UBS

17. Dezember 2014 Versicherungen

Die Jahresendrally ist gestartet

Ölpreis-Crash und Rubel-Verfall haben an den Börsen für Turbulenzen gesorgt. Losgelöst von den Rahmenbedingungen war die Korrektur der Märkte in der ersten Dezemberhälfte aber keine große Überraschung. Die oft zitierte Jahresend­rally startete in der Vergangenheit oft erst in den letzten beiden Wochen des Jahres. So dürfte es auch 2014 wieder sein. Das Intraday-Reversal am Dienstag hat beste Chancen, als letzter von vielen Wendepunkten in die Geschichte dieses Börsenjahres einzugehen. Insofern könnten wir mit der am Mittwochmorgen gestarteten Long-Offensive richtig liegen. Im ersten Schritt haben wir uns auf Aktien konzentriert, bei denen das Chartbild relativ klar ist und die Korrektur bis an wichtige Unterstützungsniveaus gelaufen war. Für einen etwaigen zweiten Schritt warten wir bei anderen Werten auf noch eindeutigere Umkehrformationen.

Bayer dreht an Cluster-Unterstützung

Die Bayer-Aktie war nach dem Allzeithoch bei gut 121 Euro rund 12% gefallen. Am bisherigen Korrekturtief bei 107 Euro befindet sich mit dem Juni-Hoch, dem Tief des kleinen Aufwärtstrends und dem knapp darüber liegenden 50%-Retracement des mittleren Aufwärtstrends ein ganzes Cluster an Unterstützungen. Nach der Umkehrkerze am Dienstag haben wir deshalb bei rund 111,50 Euro eine Long-Spekulation eröffnet, die mit einem Stopp bei 106 Euro begleitet wird und bereits gut im Plus liegt. Der Mini Bull Future der HypoVereinbank (Basispreis: 92,2509 Euro; Knock-out-Marke: 93,75 Euro) hatte beim Kauf einen Hebel von 5,8. Das rechnerische Verlustrisiko liegt bei 0,93% des Kapitals.

Bei Iberdrola setzen sich die Bullen durch

Der spanische Versorger Iberdrola befindet sich mittel- und langfristig in einem klar erkennbaren Aufwärtstrend. Der Rückschlag im Oktober wurde auch dank guter Q3-Zahlen sowie einer Anhebung der EBITDA-Prognose schnell wettgemacht. Der kurze Fall unter die Unterstützung bei 5,30 Euro muss damit als Fehlausbruch bewertet werden, da es danach schnell auf ein neues Jahreshoch bei 5,95 Euro ging. Im Zuge einer weiteren Korrektur von rund 10% wurde die Marke von 5,30 Euro am Dienstag erneut angelaufen. Die markante Umkehrkerze an dieser Stelle zeigt, dass sich die Käufer hier wieder durchsetzen konnten.  Wir haben deshalb bei rund 5,50 Euro eine Long-Spekulation mit einem recht engen Stoppkurs bei ca. 5,25 Euro gestartet. Der Mini Bull Future der HypoVereinsbank (Basispreis: 4,6111 Euro; Knock-out-Marke: 4,7121 Euro) hebelt die Bewegungen der Aktie seitdem mit einem Faktor von 6,1. Das rechnerische Verlustrisiko beträgt bei dieser Position 0,84% des Tradingkapitals.

Münchener Rück gibt schönes Kaufsignal

Die Aktie der Münchener Rück sieht charttechnisch ebenfalls vielversprechend aus, nachdem der im Frühjahr begonnene Abwärtstrend nachhaltig gebrochen wurde. Erst bei gut 166 Euro nahmen sich die Bullen eine erste längere Pause. Diese führte den Aktienkurs im Wochenverlauf noch einmal an die Ausbruchsmarke zurück, an der die Käufer dann erneut zuschlugen. Für uns war das ein willkommenes Signal zum Einstieg in einen Long-Trade bei rund 158,70 Euro. Der Stoppkurs liegt bei 152 Euro, unter dem Tief der kleinen Korrektur im November. Der Open End Turbo Call der UBS (Basispreis: 136,6257 Euro; Knock-out-Marke: 143,457 Euro) hatte zum Zeitpunkt des Kaufs einen Hebel von 7,2.

