Europäische Zentralbank (EZB)

26. Oktober 2014 Geldpolitik

Banken – Nach dem Stresstest ist vor den Quartalszahlen

Kaum haben die Banken den Asset Quality Review (AQR) und den Stresstest überstanden, richten sich die Blicke auch schon auf die anstehende Veröffentlichung des Zahlenwerks für das dritte Quartal. Die von der EZB am Sonntag publizierten Detail-Auswertungen des AQR und des Stresstests, die einen tiefen Einblick in die Bankbilanzen und der Asset-Struktur erlauben, dürften für so machen fleißigen Analysten eine regelrechte Fundgrube für scharfsinnige Analysen sein.

26. Oktober 2014 Immobilien

Special – Immobilien im „Draghi-Boom“

Die „Null-Zins-Politik“ der EZB hat die Preise von Immobilien in Ballungsgebieten und anderen Bestlagen auf Rekordhöhen gehievt. Jetzt schwächeln der Euro und die Konjunktur auch. Für Immobilien sind das nicht die besten Voraussetzungen, um im Wert weiter zu steigen. Im neuen PLATOW Special „Immobilien im Draghi-Boom“ (28 S.; 34 Euro für Abonnenten) analysieren Experten, wo Gefahren lauern und wo sich Nischen auftun.

23. Oktober 2014 Geldpolitik

Banken und EZB reden sich den Stresstest schön

Es hatte in den vergangenen Monaten zeitweise mächtig gerumpelt zwischen den Banken und der EZB. Noch Anfang September beklagte sich DSGV-Präsident Georg Fahrenschon öffentlich über Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten bei dem von der EZB und der europäischen Aufsichtsbehörde EBA gemeinsam durchgeführten Banken-Stresstest.

23. Oktober 2014 Immobilien

Catella sieht gewaltigen Anlagebedarf in Europa

Im Vergleich zu 2007, dem letzten Boomjahr vor der Finanzkrise, habe sich das Kapitalvolumen, das für europäische Immobilieninvestitionen bereitstehe, von 250 Mrd. Euro auf 515 Mrd. Euro mehr als verdoppelt, berichtet Thomas Beyerle, Group Head of Research bei Catella.

19. Oktober 2014 Geldpolitik

Die Konjunktur-Panik ist völlig übertrieben

Die von interessierter Seite vorwiegend über angelsächsische Medien wie die „Financial Times“ geschürten Ängste vor einer von Europa ausgelösten Weltwirtschaftskrise sind völlig überzogen und dienen offensichtlich vor allem der Suche nach einem Sündenbock, dem die Schuld an einer möglichen Verlangsamung der US-Konjunktur in die Schuhe geschoben werden soll. In wenigen Wochen finden in den USA Kongresswahlen statt und US-Präsident Barack Obama muss um seine Mehrheit im Senat bangen. Da machen sich schlechte Nachrichten von der Konjunktur-Front nicht gut. Die USA drängen deshalb darauf, dass die EZB endlich ein QE-Programm auflegt und Deutschland mehr Schulden machen soll, um das Wachstum in Europa zu fördern.

19. Oktober 2014 Geldpolitik

DekaBank – Zähe Verhandlungen über Behrens‘ Auflösungsvertrag

Eigentlich wollte DekaBank-Vize Oliver Behrens das Wertpapierhaus bereits Ende vergangenen Monats verlassen, um sich neuen Aufgaben außerhalb der Sparkassen-Organisation zu widmen. Doch die Verhandlungen im Verwaltungsrat über die Konditionen des Auflösungsvertrags ziehen sich länger hin als erwartet. Das liegt aber offensichtlich weniger an Behrens, der sich dem Vernehmen nach durchaus kompromissbereit zeigen soll, sondern vielmehr an Machtscharmützeln zwischen Verwaltungsratschef Georg Fahrenschon und seinen Gegenspielern innerhalb der Sparkassen-Organisation. So soll der DSGV-Präsident, der eine schnelle Einigung angestrebt hatte, nach Ansicht seiner Kritiker voreilig Zugeständnisse gemacht und juristische Fallstricke übersehen haben. Der Vertrag von Behrens, der nach der erzwungenen Demission des damaligen DekaBank-Chefs Franz Waas den Fondsdienstleister kommissarisch geführt hatte, läuft noch bis Ende 2015.

