Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Die apoBank meldet sich nach der Sanierung gestärkt zurück

Sehr viel besser als erwartet haben sich die Geschäfte der auf Ärzte und Apotheker spezialisierten apoBank im vergangenen Jahr entwickelt. Entgegen den Planungen gelang es der apoBank, das operative Teilbetriebsergebnis vor Risiko mit 314,8 Mio. Euro (-2,8%) weitgehend stabil zu halten. Der Jahresüberschuss stieg sogar um 4,4% auf 47,4 Mio. Euro. Dazu trugen vor allem Kostenentlastungen im Verwaltungsaufwand (-4%) sowie deutliche geringere Vorsorgemaßnahmen für Kreditrisiken sowie Finanzinstrumente und Beteiligungen bei.

Geldpolitik

Die Börse findet wieder Geschmack an der Commerzbank

Seit Vorstandschef Martin Blessing auf der Bilanz-PK mit seinem eher verhaltenen Ausblick und der Aussicht auf ein weiteres Jahr ohne Dividende den Bullen den Wind aus den Segeln nahm, war es um die Commerzbank-Aktie ziemlich ruhig geworden. Im vergangenen Jahr hatte das Commerzbank-Papier noch eine regelrechte Kursrally hingelegt, bei der viele Erfolge von Blessings Sanierungskurs bereits eingepreist wurden.

Geldpolitik

Mario Draghi bleibt standhaft

Der EZB-Rat hat auf seiner geldpolitischen Sitzung am Donnerstag den Leitzins unverändert auf seinem Rekordtief von 0,25% belassen. Quantitative Maßnahmen wurden von den Notenbankern zwar ausführlich diskutiert, aber nicht beschlossen. Das wurde von den meisten Auguren auch so erwartet. Gleichwohl wurde in den Tagen vor der EZB-Sitzung von den gleichen Experten kaum etwas unversucht gelassen, um den Druck auf Zentralbank-Präsident Mario Draghi für eine weitere geldpolitische Lockerung zu erhöhen.

Geldpolitik

EZB weckt neue (?) Hoffnungen

Konkrete Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag nicht beschlossen. Einige Marktteilnehmer hatten darauf im Vorfeld spekuliert. Die Zinsen bleiben unverändert und auch ein Wertpapierkaufprogramm nach dem Vorbild von USA und Japan wurde nicht aufgelegt. Präsident Mario Draghi lässt sich aber alle Optionen offen, wenn er sagt, dass man alles „genau beobachte“, eine weitere Lockerung der Geldpolitik „nicht ausschließe“ und zum Einsatz von unkonventionellen Werkzeugen inklusive QE-Maßnahmen bereit sei.

Geldpolitik

Deflationsgerede – Wann platzt Mario Draghi der Kragen?

Die EZB ist zur Preisstabilität verpflichtet. So lautet der zentrale Auftrag. Unmittelbar vor der nächsten Ratssitzung ist die Teuerungsrate im Euro-Raum nochmals gesunken. Nur noch um 0,5% legten die Preise im März zu, nach einem Plus von 0,7% im Februar. Damit liegt die Inflationsrate weit unter dem EZB-Zielwert von knapp 2%, so dass Ökonomen die EZB zu erneuten geldpolitischen Maßnahmen drängen.

Geldpolitik

Warum die „Deflation“ in Spanien und Italien ein Hirngespinst ist

Anleger schauen auf die EZB-Ratssitzung in dieser Woche. Wie das Amen in der Kirche verfallen die Beobachter in einen fordernden Modus. Über die Medien streuen sie ihre Sorgen zur Preisdynamik in Spanien und Italien, die dort geradezu bedrohlich abnehmen würde.

