UBS

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9. Mai 2019 Finanzsektor

Deutsche Bank – Wie Achleitner sich noch retten kann

Eine herbe Klatsche droht Deutsche Bank-Oberaufseher Paul Achleitner und Vorstandschef Christian Sewing auf der Hauptversammlung am 23.5. in der Frankfurter Festhalle. Die einflussreichen Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis empfehlen den Aktionären, Aufsichtsrat und Vorstand die Entlastung zu verweigern. Über welche Macht die Stimmrechtsberater verfügen, haben sie erst jüngst bei den Aktionärstreffen von Bayer und der Großbank UBS eindrucksvoll demonstriert. Vor allem für den umstrittenen Achleitner, der im vergangenen Jahr noch mit einem blauen Auge (84% Entlastung) davonkam, wäre ein solches Misstrauensvotum die nächste schwere Schlappe nach abgeblasener Fusion mit der Commerzbank, für die der AR-Chef eingetreten war.

3. Mai 2019 Banken

US-Stresstest – Muss Sewing wieder zittern?

Kaum steht im Sommer in den USA der nächste Banken-Stresstest vor der Tür, kocht die Gerüchteküche wieder hoch. Die Deutsche Bank, die 2018 als einzige gepatzt hatte, habe angeblich keine Chance zu bestehen, heißt es.

Das Bayer-Kreuz in Leverkusen bei Nacht
2. Mai 2019 Hauptversammlung

Rechtsstreit – Aktionäre fallen der Konzernführung in den Rücken

Viele Jahre wehrte sich die Deutsche Bank erbittert gegen die Schadenersatzklage des ehemaligen Medien-Moguls Leo Kirch, der das Institut für den Zusammenbruch seines Firmenimperiums verantwortlich machte. Die zahlreichen Prozesse, die bis hinauf zum Bundesgerichtshof getrieben wurden, belasteten dabei nicht nur die Reputation, sondern auch immer wieder den Aktienkurs der Deutschen Bank. Um dem geschäftsschädigenden Spuk ein Ende zu setzen, willigte die Deutsche Bank schließlich doch in einen teuren Vergleich mit den Erben des zwischenzeitlich verstorbenen Medienunternehmers ein.

25. April 2019 US-Banken

UBS – Asset Management hat mehr Optionen als die Deutsche Bank

Während es Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam dank seines scharfen Sparkurses gelungen ist, im schwierigen Q1 den Gewinn um 8% auf 750 Mio. CHF zu steigern, musste die UBS als einer der größten Wealth Manager der Welt der Kundenzurückhaltung nach den Börsenturbulenzen im Q4 Tribut zollen. Nach einem starken Vorjahr rasselte der Gewinn um 22% in den Keller, macht die Konkurrenz in Europa mit 1,1 Mrd. Dollar aber immer noch neidisch. Auch die Entwicklung der Neugelder in der Vermögensverwaltung kann sich mit 22 Mrd. Dollar (Credit Suisse: 9,6 Mrd. CHF) sehen lassen. Für das restliche Jahr ist Vormann Sergio Ermotti trotz eines nicht schlecht angelaufenen Q2 aber zurückhaltend. Die ursprünglich angepeilte EK-Rendite von 15% (aktuell 13,3%) dürfte nur schwer erreichbar sein. Zufrieden ist er schon, wenn der Vorjahreswert von 13,1% getoppt wird. Damit hätte die UBS bei Europas Großbanken aber wohl immer noch die Nase vorn.

Skyline von Frankfurt mit Commerzbank-Turm
25. April 2019 Kreditwirtschaft

Geplatzte Bankenfusion – Kein Beinbruch für den Finanzplatz

Auffallend bemüht waren zuletzt Finanzminister Olaf Scholz und sein Staatssekretär Jörg Kukies, ihre Rolle bei den Fusionsverhandlungen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank möglichst kleinzureden. Offensichtlich ahnten die beiden da schon, dass aus der Frankfurter Bankenehe nichts wird. Einen Tag vor der geplanten Präsentation der Quartalszahlen der Deutschen Bank erklärten Deutsche Bank-Chef Christian Sewing und sein Commerzbank-Amtskollege Martin Zielke das Fusionsvorhaben offiziell für gescheitert. Zu groß waren die Umsetzungsrisiken und die Widerstände in beiden Häusern, zu gering die Rückendeckung der Politik und zu mies die Stimmung in der Öffentlichkeit. Zu keiner Zeit gelang es den Protagonisten, Kapitalmärkte, Mitarbeiter und Eigentümer von den Vorteilen einer Fusion zu überzeugen.