19. Oktober 2014 Geldpolitik

Investmentbank Morgan Stanley rockt die Wall Street

Während die europäischen Banken unter der Knute der Regulierung stöhnen und in den vergangenen Monaten vor allem mit der Durchführung des EZB-Stresstests beschäftigt waren, sind die US-Großbanken längst schon wieder in Partylaune. Die milliardenschweren Strafzahlungen wegen des Fehlverhaltens während der Finanzkrise sind weitgehend durch und im Kapitalmarktgeschäft, das in Europa fast schon als ein wenig anrüchig gilt, lässt sich wieder dickes Geld verdienen. Insbesondere der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, der auf Grund des extrem niedrigen Zinsniveaus in den vergangenen Quartalen brachenweit für Sorgenfalten sorgte, kam im dritten Quartal endlich wieder in Schwung.

16. Oktober 2014 Geldpolitik

EZB-Chef Mario Draghi will seine deutschen Kritiker überzeugen

Einmal im Jahr lädt die EZB zu „European Cultural Days“ nach Frankfurt in die Alte Oper, diesmal in Kooperation mit Bulgarien, das seit 2012 Euroland ist. Wohl selten zuvor ging ein EZB-Präsident bei der Begrüßung seiner Gäste zu diesem Kultur-Event so in die Details seiner Geldpolitik. Mario Draghi, das war ihm anzumerken, war es an diesem Abend ein inneres Bedürfnis, auch in diesem Kreis nicht nur über das klassische Musikprogramm, sondern auch über Geldpolitik zu sprechen.

16. Oktober 2014 Geldpolitik

Union sucht nach Rezepten gegen Bedrohung durch die AfD

Die Union reagiert zunehmend nervös auf die neue Konkurrenz von den Euro-Skeptikern der AfD. Seit sich die Anzeichen für eine Abschwächung der deutschen Konjunktur mehren, wächst in CDU-Kreisen die Sorge vor einer wachsenden Anziehungskraft der AfD auf konservative und wirtschaftsnahe Unionsanhänger. Gerade diese Stammklientel der Union fühlt sich von Kanzlerin Angela Merkels liberalen Öffnungskurs und ihrer von Meinungsumfragen und aktuellen Ereignissen getriebenen Politik zunehmend verprellt.

16. Oktober 2014 Geldpolitik

BayernLB mit starkem Q3

Die BayernLB hat das dritte Quartal dem Vernehmen nach deutlich besser abgeschlossen als im Vorjahr. Dies war am Rande der PK zur gerade eingereichten Verfassungsklage gegen das vom österreichischen Parlament verabschiedete HGAA-Sanierungsgesetz zu hören. Im Q3 2013 hatte die Bank vor Steuern 54 Mio. Euro verdient, darin enthalten war eine Belastung in Höhe von 64 Mio. Euro aus dem Verkauf der bulgarischen MKB-Tochter Union Bank.

14. Oktober 2014 Geldpolitik

Stresstest – Vier deutsche Banken mit rotem Fähnchen

Von den insgesamt 24 deutschen Banken, die sich derzeit dem von der EZB und der europäischen Aufsichtsbehörde EBA organisierten Stresstest unterziehen, sollen nach unseren Informationen vier Institute ein rotes Fähnchen verpasst bekommen haben.

14. Oktober 2014 Geldpolitik

Kreditaufsicht – Berlin lässt Bundesbank im Regen stehen

Mit ihrer Forderung nach einer gesetzlichen Verankerung der Deutschen Bundesbank als mit der BaFin gleichberechtigter Ansprechpartner der EZB, die ab 4.11. die Bankenaufsicht in der Euro-Zone übernimmt, beißt die Frankfurter Währungsbehörde in Berlin auf Granit.

14. Oktober 2014 Geldpolitik

ABS-Käufe – Fitschen steht nur halbherzig hinter Weidmann

Das von Mario Draghi durchgedrückte Programm zum Ankauf strukturierter Wertpapiere (ABS), die vornehmlich mit Unternehmensanleihen aus der Euro-Zone besichert sind, spaltet nicht nur den EZB-Rat, sondern offensichtlich auch den Bundesverband deutscher Banken. Anders ist es jedenfalls kaum zu erklären, dass BdB-Präsident Jürgen Fitschen auf der Verbands-PK in Washington ungewohnt herum lavierte, als das Thema der geplanten ABS-Käufe der EZB zur Sprache kam.

