GdV – Asmussens erster Aufschlag
Die gestrige Präsidiumssitzung des GdV fand nur online statt. Über die eigentlich bald zu regelnde Nachfolge von Verbandspräsident Wolfgang Weiler wurde daher gar nicht erst geredet.
Die gestrige Präsidiumssitzung des GdV fand nur online statt. Über die eigentlich bald zu regelnde Nachfolge von Verbandspräsident Wolfgang Weiler wurde daher gar nicht erst geredet.
Als die UBS vor gut zwei Wochen bekanntgab, dass Ralph Hamers Sergio Ermotti zum 1.11. auf den CEO-Posten der größten Schweizer Bank folgen soll, hat Axel Weber noch auf Zeit gespielt.
2019 war die Welt für Munich Re in Ordnung. Die lange unter Druck stehenden Raten in der Rückversicherung kletterten in einigen Märkten weiter nach oben, die Erstversicherungs-Tochter Ergo machte sichtbare Fortschritte bei Umbau und Ergebnis und, was am wichtigsten ist, die Kapitalmärkte zeigten sich von ihrer Sonnenseite.
Global aktiven Versicherungskonzernen stehen spannende Jahre bevor. So soll sich das Prämienwachstum der Branche nach Einschätzung des Rückversicherers Swiss Re dieses und auch nächstes Jahr beschleunigen.
Jahrelang verkaufte sich Munich Re unter Führung von Nikolaus von Bomhard und CFO Jörg Schneider als vornehmster, gerne auch langweiliger DAX-Konzern. Die Zuverlässigkeit war am Kapitalmarkt beliebt so lange die Gewinne stiegen. Das ist wegen des Margendrucks im Rückversicherungsgeschäft aber nicht mehr der Fall. Mit dem Stabwechsel zu Joachim Wenning im April 2017 hat sich der Auftritt geändert.
Mit Munich Re und Hannover Rück hat Deutschland den größten und drittgrößten Rückversicherer der Welt. Beide Konzerne konnten lt. aktuellen Zahlen vom Mittwoch bzw. Donnerstag im 1. Hj. 2018 beim Gewinn (+20,5% auf 1,6 Mrd. Euro/+13,5% auf 907,3 Mio. Euro) deutlich zulegen. Bei den gebuchten Bruttoprämien hat jedoch Hannover Rück mit einer deutlichen Steigerung von 11% auf 10,0 Mrd. Euro die Nase vorn.
Auch wenn der Name Allianz nicht ausdrücklich genannt wird, ist aus dem von der XL Group bei der SEC hinterlegten detaillierten Protokoll der Übernahme des Rückversicherers durch Axa herauszulesen, dass die Allianz dem XL-Management schon Anfang 2017 mit der Idee eines Zusammenschlusses gekommen war. Anfang März aber griff Axa-Chef Thomas Buberl mit einem Kursaufschlag von 54% zu.
Ungünstiger hätte das Jahr 2018 für die deutsche Versicherungswirtschaft kaum beginnen können. Während Sturmtief „Burglind“ bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres der Assekuranz Sorgenfalten auf die Stirn treibt, berichtet die Branche von 2017 als dem teuersten Jahr der Geschichte. Nach Angaben von Munich Re, dem größten Rückversicherer der Welt, kosteten Hurrikans und andere Naturkatastrophen die Versicherungsunternehmen weltweit rd. 135 Mrd. US-Dollar, mehr als je zuvor. Hierzulande ist Windstärke acht die „goldene“ Schwelle, ab der Versicherer für entstandene Schäden aufkommen müssen, wenn eine entsprechende Hausrat- bzw. Wohngebäudepolice vorliegt.
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Rückversicherer sind verlässliche und vor allem unverdächtige Seismographen für die tatsächliche Lage, die Donald Trump immer noch bestreitet.
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Bis zu den detaillierten Neunmonatszahlen des Versicherungskonzerns Talanx am 13.11. ist es noch hin. Doch schon jetzt muss das Hannoveraner MDAX-Unternehmen notgedrungen Rechenschaft über die aktuelle Schadensentwicklung ablegen. So rechnet Vorstandschef Herbert Haas in diesem Jahr nur noch mit einem Gewinn von 650 Mio. Euro. In der bisherigen Planung stand noch ein Wert von 850 Mio. Euro. Talanx hatte ursprünglich die Erreichung des Gewinnziels von der Großschadensentwicklung im Q4 abhängig gemacht.
Die drei größten Rückversicherer weltweit, Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück, sind von den jüngsten Schäden durch den Tropensturm „Harvey“ im Süden der USA am stärksten betroffen. Mit einer konkreten Aussage über die Schadenhöhe wagt sich aber noch keine Gesellschaft aus der Deckung. „Der Sturm und die heftigen Regenfälle sind noch nicht vorbei“, sagte uns ein Munich Re-Sprecher.