Versicherungen

Deutsche Wirtschaft – Im Würgegriff von Politik und Notenbanken

Der Rat der Wirtschaftsweisen hat seine Konjunkturprognose aktualisiert und erwartet in diesem Jahr 1,9% Wachstum statt bisher nur 1,6%. Angesichts dieser rosigen Perspektiven könnten alle zufrieden sein, doch das Gegenteil ist der Fall. Wirtschaftsführer wie zuletzt Nikolaus von Bomhard (Munich Re) machen sich Sorgen, weil der Reformeifer in Deutschland erlahmt.

Geldpolitik

EU-Trennbankenentwurf gefährdet fairen Wettbewerb

Die Europäische Kommission hat ihren Entwurf für eine Trennbanken-Verordnung veröffentlicht. Ziel ist es, Spareinlagen vor riskanten Finanzspekulationen der Banken zu schützen. Ob eine einheitliche europäische Regelung zustande kommt, ist jedoch fraglich, da der Entwurf behördliche Einzelfallentscheidungen und umfangreichen Ausnahmeregelungen vorsieht, erläutert Dirk Bliesener, Partner bei Hengeler Mueller.

Asset Management

Sparkassenchef geißelt fehlende Regulierung von Schattenbanken

Mit einer Bilanzsumme von 23,7 Mrd. Euro gehört die Kreissparkasse Köln zwar nicht zur Gruppe von Finanzhäusern, die dem neuen Bilanz-TÜV der EZB unterliegt (ab 30 Mrd. Euro). Aber über fehlende Regulierung kann sich Alexander Wüerst, der seit 2006 an der Spitze der drittgrößten deutschen Sparkasse steht, trotzdem nicht beklagen. Anlässlich der Vorlage der Bilanz 2013 geißelte Wüerst, der auch in den Verbandsgremien der Sparkassenorganisation hohe Posten innehat, im Telefonat mit PLATOW die immer noch herrschende Unwucht in der Regulierung des Kreditsektors.

Geldpolitik

Fachleute streiten über die Preise

Der Preisauftrieb in der Eurozone beträgt seit Jahresanfang nur noch 0,8%. Angestrebt werden von der EZB jedoch 2%. Dieses Missverhältnis lockt Fachleute mit z. T. widersprüchlichen Statements auf den Plan. Während Marcel Fratzscher vom DIW bereits alarmiert ist und die EZB zu Anleihenkäufen oder auch Quantitative Easing nach dem Vorbild der US-Fed drängt, im Umfang von z. B. 60 Mrd. Euro monatlich, hält die frisch ins EZB-Direktorium berufene Sabine Lautenschläger dagegen.

Geldpolitik

Kontroverse Zinsdiskussion

Über Zinsen und andere Maßnahmen wurde gestern im Rat keineswegs in allen Punkten einvernehmlich diskutiert. Die Fantasie bleibt also erhalten und die Tauben können weiter hoffen, dass über kurz oder lang doch noch am Leitzins (aktuell 0,25%) gedreht oder es zu Anleihekäufen im Rahmen des bisher noch von keinem Euroland genutzten OMT-Programms kommt.

Geldpolitik

Aktienmärkte zeigen sich robust

Am Donnerstag war es ausnahmsweise mal nicht die Krim-Krise, die an den Börsen für Bewegung sorgte. Stattdessen fokussierte sich alles auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die von einigen Banken erhoffte Zinssenkung blieb jedoch aus. Auch die Hoffnung auf deutliche Anzeichen baldiger Wertpapierkäufe der EZB wurde enttäuscht. Die Märk-te legten daraufhin den Rückwärtsgang ein, ohne dramatisch einzubrechen.

Geldpolitik

Sparkassen leiden unter strengen Aufsichtsvorgaben

Es tönt überall derzeit die gleiche Wehklage durch die Finanzindustrie und auch der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen macht da keine Ausnahme: Die Niedrigzinsen belasten das Geschäft. Gerhard Grandke, Präsident des Verbandes, betonte bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Frankfurt, dass die Minizinsen und die regulatorischen Belastungen, an denen auch die Sparkassen nicht vorbeikommen, die Betriebsergebnisse im laufenden und auch in den kommenden Jahren belasten werden.

