Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Welche Medien Mario Draghi aus der Hand fressen

Mario Draghi spricht mit den Märkten und mit den Medien. Als einstiger Vice President von Goldman Sachs beherrscht er die Sprache der Märkte wie kein anderer auf dem Chefsessel der europäischen Notenbank vor ihm. Mit der in ruhigen Bahnen verlaufenden Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar um erstaunliche 10% in nur wenigen Monaten (seit Anfang Mai) ist Draghi ein Meisterstück gelungen (s. auch PLATOW v. 26. u. 29.9.).

Geldpolitik

EZB – Bedingt ramschbereit

Die Spatzen hatten es schon im Vorfeld der EZB-Ratssitzung in Neapel von den Dächern gepfiffen. Bei ihrem geplanten Kaufprogramm für strukturierte Wertpapiere (ABS) und Pfandbriefe wird die EZB auch vor dem Erwerb von Ramschpapieren aus den Krisenländern Griechenland und Zypern nicht zurückschrecken, um das gewünschte Volumen realisieren zu können.

Geldpolitik

Theodor Weimer – Nicht wieder eine Bank

Theodor Weimer liebt die klare Ansage. Solange er an der Spitze der HVB stehe, werde es für Privat- und Firmenkunden keine negativen Zinsen geben, sagte Weimer jetzt vor Frankfurter Journalisten in Anspielung auf von einigen Instituten auf Grund der Geldpolitik der EZB bereits erhobene Strafzinsen für geparktes Geld. „Wer auch immer zu uns kommt, den werden wir nicht dafür bestrafen, dass er uns Geld bringt“, gab sich Weimer kundenfreundlich.

Geldpolitik

Willkommene Abwertung beim Schweizer Franken

Für gewöhnlich liegen die Schweizer Zinsen unter denen Deutschlands und Europas, speziell im kurzfristigen Bereich, in dem die Notenbanken das Sagen haben. Deshalb waren die Devisenmärkte besonders gespannt, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) auf die negativen Einlagezinsen der EZB reagieren würde. Schließlich hätte der europäische Zinsrutsch neuen Aufwertungsdruck auf die Parität des Franken zum Euro ausüben können. Die SNB garantiert seit September 2011 einen Kurs von 1,20 CHF je Euro. Auf diesem Niveau kauft sie beliebig viel der EU-Devise, um eine weitere Franken-Aufwertung zu vermeiden. Nach anfänglichen Interventionen brauchte sie in den vergangenen Jahren nicht mehr einzugreifen, weil der Euro sich stets knapp über der Marke von 1,20 CHF behauptet.

Geldpolitik

Euroland verständigt sich heimlich auf eine Abwertungswährung

Nach offizieller Lesart darf die EZB gar keine Devisenpolitik betreiben. Fragen zu Wechselkursen weicht Mario Draghi auf den turnusmäßigen Pressekonferenzen stets aus. Auch am Donnerstag dieser Woche, wenn der EZB-Rat bei seiner zweiten auswärtigen Sitzung in diesem Jahr von Gastgeber Banca d’Italia empfangen wird, wird das nicht anders sein. Tatsächlich (s. auch PLATOW v. 26.9.) setzt der EZB-Präsident schon seit Wochen mit Erfolg den Hebel beim Wechselkurs an. Unterstützt wurde er namentlich von französischer und italienischer Seite. Aber auch Deutschland kommt mit einem schwächeren Euro gut klar. Große Teile seiner Wirtschaft leben vom Export. Die leichte konjunkturelle Abkühlung der weltweiten Nachfrage zwingt zu Zugeständnissen. Der schwächere Euro macht es den Produzenten leichter, auf den Weltmärkten zu konkurrieren.