Rocket Internet zeigt sauberen Aufwärtstrend

Die Aktie von Rocket Internet, die zusammen mit Zalando das „Börsengang-Debakel 2014″“ prägte, befindet sich mittlerweile in einem stabilen Aufwärtstrend, der von 32 Euro im Hoch bis 60 Euro reichte. Trotz des zuletzt massiven Rückschlags von 23% wurde das jüngste relative Tief des Aufwärtstrends nicht tangiert. Mit einem knapp darunter (bei 43,50 Euro) liegenden Stoppkurs und einem Einstieg bei etwa 49,30 Euro spekulieren wir auf eine Fortsetzung dieses Trends in den kommenden Wochen. Dafür haben wir einen Unlimited Turbo Bull der Commerzbank geordert, der bei einem Basispreis von 32,1405 Euro und einer Knock-out-Marke bei 34,43 Euro zum Einstieg einen Hebel von 2,9 besaß. Wir riskieren 0,74% des verfügbaren Tradingkapitals.

11. Dezember 2014 Banken

USA – Berenberg bald mit eigenem Research?

Kaum mehr als ein Jahrzehnt benötigte die Privatbank Berenberg, um den Stützpunkt in der Londoner City zum zweitgrößten nach Hamburg zu machen. Heute ist in der Threadneedle Street das gesamte Aktienresearch der Bank konzentriert und die Mitarbeiterzahl steigt und steigt. 2003 mit drei Beschäftigten gestartet, zählt die Berenberg-Crew in London inzwischen 209 Köpfe. Allein im laufenden Jahr sind 30 neu hinzugekommen. Über 500 europäische Aktienwerte werden analysiert.

8. Dezember 2014 Geldpolitik

Axel A. Weber – Projekt Euro ohne Faszination

Dass das Euro-Projekt gescheitert sei, darauf will sich Axel A. Weber offiziell nicht festlegen lassen. Seine Faszination habe es aber eingebüßt, so der UBS-Verwaltungsratspräsident zu PLATOW am Rande des 29. ZinsFORUMS am Montag in Frankfurt (s. auch S. 1). Die Geldpolitik, die zu einer erneuten Ausweitung der EZB-Bilanz in Richtung 30% des Eurozonen-BIP führen soll, verzerre die Preise, fördere Fehlallokationen und verzögere Strukturreformen.

3. Dezember 2014 Banken

USD/CAD-Trade und Dialog im Check

Der Aufwärtstrend beim Währungspaar US-Dollar/Kanada-Dollar ist unverändert intakt. Zwar kam es im Bereich des jüngsten Hochs bei rund 1,145 CAD zu kurzfristigen Gewinnmitnahmen. Insgesamt bleibt der Chart aber von steigenden Hochs und Tiefs geprägt. Ändern würde sich die Situation erst, wenn die Marke von 1,119 CAD unterschritten und sich dadurch ein Gegentrend etablieren würde. Wir haben deshalb den Stoppkurs bei unserem Long-Trade knapp unter dieses Tief nachgezogen. Zu dem im Zuge des Teilverkaufs realisierten Depotbeitrags von 0,55% sichern wir uns dadurch einen weiteren rechnerischen Gewinn von 0,27% des Kapitals.

