Europäische Zentralbank (EZB)

24. August 2015 Geldpolitik

Sondereffekte überlagern Ergebnis der HSH Nordbank

Am Freitag präsentiert die HSH Nordbank das Ergebnis für das erste Halbjahr. Die Zahlen fallen in eine Zeit, in der Brüssel, die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein und möglicherweise auch die EZB-Bankenaufsicht über die Zukunft des Instituts entscheiden (s. PLATOW v. 21.8.). Auch wenn man genau hinsieht, bleibt es auf Grund der Regelungen zur Ländergarantie schwierig, ein klares Bild von der operativen Entwicklung der Bank zu bekommen. Diese hat sich nach unseren Informationen zumindest für die Kernbank trotz eines schwierigen Marktumfelds verbessert. Insgesamt wird die HSH Nordbank allerdings wohl nur halb so viel Gewinn vor Steuern ausweisen wie im vergangenen Jahr, als noch rund 400 Mio. Euro verdient wurden.

19. August 2015 Geldpolitik

HSH Nordbank – Länder und EU wollen sich bis Oktober einigen

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In einer Woche (28.8.) lädt die HSH Nordbank zur Halbjahres-PK. Das Interesse an den Zahlen, die keineswegs glanzvoll sind, für das Gesamtjahr aber zumindest auf ein operativ knapp positives Ergebnis hoffen lassen, dürfte allerdings gering sein. Weit wichtiger ist die immer noch unbeantwortete Frage nach der Zukunft der Bank. Die Antwort darauf werden Vorstandschef Constantin von Oesterreich und sein aufstrebender Stellvertreter und Finanzvorstand Stefan Ermisch allerdings schuldig bleiben müssen. Noch immer zieren sich die Länder Hamburg und vor allem Schleswig-Holstein, die zusammen 85% der HSH-Anteile halten, einer Regelung zuzustimmen, die sie am Ende Milliarden kosten wird.

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17. August 2015 Asset Management

DZ Bank und WGZ Bank mit starkem ersten Halbjahr

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Die DZ Bank und die WGZ Bank legen in der kommenden Woche ihre Halbzeitergebnisse vor. Nach unseren Informationen ist es für die beiden genossenschaftlichen Zentralbanken trotz Bankenabgabe und Regulatorik in den ersten sechs Monaten gut gelaufen. Die DZ Bank soll sich beim Ergebnis vor Steuern per 30.6. bereits nah an die von Vorstandschef Wolfgang Kirsch im Frühjahr abgegebene Jahresprognose von 1,5 Mrd. Euro heran gerobbt haben.

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12. August 2015 Geldpolitik

Yuan-Abwertung – Peking folgt nur den anderen

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An drei Börsentagen hintereinander ging es mit dem Yuan abwärts, um insgesamt knapp 5%. Damit passt sich China, das seine Währung bisher in einem engen Band zum Dollar schwanken ließ, den Marktkräften an. Das tägliche Fixing orientiert sich jeweils am Schlusskurs des Vortages. Die Reise kann also durchaus auch mal wieder nach oben gehen.

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10. August 2015 Geldpolitik

Neue Milliarden für Griechenland – Auf die Große Koalition ist Verlass

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Vor gut drei Wochen votierte der Bundestag mit den Stimmen der Koalition aus CDU/CSU und SPD mit großer Mehrheit (439 von 621 Stimmen) für die Aufnahme von Verhandlungen für ein drittes Griechenland-Hilfspaket über ca. 86 Mrd. Euro. Dieser bloßen Mandatserteilung für neue Gespräche mochten sich seinerzeit nur 60 Unions-Abgeordnete verweigern.

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30. Juli 2015 Geldpolitik

Richterspruch freut nicht alle Heta-Gläubiger

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Die jüngste Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichts, dass den von der Regierung in Wien beschlossenen Schuldenschnitt für die Nachrang-Gläubiger der HGAA-Nachfolgerin Heta für nichtig erklärt hat, wird von manchen Gläubigern mit gemischten Gefühlen gesehen. Grundsätzlich positiv ist zwar, dass das Gericht die Politik in die Schranken gewiesen hat und damit auch die Chancen steigen dürften, dass das Zahlungsmoratorium der Heta aufgehoben und Wien eine Einigung mit den Gläubigern auf dem Verhandlungswege suchen wird, wie dies mit der BayernLB als größtem Gläubiger aktuell bereits geschieht.