Geldpolitik

Deutschland – Der Globalisierungsgewinner

Christian von Engelbrechten, Fondsexperte beim US-Vermögensverwalter Fidelity, erklärte Deutschland auf dem 7. PLATOWFORUM Beteiligungen zum Globalisierungsgewinner und untermauerte diese Einschätzung mit eindrucksvollen Zahlen. 1995 beliefen sich die deutschen Bruttoexporte auf knapp 25% des Volkseinkommens. 2013 war dieser Anteil auf über 50% gestiegen. Die anderen EU-Schwergewichte wie Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien lagen 1995 noch in etwa auf Augenhöhe mit Deutschland oder gar leicht besser, haben ihre Anteile, gemessen am jeweiligen BSP, in den 18 nachfolgenden Jahren aber nicht im Ansatz so steigern können.

Geldpolitik

Stresstest – Schäuble gibt Entwarnung

Viel Aufwand betreibt die EZB, die am 4.11. offiziell die Aufsicht über die gut 120 größten Banken der Euro-Zone übernimmt, um die Ergebnisse ihres Stresstests und Bilanzchecks bis zum voraussichtlichen Verkündungstermin am 26.10. geheim zu halten.

Geldpolitik

Euro-Abwertung – auf einmal geht es ganz einfach

Lange Zeit mühte sich EZB-Präsident Mario Draghi weitgehend vergebens, den Euro schwach zu reden. Eine offizielle Devisenkurspolitik wollte und konnte er nicht zugeben, obwohl er schon lange über eine entsprechende Mehrheit dafür im Zentralbankrat verfügte.

Asset Management

PLATOWFORUM – Plädoyer für Sachwerte

Experten aus der Beteiligungsbranche boten beim 7. PLATOWFORUM Einblicke ins Eingemachte. Das Anlagesegment wird vom Gesetzgeber zurzeit mächtig gefordert, profitiert aber von der EZB-Politik mit niedrigen Zinsen, die eine Flucht in Sachwerte auslöst.

Geldpolitik

Griechenland will von Krise nichts mehr hören

In Berlin geben sich derzeit die politischen Repräsentanten der Euro-Sorgenkinder die Klinke in die Hand. Erst machte Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls bei Angela Merkel seine Aufwartung, um die Kanzlerin von der Ernsthaftigkeit seines Reformprogramms zu überzeugen.

Geldpolitik

Ohne Staatsanleihekäufe fällt das Gelddrucken schwer

Das wichtigste Anliegen des EZB-Präsidenten ist es, die Bilanzsumme der Notenbank möglichst zügig auszuweiten. Das machte er auch bei seiner Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments deutlich.

Geldpolitik

Helaba – Ende der Bescheidenheit

Hans-Dieter Brenner gehört nicht gerade zu den Bank-Chefs, die permanent mit großspurigen Ankündigungen und vermeintlich innovativen Vorschlägen zur Politikberatung in die Öffentlichkeit drängen. Doch in der Helaba wissen sie das bodenständige und fast schon ein wenig biedere Auftreten ihres Vorstandschefs zu schätzen.

Geldpolitik

Zuviel Optimismus am Verfalltag mahnt zur Vorsicht

Der große Hexensabbat am vergangenen Freitag, an dem Aktienoptionen, Indexoptionen und Futures auf Indizes zur Abrechnung kamen, hatte es in sich. In vielen Kategorien kam es zu einem Shortsqueeze. Anleger, die Call-Optionen in Erwartung nur geringer Kursgewinne oder zur Erzielung zusätzlicher Erträge geshortet hatten, mussten diese bis unmittelbar zu den Abrechnungskursen decken, nahezu um jeden Preis.

