Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Euronext – Letzte Ausfahrt Börsengang

Das Umfeld für einen Börsengang könnte kaum besser sein. Angetrieben von den jüngsten Lockerungsübungen der EZB notieren die Aktienmärkte auf Rekordniveau. Gleichwohl dürfe für die Mehrländer-Börse Euronext der Gang aufs Parkett keineswegs ein Selbstläufer werden. Seit der Übernahme der Euronext durch die NYSE hat der europäische Handelsplatzbetreiber, zu dem auch die einst so stolze Pariser Börse gehört, rapide an Bedeutung verloren.

Geldpolitik

Jetzt bleiben Draghi nur noch die umstrittenen Anleihekäufe

EZB-Präsident Mario Draghi hat das Erwartbare geliefert. Die Jubelfanfaren an der Börse sind jedoch schnell wieder verklungen. Nur kurzzeitig schaffte der DAX den Sprung über die Schallmauer von 10 000 Punkten. Danach rutschte der Leitindex zeitweise sogar ins Minus.

Geldpolitik

Deutsche Bank-Kapitalerhöhung ist auch Signal an Barclays-Kunden

Gerade noch rechtzeitig ist am Donnerstag das Amtsgericht Frankfurt doch noch aus dem Quark gekommen und hat die exklusive Vorabkapitalerhöhung der Deutschen Bank, mit der sich Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani aus Katar für 1,75 Mrd. Euro knapp 6% an dem Institut sichert, in das Handelsregister eingetragen.

Geldpolitik

Wann kehrt die Angst zurück?

„ Das Maßnahmenpaket der Europäischen Zentralbank hat die Aktienmärkte am Donnerstagnachmittag doch noch einmal beflügelt. Letztendlich verlieh der angekündigte Ankauf von ABS-Papieren den Märkten die notwendige Fantasie. Zudem kündigte EZB-Präsident Mario Draghi an, dass man mit diesem Paket „noch nicht

Geldpolitik

Alle reden von Blasen

Ob der Euro-Wechselkurs oder Wachstumssorgen in Europas Süden die wahren Motive sind, die Mario Draghi dazu veranlassen, am kommenden Donnerstag nochmals an der Zinsschraube zu drehen, bleibt Interpretation und muss zwischen den Zeilen seines Statements gelesen werden. Offiziell wird es mindestens eine lupenreine geldpolitische Begründung von ihm geben, zumal der bis dahin vorliegende Datenkranz auch den notwendigen Input liefert.

Versicherungen

HSH Nordbank – EU-Entscheid zum Geschäftsmodell wohl erst 2015

Die HSH Nordbank muss mit Blick auf die erneute Prüfung ihres Geschäftsmodells etwas länger zittern. Zwar laufen bereits Gespräche mit Brüssel. Mit ihrer Entscheidung wird die Kommission aber dem Vernehmen nach warten, bis Asset Quality Review und Stresstest der EZB abgeschlossen sind. Sollte der Stresstest bestanden werden, wird aber wohl auch die EU beim Geschäftsmodell kaum den Daumen senken, so die Hoffnung.

Geldpolitik

Europa ruckelt sich zusammen

Was haben die sich für die kommende Woche abzeichnende EZB-Zinssenkung und das Wählervotum bei der Europawahl gemeinsam? Der voraussichtliche Zinsentscheid und der Wahlausgang tragen dazu bei, dass am Haus Europa weiter gebaut werden kann. Die EZB gibt mit ihrer nochmaligen geldpolitischen Lockerung Zuckerbrot.

Geldpolitik

Landesbanken arbeiten sich aus der Gefahrenzone

Nach der BayernLB, die bereits am Montag ihre Zahlen veröffentlicht hatte (s. Brief v. 26.5.), haben gestern auch Helaba und Nord/LB ihre Q1-Bilanz vorgelegt. Was alle Häuser eint, ist der gebannte Blick auf Stresstest und Asset Quality Review der EZB, der derzeit alle verfügbaren Ressourcen bindet. Hier hat die vom Freistaat üppig mit Milliarden ausgestattete BayernLB unter ihrem neuen Vormann Johannes-Jörg Riegler mit 13,7% Kernkapital (CET 1) naturgemäß die Nase vorn.