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23. Juli 2015 Geldpolitik

Regulierung von Staatsanleihen im Bankbesitz wird immer dringlicher

Seit der Finanzkrise sind Bankenaufseher und Regierungen darum bemüht, die Finanzinstitute weltweit sicherer zu machen. Die Eigenkapitalunterlegungen für deren Geschäfte werden erhöht, zusätzliche Puffer bei systemrelevanten Banken eingeführt. Dominoeffekte wie in der Finanzkrise 2008/09 soll es nicht mehr geben können.

16. Juli 2015 Geldpolitik

Euro nimmt den Abwärtstrend wieder auf

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Die Entwicklung des Euro gab schon während der Krise um Griechenland immer wieder Rätsel auf. Während die Aktienmärkte gemäß des täglichen Auf und Ab in den Verhandlungen mehr oder weniger verrücktspielten, zeichnete sich die Parität zum Greenback durch ausgesprochene Konstanz aus. Der Euro-Kurs schwankte lediglich zwischen 1,09 und 1,12 US-Dollar, als Politiker und Währungshüter um seine Existenz bangten.

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15. Juli 2015 Geldpolitik

Nach Parlamentsvotum – Rettungsmaschine für Griechenland läuft an

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Mit Hilfe der Opposition hat Griechenlands Premier Alexis Tsipras das erste von den Gläubigern geforderte Reformpaket mit großer Mehrheit durchs Parlament gebracht. Die Börse quittierte die Entscheidung am Donnerstag mit Erleichterung und Kursgewinnen im DAX. Die griechischen Parlamentarier müssen spätestens am 22.7. zwar noch einmal ran, die dann anstehende Verabschiedung einer neue Zivilprozessordnung sowie die Umsetzung der EU-Richtline zur Bankenabwicklung dürfte den Abgeordneten allerdings deutlich leichter fallen als die nun beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Reform des Rentensystems.

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15. Juli 2015 Geldpolitik

Genossenschaftsbanken – Noch sind die Niedrigzinsen gut verschmerzbar

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Wenn Uwe Fröhlich auf die Niedrigzinspolitik der EZB und die steigenden Regulierungskosten zu sprechen kommt, bilden sich regelmäßig Sorgenfalten auf der Stirn des BVR-Präsidenten. Drohen diese beiden Entwicklungen doch langfristig das Geschäftsmodell der Volks- und Raiffeisenbanken zu gefährden. Tatsächlich ist das Zinsergebnis die mit weitem Abstand wichtigste Ertragsquelle der Genossenschaftsbanken.

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13. Juli 2015 Geldpolitik

Nord/LB-Chef Gunter Dunkel – Eigentümer halten Rennen um Nachfolge offen

Schon vor geraumer Zeit hat Nord/LB-Chef Gunter Dunkel die wichtigsten Vertreter der Träger über seine weitere Lebensplanung informiert. Demnach will Dunkel Ende 2016 seinen Posten als Nord/LB-Vorsteher räumen. Dunkel hat den Rückzugstermin mit Bedacht gewählt. Denn bis Herbst 2016 läuft noch seine Amtszeit als VÖB-Präsident. Nach den VÖB-Statuten muss der Präsident amtierender Vorstand eines Mitgliedsinstituts sein.

13. Juli 2015 Geldpolitik

Griechenland – Umschuldung durch die Hintertür

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Im Vorfeld der langen Gipfel-Nacht von Brüssel am vergangenen Wochenende hatte sich Kanzlerin Angela Merkel noch einmal festgelegt. Ein „klassischer““ Schuldenschnitt sei mit ihr nicht zu machen, ließ die Kanzlerin verlauten. Auf Druck Merkels wurde in die Abschlusserklärung zum Euro-Gipfel denn auch eine Passage aufgenommen, in der es heißt, dass ein „nominaler““ Schuldenschnitt nicht durchgeführt werden könne.