Geldpolitik

Hält die Fed ihren Kurs und was unternimmt Mario Draghi?

Notenbanken lieben Kontinuität und Nachhaltigkeit. Ein kurzfristiges Umsteuern oder gar Schnellschüsse sind ihnen ein Greuel. Damit es dazu kommt, müssen schon extreme äußere Einflüsse wirksam werden, wie der Terrorschlag gegen die New Yorker Zwillingstürme 2001 oder die Pleite von Lehman 2008. In beiden Fällen war die Fed massiv eingeschritten.

Geldpolitik

Europa darf Großbritannien nicht allein den USA überlassen

Was hatte Großbritanniens Premier David Cameron nicht alles aufgeboten, um Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in London zu umschmeicheln. Eine Rede vor beiden Häusern des britischen Parlaments und Tee mit Queen Elizabeth II. – viel mehr Ehre kann das Vereinigte Königreich ausländischen Staatsgästen kaum zuteil werden lassen. Denn Cameron steckt in der Bredouille, die er sich selbst eingebrockt hat.

Geldpolitik

Konjunktur – Wie gefährlich ist die Schwellenländer-Krise?

Umsturz in der Ukraine, Tumulte in Thailand, trügerische Ruhe in der Türkei und Regierungskrise in Ägypten. In den Schwellenländern entlädt sich ein explosives Gemisch aus wirtschaftlicher Unsicherheit, sozialen Spannungen und öffentlicher Empörung über die korrupten Polit-Eliten (Mehr dazu lesen Sie wöchentlich in PLATOW Emerging Markets).

Geldpolitik

Fed kann ihre Anleihenkäufe auch im März weiter drosseln

Der Rendite-Rückgang für 10-jährige US-Treasuries um beachtliche 30 Basispunkte seit dem Zwischenhoch zum Jahreswechsel, das den führenden Marktzins in Amerika kurzzeitig auf 3% hochschnellen ließ, ändert nichts an der von der Fed eingeleiteten Zinswende.

Geldpolitik

Deutsche Konjunktur – Gesunkener ZEW-Index ist kein Drama

Mit viel Schwung aus dem Schlussquartal ist die deutsche Wirtschaft in das Jahr 2014 gestartet. Der zuletzt etwas ins Stottern geratene Exportmotor läuft wieder rund und sogar das Wetter spielt mit. Wasser in den Wein kippt allerdings der viel beachtete ZEW-Index. Das Mannheimer Konjunktur-Barometer sackte im Februar um 6 Punkte auf 55,7 Zähler ab. Der abrupte Stimmungseinbruch der vom ZEW befragten Finanzmarktexperten spiegelt indes vor allem die Entzugserscheinungen im Gefolge der Fed-Entscheidungen zur Straffung der amerikanischen Geldpolitik sowie die zuletzt eher schleppende Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten wider.

Geldpolitik

Die Euro-Krise ist ausgestanden

Noch wagen sich weder führende Volkswirte noch die Politik, die Euro-Krise für beendet zu erklären. Sind die Auguren doch gebrannte Kinder, die in den vergangenen Jahren mehrfach erleben mussten, wie die schon gezügelt geglaubte Euro-Krise immer wieder ihr Haupt erhob.

Geldpolitik

Negative Einlagezinsen sind nicht die beste Option für die EZB

Die am 6.3. zur Veröffentlichung anstehenden neuen EZB-Projektionen für Inflation und Wachstum werden niedrigere Prognosen für die Teuerung ergeben. Darauf deutet die Umfrage der EZB unter Ökonomen hin. Der so genannte „Survey of Professional Forecasters“ erwartet für 2014 nur noch eine Inflation von 1,1% nach bisher 1,5% und für 2015 von 1,4% nach 1,6%.

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