16. April 2019 Banken

UBS – Wie Weber und Ermotti noch drei gemeinsame Jahre überstehen

Die UBS hat im letzten Jahr 19% mehr verdient, die Dividende um 8% angehoben und wird auch im Q1, das sich allerdings gegen ein sehr starkes Vorjahr messen lassen muss, sicher nicht als Schlusslicht der insgesamt unter die Räder geratenen europäischen Banken durchs Ziel laufen (s. PLATOW v. 27.3.). Für Sergio Ermotti läuft es dennoch gerade nicht gut. Böse Zungen sehen seinen Stern am Sinken. Das ist voreilig.

12. April 2019 Fernduell

US-Banken nutzen ihre historische Chance

Eine brummende Konjunktur, ein riesiger Heimatmarkt und dazu (noch) ein Zinsniveau, von dem der alte Kontinent nur träumen kann, beschert Amerikas Banken Ergebnisse, an die sie nach dem für den Handel katastrophalen Januar bis vor kurzem selbst nicht geglaubt hätten. Jamie Dimon zaubert bei JP Morgan im Q1 einen Rekordgewinn von 9,2 Mrd. US-Dollar (+5%) aus dem Hut.

4. April 2019 Brexit

Auslandsbanken verlieren Hoffnung im „Londoner Nebel“

Zu seiner letzten PK als Verbandspräsident der Auslandsbanken ließ es sich Stefan Winter diese Woche in Frankfurt nicht nehmen, seine knapp zehn Jahre an der VAB-Spitze kurz Revue passieren zu lassen. Es waren bewegte Zeiten. Ins Amt gekommen auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, verabschiedet sich der UBS-Vorstand jetzt mit dem Brexit in den Ruhestand, der trotz aller Vorbereitungen seiner Mitglieder nach wie vor im „Londoner Nebel“ feststeckt.

26. März 2019 Banken

Deutsche Bank – Druck auch im Wealth Management

Das Geschäft mit reichen Kunden gilt als lukrativ. Vor allem die Schweizer Großbanken (s. S. 1) machen es seit Jahren vor. So ist es kein Zufall, dass die Deutsche Bank die Zuständigkeit für ihr europäisches Wealth Management, dem mit einem verwalteten Vermögen von ca. 200 Mrd. Euro für sie wichtigsten Markt, Ende 2018 in die Hände von Claudio de Sanctis gelegt hat.

UBS in Zürich
26. März 2019 Banken

UBS – Frustrierter Sieger im Heim-Duell mit Credit Suisse

Zu den zahlreichen starken Privatbanken in der Schweiz kommen mit UBS und Credit Suisse zwei Häuser, um die Deutschland die Eidgenossen beneidet und die global die Schweizer Fahne hochhalten. Anders als Deutsche Bank und Commerzbank gründet das Geschäftsmodell auf zwei starken Säulen: 1. Den kleinen, aber lukrativen Heimatmarkt.

25. Januar 2019 Geldpolitik

Deutsche Bank/Commerzbank – Warum Sewing noch zaudert

Auf der Burda-Party in Davos waren Deutsche Bank-Chef Christian Sewing und Finanzstaatssekretär Jörg Kukies in intensiven Gesprächen zu beobachten. Angesichts der vielen anwesenden Medienvertreter mag das unklug gewesen sein, womöglich wollte Kukies aber auch ein Zeichen setzen. Die kochenden Gerüchte über eine mögliche Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank haben ihren Ursprung in Berlin. Dort und in der deutschen Industrie breitet sich angesichts der prekären Lage der Deutschen Bank die Sorge aus, international bald vollständig von immer mächtigeren US-Banken abhängig zu sein. Allein JP Morgan kommt heute bereits auf ein tägliches Clearing-Volumen von 6 Billionen Dollar. Anfang des Jahres ist auch die EZB aufgewacht. Da die Bilanzen der meisten Banken trotz Niedrigzins robust sind, stehen die Aufseher europäischen Konsolidierungen jetzt offen gegenüber.