Geldpolitik

Fröhlichs Loblied auf dezentrale Strukturen

Die verschärfte staatliche Regulierung des Bankensektors ginge in die falsche Richtung, wenn dadurch große Banken noch größer und kleine ganz verschwinden würden. Diese Ansicht vertritt nicht ganz unerwartet Uwe Fröhlich, der als BVR-Präsident eine kleinteilige und sehr dezentale Bankengruppe führt.

Geldpolitik

Draghi ist nicht der „Wunderheiler“

Mario Draghi könnte es wie Alan Greenspan gehen. Als dieser nach fast 19-jähriger Amtszeit 2006 verabschiedet wurde, feierten die Medien ihn als genialen „Magier“ und „Maestro“ der Geld-märkte. Alles habe der „Hexer der Fed“, der „Heilige Alan“, der „Superspan“ während seiner Regentschaft richtig gemacht. Wenig später, auf dem Höhepunkt der Finanz- und Schuldenkrise 2008, ließen ihn dieselben Medien fallen wie eine heiße Kartoffel. Mit seiner Flutung der Geldmärkte habe er die in die Katastrophe führenden Übertreibungen erst herausgefordert. Draghi wird seit seiner Londoner Rede Ende Juli 2012, als er die Bereitschaft der EZB ankündigte, innerhalb ihres Mandats „alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“, mit ähnlichen Superlativen bedacht: „Wunderheiler“ und „Retter des Euro“ heißt es da. Für den Herausgeber des Handelsblatts ist „Mario Caesar Draghi“ sogar zum „mächtigsten Mann Europas“ aufgestiegen.

Geldpolitik

Dem deutschen Arbeiternehmer geht es schon länger gut

Mit Lohn- und Gehaltsdumping hätte sich Deutschland in den zurückliegenden Jahren auf dem Rücken seiner Arbeitnehmer innerhalb Europas Wettbewerbsvorteile verschafft. Diesem gern vorgebrachten Argument hielt erst unlängst der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet entgegen, dass er in den Jahren seiner Amtszeit (2003-11) ein Deutschland erlebt habe, dessen Arbeitnehmerschaft keineswegs verarmt gewesen sei. Trichet, der privat einen wenig abgehoben Lebensstil in Frankfurt pflegte und den der aufmerksame Passant hin und wieder in der Innenstadt beim Einkaufen sehen konnte, gilt auch in dieser Angelegenheit als verlässliche Quelle. Die offizielle Bestätigung lieferte jetzt das Statistische Bundesamt.

Geldpolitik

Italien-Bonds geraten unter Druck

Der jeweilige Grad der Risikobereitschaft der internationalen Investoren lässt sich seit einiger Zeit sehr gut an der Entwicklung der europäischen Staatsanleihen ablesen. Der Bund Future gilt dabei als Hort der Sicherheit. Wenn es irgendwo auf der Welt zu besorgniserregenden Entwicklungen kommt, flüchten die Anleger in den sicheren Hafen der deutschen Anleihen. In der vergangenen Woche kletterte das einheimische Anleihebarometer nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA auf ein Allzeithoch bei fast 147 Punkten. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich beim BTP Future, welcher die Kursentwicklung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen widerspiegelt. Hier kam es am Donnerstag der Vorwoche zum größten Tagesverlust seit Mitte 2013. Der BTP Future brach von knapp 126 bis auf 123,30 Punkte ein.