Aus Aktionärssicht drängt sich derzeit weder bei Munich Re noch bei Hannover Rück ein Einstieg in die jeweiligen Papiere auf. Nachdem der weltweit größte Rückversicherer Munich Re am vergangenen Dienstag trotz Gewinnanstiegs nicht gerade überzeugende Q1-Zahlen meldete (s. PLATOW v. 10.5.), hat nun auch die Nummer 3 der Branche nachgelegt.
Auf die weltweite Versicherungsindustrie kommen in diesem Jahr hohe Kosten durch Katastrophenschäden zu. Nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re habe es 2016 deutlich mehr Schäden als noch im Jahr davor gegeben. So schätzt der Schweizer Großversicherer den weltweiten gesamtwirtschaftlichen Schaden aus Natur- und so genannten Man-made-Katastrophen für 2016 auf mindestens 158 Mrd. (2015: 94 Mrd.) US-Dollar. Allein auf die Naturkatastrophen entfallen 150 Mrd. Dollar.
Was haben der UBS-Verwaltungsratspräsident Axel A. Weber und der frühere Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann gemeinsam? Eine ganze Menge. Beide wurden „European Banker of the Year“, Ackermann 2009 und Weber 2014. Ackermann wollte den früheren Präsidenten der Deutschen Bundesbank, der im Frühjahr 2011 von diesem Amt zurücktrat, sogar zu seinem Nachfolger. Das vereitelte der ungeschickt agierende damalige Vorsitzende des Deutsche Bank-Aufsichtrats, Clemens Börsig und wurde wenig später zum Rücktritt gedrängt. Für die Deutsche Bank wäre Weber aus heutiger Sicht ein Segen gewesen. Eine Autorität, die auch das Londoner Investmentbanking zur Räson gebracht und die verlorenen Jahre unter Anshu Jain und Jürgen Fitschen verhindert hätte.
Ob es nun der Ausstieg von Großaktionär Warren Buffett im Vorjahr war, ständig sinkende Rückversicherungs-Raten oder die unter Druck stehenden Kapitalanlageergebnisse; bei Munich Re ist kurz vor dem Ende der Amtszeit von Nikolaus von Bomhard im April 2017 einiges in Bewegung geraten. Das Gefühl, solider und besser dazustehen als der Wettbewerb, insbesondere als die Nr. 2 am Rückversicherungshimmel, Swiss Re, die sich in der Finanzkrise ordentlich verzockt hatte, hatte zuletzt zu einer gewissen Behäbigkeit beim Branchenprimus geführt.
Die Kurse der beiden weltgrößten Rückversicherer, Munich Re und Swiss Re, sind in der vergangenen Woche deutlich unter die Räder gekommen und haben damit den seit Monaten andauernden Abwärtstrend fortgesetzt.
Mit sehr guten Geschäftszahlen 2015 im Rücken, kann Christian Mumenthaler ab Sommer den von langer Hand vorbereiteten Generationswechsel bei der Swiss Re anpacken. Der gebürtige Schweizer folgt dem Luxemburger Michel Liès, der in den Ruhestand geht und in Krisenzeiten 2012 eingesprungen war und ein in der Finanzbranche allseits beachtetes Comeback des Schweizer Rückversicherers mitgestaltet hat.
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In punkto Nachhaltigkeit sind europäische Unternehmen Weltspitze. Dies geht aus dem „Sustainability Yearbook 2016″“ des niederländischen Vermögensverwalters Robeco hervor. Für das Jahrbuch, welches seit 1999 jährlich erscheint, wurden die Leistungen von 2 126 börsennotierten Unternehmen aus 42 Ländern nach finanziell relevanten ESG-Kriterien (Ecology Social Governance) ausgewertet. Von den insgesamt 77 verteilten Goldmedaillen gehen 36 nach Europa. Zum Vergleich: Nordamerika erhält zwölf und die Schwellenländer acht.
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Es kommt nicht oft vor, dass der Vorstandschef eines DAX-Konzerns das Angebot einer Vertragsverlängerung ausschlägt, ohne bereits eine andere (bessere) Offerte in der Tasche zu haben. Doch für Commerzbank-Vorsteher Martin Blessing ist der freiwillige Verzicht auf eine weitere Amtszeit auch ein Zeichen zurück gewonnener Souveränität. Während der vergangenen Mager-Jahre der vom Staat mit mehr als 18 Mrd. Euro Steuergeld geretteten Commerzbank war Blessing mehrfach mit Rücktrittsforderungen konfrontiert gewesen, die er aber alle überstand.
Seit dem 1. Juli bietet Helvetia Deutschland die Produkte von Nationale Suisse unter dem eigenen Markennamen an. Mit der Vereinheitlichung der bislang strikt getrennten Marken und des Produktportfolios zielt die Gesellschaft insbesondere auf vermögende Privatkunden ab. So ist jetzt erstmals in Deutschland eine selbstständige Kunstversicherung auf dem Markt zu finden.
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