18. Januar 2019 Asset Management

SBVg-Präsident Scheidt: Schweiz soll Welt wieder zusammenbringen

Neben dem Dauerbrenner Digitalisierung stehen beim diesjährigen World Economic Forum Handelskriege und der weltweit wachsende Nationalismus im Fokus. Darunter leiden seit ein, zwei Jahren vor allem Industrieunternehmen, die beim WEF traditionell stark vertreten sind. Die Finanzindustrie ist dadurch indirekt auch betroffen.

18. Januar 2019 Banken

UBS – Brodelnde Gerüchteküche und erklärungsbedürftige Zahlen

Für die UBS, die am Dienstag (22.1.) ihre Q4-Zahlen vorstellt, war 2018 ein durchwachsenes Jahr. Nach neun Monaten war der Gewinn um 19% auf 4 Mrd. CHF geklettert. Von diesem respektablen Plus wird am Jahresende aber nicht mehr allzuviel übrig sein. Während bei anderen Häusern wie Credit Suisse oder Deutscher Bank sogar über einen Verlust im Q4 spekuliert wird, ist davon bei der UBS nach unseren Informationen zwar definitiv nicht die Rede.

2. Januar 2019 Immobilien

Frankfurt verabschiedet sich mit Investmentböllern aus 2018

Die Investment-flaute als Folge problembehafteter Banken ist für Frankfurt endgültig vorbei. Auf das Gesamtzahlenwerk 2018 kommen wir in Kürze zurück. Im Endspurt des Jahres gingen indes noch 3 Investmentkracher los. Gebäude, die PLATOW z. T. noch als langjährige Sorgenkinder kannte:

26. Oktober 2018 Geldpolitik

UBS – Weber gibt Börse einen Korb

Ist die UBS zu langweilig? Dieser Vorwurf kommt angesichts der mauen Kursentwicklung der UBS immer wieder auf, lässt Verwaltungsratspräsident Axel Weber aber nach eigener Aussage kalt. Als er vor sechs Jahren in der Schweiz anfing, so Weber am Donnerstag in München, hätten viele kaum geglaubt, dass die damals unter den Folgen der Finanzkrise leidende Bank je wieder mit diesem Vorwurf konfrontiert würde.

25. Oktober 2018 Banken

UBS wird es in Asien zu eng

Bisher war Asien das Eldorado für das Wealth Management der UBS. Das soll sich künftig ändern.

25. Oktober 2018 Immobilien

Hire & Fire bei der Deutschen Bank

DWS-Chef Nicolas Moreau, im Vorstand der Deutschen Bank zugleich für das Asset Management verantwortlich, verlässt die Bank zum Jahresende. Nachfolger wird an der Spitze der DWS Asoka Wöhrmann, der aber nicht mehr in den Bank-Vorstand einziehen wird. Der Wechsel hat sich abgezeichnet.

12. Oktober 2018 Geldpolitik

US-Banken sind uns auf und davon

Die Regulierung, keine oder sogar negative Zinsen wie in der Schweiz und Italien als neuer Wackelkandidat in der Eurozone machen Europas Banken zu schaffen. Nachdem JP Morgan als größte US-Bank am Freitag beim Q3-Ergebnis mit einem Gewinnplus von 25% auf 8,4 Mrd. Dollar besser abgeschnitten hat als erwartet und auch Citi sich mit 4,6 Mrd. Dollar (+12%) nicht verstecken muss, wird der Unterschied zu Europas Banken in den kommenden Tagen umso sichtbarer ausfallen.

9. Oktober 2018 Geldpolitik

33. ZinsFORUM am 26. Nov. 2018

Die Konferenz in Frankfurt (Jumeirah Hotel) gehört zu den etabliertesten geldpolitischen Foren in Deutschland. Das 33. ZinsFORUM, das alljährlich vom Heidelberger Forum Institut für Management ausgerichtet wird, kann auch am 26.11. mit prominenten Experten auf höchstem Niveau aufwarten, die das überaus schwierige Kapitalmarktjahr 2018 analysieren und einen Ausblick wagen auf das, was Investoren 2019 erwartet.

7. September 2018 Geldpolitik

Deutsche Bank – HNA muss auf Geheiß Pekings aussteigen

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe. Ausgerechnet der größte Aktionär bläst zum Ausstieg aus seinem Engagement beim deutschen Bankenprimus. Die Deutsche Bank-Aktie reagierte auf die Nachricht vom bevorstehenden Rückzug des chinesischen Großaktionärs HNA mit Kursverlusten. Ganz freiwillig erfolgt die Trennung indes nicht.

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