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9. Juli 2015 Geldpolitik

Griechenland – Drama mit Happy End

Dass das griechische Schuldendrama nach wochenlangem Auf und Ab nun doch mit einem Happy End schließt, hat auch damit zu tun, dass die handelnden Personen ihre Rollen auf der weltpolitischen Bühne und vor den Augen eines Millionenpublikums bis auf wenige Ausnahmen perfekt gespielt haben. Allen voran Angela Merkel, die es als deutsche Kanzlerin geschickt verstanden hat, sich weder als Hardliner noch als zu nachgiebig vorschnell zu positionieren, sondern zunächst jeweils andere für sich sprechen ließ.

6. Juli 2015 Geldpolitik

Europas Wirtschaft brummt trotz Hellas-Krise

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Was wäre in Europa los, wenn sich das aktuelle Griechenland-Drama vor der Kulisse einer schweren Wirtschaftskrise, wie sie ab 2008 in der westlichen Welt tobte, abspielen würde?

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6. Juli 2015 Geldpolitik

Tsipras hat innenpolitisch jetzt den Rücken frei für Zugeständnisse

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Mit dem klaren Sieg bei dem Referendum am vergangenen Sonntag hat Griechen-Premier Alexis Tsipras seine Machtbasis vor allem im eigenen Lager gestärkt. Tatsächlich wirkte Tsipras nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den Gläubigern wie ein Getriebener, der kaum eine Chance sah, die Reformforderungen der Geldgeber durch das griechische Parlament zu bringen.

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1. Juli 2015 Geldpolitik

Griechenland-Rettung muss auf neue Füße gestellt werden

Seit nunmehr fünf Jahren doktern Brüssel, IWF und EZB am griechischen Patienten herum. Doch Besserung wollte sich kaum einstellen. Die wenigen Fortschritte, die Griechenland gemacht hatte, hat die linksradikale Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras durch ihre Weigerung, die verordnete Medizin weiter zu schlucken, zunichte gemacht. Inzwischen ist der Patient ins Koma gefallen, nur noch notdürftig vom Tropf der EZB mit Liquidität versorgt. Daran hat auch der von Kanzlerin Angela Merkel ins Rettungsteam genötigte IWF mit seiner Schulden-Expertise nicht viel ändern können.

1. Juli 2015 Geldpolitik

Deutsche Bank – Warum Jain wirklich gehen musste

Unbeirrt hält die Deutsche Bank an ihrer offiziellen Version zum Rückzug von Co-Vorstandschef Anshu Jain, der das Haus zum Monatswechsel verlassen hat, fest. Jain habe sich ebenso wie Co-Chef Jürgen Fitschen aus freien Stücken zum Rücktritt entschieden. Spekulationen über eine Einflussnahme der BaFin auf Jains Rücktrittsentscheidung werden von der Deutschen Bank denn auch vehement dementiert.

29. Juni 2015 Geldpolitik

Alexis Tsipras – Der große Irrtum von Brüssel

Es ist schon erstaunlich, wie lange die ideologische Verbohrtheit des Alexis Tsipras in Brüssel ignoriert wurde bzw. kein Thema sein durfte. Das die Nerven strapazierende Auf und Ab im wochenlangen Tauziehen zwischen den Institutionen mit EU-Kommission, IWF sowie EZB einerseits und der Athener Regierung andererseits um eine Auflösung des Schuldendramas wurde stattdessen immer wieder begleitet von häufig auch im Bild festgehaltenen und um die Welt geschickten Verbrüderungsszenen.

29. Juni 2015 Geldpolitik

Brüssel plant offensichtlich schon für die Zeit nach Tsipras

Das anfängliche Entsetzen der Griechenland-Gläubiger nach der überraschenden Ankündigung von Griechen-Premier Alexis Tsipras, ein Referendum über die Reformforderungen der Troika abhalten zu wollen, hat sich auffallend rasch verflüchtigt. Tatsächlich hätte Tsipras den Gläubigern kaum einen größeren Gefallen tun können.

25. Juni 2015 Geldpolitik

Wirtschaft im Euro-Gebiet kommt in Schwung

Das griechische Schuldendrama überlagert die wirtschaftlichen Fortschritte in der Euro-Zone. Vor allem das Geschäftsklima in Italien hat sich verbessert. Der vom Istituto Nazionale di Statistica in Rom erhobene Index stieg um 2,5 Zähler und erreichte mit 104,3 Punkten den höchsten Stand seit Mai 2008.

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