Beim Long-Trade auf Dialog Semiconductor haben wir unsere Gewinne am Mittwoch aktiv mitgenommen. Nachdem wir die Position Mitte September eröffnet hatten, war die Aktie des Apple-Zulieferers von damals rund 22 Euro in der Spitze bis auf fast 30 Euro gestiegen. Ein Plus von über 35%, was beim Turbo Call der UBS zu einem Zuwachs von rund 80% führte. Während die Aufwärtstrends unverändert intakt sind und wir daher mittelfristig auch bullish bleiben, ist die Gefahr einer kurzfristigen Korrektur zuletzt deutlich gestiegen. Die klassisch fünfwellig verlaufene Aufwärtsbewegung seit Mitte Oktober hat ihre Zielzone nicht nur erreicht, sondern im Hoch sogar überschritten. Knapp vor der runden Marke von 30 Euro drehte der Kurs dann nach unten. Als offizielle Begründung wurde am Markt auf die Kursturbulenzen bei Apple verwiesen. So oder so sehen wir eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie kurzfristig bis in den Bereich 25/26 Euro korrigiert. Sollte diese Zone erreicht werden und sich dort ein konkretes Kaufsignal ergeben, könnte ein Wiedereinstieg auf reduziertem Niveau sinnvoll sein. Dreht die Aktie schon vorher wieder nach oben, muss die Lage neu analysiert werden. Auf jeden Fall bleibt der trendstarke TecDAX-Wert auf unserer Long-Watchlist. Inklusive des zuvor erfolgten Teilverkaufs hat der Trade dem Derivate-Musterdepot unter dem Strich einen Depotbeitrag von 2,31% beschert, so dass wir gut das 1,5-fache des Initial-Risikos (1,53%) verdient haben.

26. November 2014 Banken

Fraport lässt die Bären verhungern

Mit dem 3,6-fach gehebelten Open End Turbo Call der UBS (Basispreis: 35,4602 Euro; Knock-Out-Marke: 37,2333 Euro) auf Fraport haben wir am Donnerstag eine weitere Long-Position in unser Musterdepot genommen. Der Einstieg erfolgte leicht unter unserem bei rund 48,80 Euro platzierten Kauflimit, der Stoppkurs liegt bei 46,60 Euro.

19. November 2014 Banken

SAP testet wichtige Unterstützung

Ein ähnliches Bild wie bei Axel Springer zeigt sich auch bei dem Software-Giganten SAP, dessen Aktie nun schon seit fast zwei Jahren in einer Konsolidierung feststeckt, nachdem es zuvor deutlich aufwärtsgegangen war. Obwohl sich das Unternehmen beim Umbau in Richtung Cloud-Spezialist auf einem guten Weg wähnt, zeigen sich die Anleger an der Börse wenig begeistert. Die jüngsten Quartalszahlen wurden erneut mit fallenden Notierungen „honoriert“.

11. November 2014 Asset Management

Privatbanken – Unruhige Zeiten

Die Milliardenstrafen, denen sich die internationalen Großbanken ausgesetzt sehen, bestimmen die Schlagzeilen. Sie erschweren ihnen die Rückkehr zur Normalität. Im Windschatten der von Skandalen und immer neuen Hiobsbotschaften heimgesuchten Häuser hat sich auch der Markt der so genannten Privatbanken massiv verändert.

6. November 2014 Banken

Wincor Nixdorf bricht heftig ein

Knapp eine Woche vor dem am kommenden Montag anstehenden Bericht zum vorläufigen Ergebnis des Geschäftsjahres 2013/14 (per 30. September) haben die Analysten der UBS die Aktie von Wincor Nixdorf am Dienstag von „buy“ auf „neutral“ abgestuft und das Kursziel gleichzeitig von 52 auf 39 Euro gesenkt. Als Begründung verwiesen die Schweizer auf die ihrer Meinung nach zu optimistischen Konsensschätzungen, die im laufenden Geschäftsjahr von einem Umsatzplus von 3% sowie einem Wachstum des EBIT von 8% ausgehen. Die UBS selbst rechnet mit einem stabilen Umsatz und einem weiteren Rückgang beim Gewinn vor Zinsen und Steuern. Im folgenden Jahr dürften die Margen zudem erneut fallen.

4. November 2014 Geldpolitik

ZinsFORUM – Nowotny und Weber kommen

Stargäste des 29. ZinsFORUM, das am 8.12. in Frankfurt am Main (Hilton Hotel) stattfindet, sind Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, und Axel A. Weber, Präsident des Verwaltungsrats der UBS.

30. Oktober 2014 Banken

UBS und Berenberg sind „beste Privatbank“

Preise, die von den angesehenen Branchenblättern „The Banker“ und „Professional Wealth Management“, beide gehören zur „Financial Times“-Gruppe, verliehen werden, gelten als hochwertig und jede Bank würde gerne damit geehrt werden.