Geldpolitik

Stresstest – EZB rudert bei Wahlfreiheit der Sprache zurück

Die von vielen Banken als teilweise recht chaotisch geschilderte Organisation des Stresstests (s. Brief v. 12.9.) ist um eine peinliche Anekdote reicher. In einer uns vorliegenden Mail der EZB an die Risiko- und Finanzvorstände aller geprüften Finanzinstitute teilt die Zentralbank mit, dass der so genannte Supervisory Dialogue nun doch auf Englisch stattzufinden habe. Eigentlich war den Häusern auf dem letzten Treffen mit der EZB am 27. und 28.8. für die Kommunikation mit der Aufsicht ausnahmsweise noch ein Wahlrecht bei der Sprache eingeräumt worden. Wenig überraschend hat offenbar eine große Zahl der europäischen Banken daraufhin für die eigene Heimatsprache optiert. Bedauerlicherweise, so die EZB nun, sei man logistisch jetzt aber nicht in der Lage, die zahlreichen Anfragen mit dem eigenen Übersetzungsdienst zu bearbeiten. Ein Outsourcing komme auf Grund der Sensitivität der Daten nicht in Frage, so dass der Supervisory Dialogue nun doch in Englisch abgehalten werden müsse.

Geldpolitik

Noch muss sich Draghi vor steigenden US-Zinsen nicht fürchten

Kapitalmärkte kennen keine Grenzen. Das weiß EZB-Präsident Mario Draghi nur zu gut. Deshalb muss die EZB bei ihren geldpolitischen Maßnahmen stets auch die Aktivitäten der amerikanischen Fed im Blick behalten. Dort bereitet seit Monaten Fed-Präsidentin Janet Yellen die Märkte auf eine Wende bei den US-Leitzinsen im kommenden Jahr vor. Entgegen manchen Erwartungen bestätigte die Fed auf ihrer jüngsten Offenmarktausschuss-Sitzung zwar ihre bisherige Niedrigzinspolitik und zerstreute damit Befürchtungen, die US-Notenbank könne die Zinsschraube schon früher als bislang erwartet anziehen.

Geldpolitik

Deflationsgefahr ist ein Chimäre, Herr Draghi

Die EZB ist dafür da, für Preisstabilität nahe 2% zu sorgen. Das ist ihr legitimer Auftrag. Doch das stimmt nur in der Theorie. Die Staaten sind gelähmt von hohen Schulden und die Politik zu Strukturreformen nicht bereit. Deshalb müssen Mario Draghi und seine Mitstreiter im EZB-Rat einspringen.

Geldpolitik

Kampf um QE – Wie Draghi die Festung Deutschland knacken will

Auch nach dem jüngsten Doppelbeschluss des EZB-Rats, den Leitzins auf 0,05% zu senken und ein Kaufprogramm für strukturierte Wertpapiere (ABS) und Pfandbriefe zu starten, arbeitet Mario Draghi weiter daran, den massenhaften Ankauf von Staatsanleihen salonfähig zu machen. Eine Mehrheit im EZB-Rat dürfte Draghi dafür bereits hinter sich haben.

Asset Management

DekaBank verliert Vize Behrens

Oliver Behrens, stellvertretender Vorstandschef der DekaBank, nimmt überraschend zum 30.9. seinen Hut. Wie wir hören, ist die Entscheidung kurzfristig gefallen. Behrens‘ Vertrag läuft eigentlich noch bis Dezember 2015. Der Verwaltungsrat hat erst am vergangenen Donnerstag die vorzeitige Vertragsaufhebung abgesegnet.

Geldpolitik

Nach dem aggressiven MDAX kommt jetzt der zahmere DAX

Zwei Abgänge und ein Zugang, lautet die Wochenbilanz im Derivate-Depot. Allen drei Scheinen ist gemeinsam, dass sie als Basiswert einen Aktienindex haben. Neben dem brasilianischen Bovespa, auf dessen Entwicklung wir im nächsten Artikel eingehen, waren dies der DAX und der MDAX.

Geldpolitik

Banken-Fitnesscheck – Es geht nur noch um Gesichtswahrung

In den kommenden Wochen wird die EZB den am Asset Quality Review teilnehmenden Banken erste Teilergebnisse des europaweiten Stresstests mitteilen. Doch schon jetzt liegen bei vielen Instituten die Nerven blank. Nicht wenige Banken fühlen sich von der schematischen Stresstest-Methodik der EZB und den teilweise als willkürlich empfundenen Annahmen, die kaum auf die spezifischen Besonderheiten der Einzelinstitute Rücksicht nehmen, ungerecht behandelt.

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