König auf dem Neujahrsempfang ihrer Behörde in Frankfurt den bevorstehenden Wechsel an der Führungsspitze der Allfinanzaufsicht. Zusammen mit König, die als Chefin zur neuen EU-Bankenabwicklungsbehörde nach Brüssel geht, verabschiedet sich auch Vizepräsident Karl-Burkhard Caspari in den Ruhestand. Für die BaFin, die erst im November den Verlust der Hoheit über die Aufsicht der deutschen Großbanken an die EZB verkraften musste, bedeutet der Doppelwechsel an der Führungspitze denn auch den nächsten Umbruch. Unter Königs Ägide gelang es der BaFin, den während der Finanzkrise erlittenen Ansehensverlust weitgehend wieder wett zu machen.

Geldpolitik

Drei geschenkte Konjunktur Programme für Deutschland

Ohne eigenes Zutun fallen den international aufgestellten deutschen Unternehmen derzeit gleich drei Konjunkturprogramme in den Schoß. Zwei davon haben sie EZB-Präsident Mario Draghi zu verdanken: die niedrigen Zinsen und den Absturz des Euro gegenüber dem Dollar, der seit Draghis verbalem Schwenk von einem stabilen zu einem weichen Euro Mitte vergangenen Jahres zum Greenback fast 17% verloren hat.

Geldpolitik

Draghi zwingt Schweizerische Nationalbank zur Kapitulation

Sollte das letzte Indiz für Mario Draghis Absicht, schon in der kommenden Woche den Startschuss für den massenhaften Ankauf von Staatsanleihen (Quantitative Easing) abzufeuern, noch gefehlt haben, dann hat es am Donnerstag die Schweizerische Nationalbank (SNB) geliefert. Eine Woche vor der entscheidenden Sitzung des EZB-Rats am 22.1. hat die SNB den bislang eisern verteidigten Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken völlig überraschend aufgegeben.

Geldpolitik

Viel Anerkennung für Karl Otto Pöhl und die Deutsche Bundesbank

Auf den Tag genau fünf Wochen nach dem Tod von Alt-Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl in seiner Schweizer Wahlheimat fand gestern unter großer Anteilnahme der Financial Community im Frankfurter Gästehaus der Deutschen Bundesbank die Gedenkfeier statt. Sie wurde von eindrucksvollen Reden geprägt. So erinnerte der Hausherr, Jens Weidmann, an die geldpolitisch turbulenten Jahre zu Beginn von Pöhls Amtszeit (1980-1992).

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