Geldpolitik

VÖB – Mehr Gewicht durch EZB-Aufsicht

Kein anderer kreditwirtschaftlicher Verband musste sich so oft gegen Anfechtungen seiner Existenzberechtigung erwehren wie der VÖB. Mehrfach schon versuchte der mächtige DSGV in der Vergangenheit, den kleinen Bruder-Verband zu schlucken.

Geldpolitik

EZB – Die Märkte lassen sich mit Worten allein nicht mehr abspeisen

EZB-Präsident Mario Draghi hat sich zu einem wahren Meister in der hohen Kunst der rhetorischen Beeinflussung der Märkte gemausert. Seit der oberste europäische Währungshüter im Sommer 2012 mit ein paar wohl gesetzten Worten und der Ankündigung eines Anleihekaufprogramms die Euro-Krise gebändigt hat, fressen ihm die Kapitalmärkte aus der Hand. Und Draghi hat ihnen zuletzt immer neues Futter gegeben.

Geldpolitik

Deutsche Bank versteckt geschickt einige unschöne Nachrichten

Anshu Jain, der dem Kapitalmarkt sicher genauso viel Gehör schenkt wie der BaFin, kann sich bestätigt sehen. Einen Tag nach Ankündigung der 8 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank notiert der Kurs der Aktie nur gut 1,5% schwächer als in der letzten Woche. Für Kritik, der Markt sei schlecht vorbereitet, bleibt da wenig Raum. Auch wir hatten Sie auf einen bald bevorstehenden großen Schluck aus der Pulle aufmerksam gemacht (s. Briefv. 25.4.).

Geldpolitik

Stresstest – Auch einige deutsche Banken müssen zittern

Auf ihrer Jahres-PK in Frankfurt stimmte BaFin-Präsidentin Elke König die deutschen Banken schon einmal darauf ein, dass der bevorstehende Stresstest von EZB und EBA kein Selbstläufer werden wird. Das Stressszenario werde für einzelne Institute „sehr anspruchsvoll“ sein, prophezeite König. Allerdings muss die BaFin-Chefin den Teufel auch ein wenig an die Wand malen, damit gar nicht erst der Eindruck entsteht, der Stresstest sei womöglich zu lasch.

Geldpolitik

Sabine Lautenschläger – Die Frau, die Brücken baut

Der prominenteste Gratulant war Jürgen Fitschen. Der vielbeschäftigte Deutschbanker musste die Feierstunde für Sabine Lautschläger gestern im Gästehaus der Deutschen Bundesbank aber schon verlassen, noch ehe sie begonnen hatte. Den Reigen der Redner eröffnete Präsident Jens Weidmann. Er wünschte sich von Lautenschläger, die bis Ende Januar seine Vizepräsidentin war und seither als einzige Frau dem EZB-Direktorium angehört, „ein wenig Bundesbankperspektive bei Ihren geldpolitischen Positionen“, um allerdings sogleich hinzuzufügen, dass die Unterschiede so groß nun auch nicht seien.

Geldpolitik

Mario Draghi wird die Geister, die er rief, nicht mehr los

Gestern notierte der Euro bei 1,3708 Dollar. Seit Mario Draghis berühmter Londoner Rede Ende Juli 2012 ist er in der Spitze sogar auf rd. 1,40 Dollar gestiegen. Das sind ca. 15%. Das mag nach nicht viel aussehen, ist es für die Wirtschaft Europas aber, deren Exporte sich verteuern, was die Versuche vieler Unternehmen konterkariert, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Geldpolitik

Die Allmachtsfantasien des Mario Draghi

EZB-Präsident Mario Draghi wäre nicht der erste Top-Notenbanker, dem der eigene Erfolg zu Kopfe gestiegen ist. Galt der langjährige Fed-Chef Alan Greenspan auf dem Höhepunkt seines Ansehens doch als „Magier des Geldes“, dem es gelungen war, die amerikanische Wirtschaft mit einer gigantischen Geldschwemme aus der Rezession zu ziehen und den USA einen scheinbar unendlichen Konjunkturaufschwung zu bescheren.

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