12. Oktober 2014 Geldpolitik

USA in großer Sorge um die eigene Konjunktur

Auf seiner Herbsttagung in Washington hält der IWF mit Christine Lagarde als geschäftsführender Direktorin zurzeit Hof. Die auf Grund ihres Think Tanks sehr angesehene und dank der geballten Kraft der USA, die 16,75% der Anteile hält, sehr einflussreiche Institution wird traditionell von einem Europäer und derzeit erstmals von einer Frau geführt. Dennoch gilt der 188 Mitgliedstaaten umfassende IWF trotz seiner Supranationalität als verlängerter Arm amerikanischer Interessen, was sich aktuell besonders gut belegen lässt. Angesichts schrumpfender Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern und einer längst nicht mehr so dynamischen Volksrepublik China sorgt sich Amerika um das eigene Wachstum. Entsprechend hat der IWF den Auftrag, sich Europa und vor allem Deutschland vorzuknöpfen, wo das Wachstum unbefriedigend ist. Im IWF-Ausblick für die Weltwirtschaft (s. auch PLATOW v. 8.10.) bekamen beide bereits ihr Fett.

12. Oktober 2014 Geldpolitik

Draghi wird den Fall des Euros auch bei 1,20 je Dollar nicht stoppen

Die Aussicht auf eine spätere Zinserhöhung in den USA verschaffte dem Euro eine kleine Atempause in seinem Sturzflug. Seit Anfang Mai war die EU-Devise gegenüber dem Greenback um mehr als 10% von 1,40 auf im Tief 1,25 je US-Dollar gefallen. Die Erholung reichte bisher bis auf etwas über 1,27 Dollar und dürfte bestenfalls eine zeitweilige Seitwärtskonsolidierung einleiten.

9. Oktober 2014 Geldpolitik

Weidmanns Kampf gegen QE – Die Heimatfront gerät ins Wanken

Wie ein Löwe kämpft Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gegen das von EZB-Chef Mario Draghi geplante Programm zum massenhaften Ankauf von Anleihen (Quantitative Easing), um Inflation und Wachstum in der Euro-Zone anzukurbeln.

9. Oktober 2014 Immobilien

Compliance und Regulierung – Jobs wie Sand am Meer

Die Finanzkrise hat das Berufsbild des Bankers verändert. Kam es den Instituten in den Jahren vor dem Lehman-Zusammenbruch 2008 vor allem darauf an, Mitarbeiter für die Verkaufsfront zu gewinnen, müssen diese inzwischen um ihre Jobs bangen.

6. Oktober 2014 Geldpolitik

IWF-Jahrestagung ganz im Zeichen von Wachstum und Investitionen

Am kommenden Wochenende trifft sich in Washington die internationale Finanz-Elite zur gemeinsamen Jahrestagung von IWF und Weltbank. Standen in den vergangenen Jahren bei den G20-Treffen und IWF-Gremiensitzungen vor allem Regulierungsthemen auf der Tagesordnung der versammelten Finanzminister und Notenbanken-Chefs, rücken in diesem Jahr die Stärkung des globalen Wirtschaftswachstums und die Förderung von Infrastruktur-Investitionen in den Vordergrund der Beratungen.

6. Oktober 2014 Geldpolitik

Welche Medien Mario Draghi aus der Hand fressen

Mario Draghi spricht mit den Märkten und mit den Medien. Als einstiger Vice President von Goldman Sachs beherrscht er die Sprache der Märkte wie kein anderer auf dem Chefsessel der europäischen Notenbank vor ihm. Mit der in ruhigen Bahnen verlaufenden Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar um erstaunliche 10% in nur wenigen Monaten (seit Anfang Mai) ist Draghi ein Meisterstück gelungen (s. auch PLATOW v. 26. u. 29.9.).

5. Oktober 2014 Geldpolitik

EZB – Bedingt ramschbereit

Die Spatzen hatten es schon im Vorfeld der EZB-Ratssitzung in Neapel von den Dächern gepfiffen. Bei ihrem geplanten Kaufprogramm für strukturierte Wertpapiere (ABS) und Pfandbriefe wird die EZB auch vor dem Erwerb von Ramschpapieren aus den Krisenländern Griechenland und Zypern nicht zurückschrecken, um das gewünschte Volumen realisieren zu können.

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