28. Oktober 2014 Asset Management

UBS – Der Weg ist noch weit

Die Deutsche Bank, die heute ihre Zahlen zum dritten Quartal präsentiert, kann angesichts der Marktreaktion auf die Ergebnisse der UBS aufatmen. Ähnlich wie beim deutschen Branchenprimus haben die Eidgenossen ihre Rückstellungen für offene Rechtsstreitigkeiten deutlich auf 1,8 Mrd. CHF im Quartal angehoben und – was noch schwerer wiegt – gleich noch angekündigt, dass sich die Rückstellungen wohl auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau bewegen werden.

28. Oktober 2014 Banken

Unter Kengeter will die Deutsche Börse mehr Öffentlichkeit wagen

Professioneller hätte Aufsichtsratschef Joachim Faber den Generationswechsel an der Spitze der Deutschen Börse kaum einfädeln können. Bis zuletzt blieb der Name des designierten Nachfolgers von Vorstandschef Reto Francioni geheim.

23. Oktober 2014 Banken

Credit Suisse schrumpft sich fit

Credit Suisse-Vormann Brady Dougan steuert den Konzern seit Monaten nach der Devise: Kosten und risikogewichtete Assets runter. Mit Ausnahme des Q2, als die 2,5 Mrd. CHF schwere Strafe der US-Finanzbehörden das Ergebnis in die roten Zahlen drückte, hat er damit durchaus Erfolg.

30. September 2014 Banken

Achleitner sieht Deutsche Bank als Gegengewicht zu US-Dominanz

Der Umbau der Deutschen Bank ist zwar noch nicht abgeschlossen. Aufsichtsratschef Paul Achleitner zeigte sich am Montagabend in einer Diskussionsveranstaltung mit einem souveränen bayerischen Finanzminister Markus Söder in der Münchener Residenz dennoch überzeugt, dass Deutschlands Branchenprimus auf dem richtigen Weg ist.

25. September 2014 Banken

Perfektes Timing bei Daimler

Als wir Anfang August die Kauforder für den Mini Short Future der DZ Bank auf die Daimler-Aktie in den Markt gelegt hatten, war das Einstiegslimit noch ein gutes Stück entfernt. Dieses Prozedere begründeten wir damals so: „Auf Höhe der Unterstützung bei rund 59 Euro (Jahrestief sowie 2011er-Hoch) könnten verstärkte Käufe kurzfristig noch einmal für steigende Notierungen sorgen.

21. September 2014 Asset Management

RBS will sich von Teilen der noblen Privatbank Coutts trennen

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat das aus der Schweiz gesteuerte internationale Geschäft ihrer Privatbank-Tochter Coutts zum Verkauf gestellt. Als potenzielle Käufer werden vor allem Schweizer Adressen wie UBS, Credit Suisse, Julius Bär, Vontobel, Safra Sarasin oder die Genfer Bank Syz genannt. Angesichts eines kolportierten Kaufpreises von mindestens 700 Mio. CHF dürfte Coutts International für die meisten Schweizer Interessenten jedoch ein ziemlich großer Brocken sein. Die RBS soll deshalb überlegen, die Transaktion in zwei Blöcke aufzuteilen, einen schweizer und einen asiatischen, um auch Investoren aus Asien anzulocken. Der Verkaufsprozess soll allerdings noch am Anfang stehen.

18. September 2014 Banken

Dialog verläuft nach Lehrbuch

Dialog Semiconductor hängt ohne Zweifel an den Erfolgen von Apple. Als einziger Lieferant der verbauten Chips für Energiemanagement (PMIC) ist der Konzern recht stark (wenn auch nicht ausschließlich) von den Absätzen des iPhone-Herstellers abhängig.

2. September 2014 Banken

CMS und Clifford bei Atlantic-Haus-Verkauf aktiv

Die Immobilien-Investmentgruppe Cityhold hat mit Unterstützung von CMS Hasche Sigle das Atlantic-Haus in Hamburg erworben. Verkäufer ist ein Fonds der schweizerischen Großbank UBS, der Clifford Chance mandatiert hatte. Tätig waren die CMS-Partner Volker Zerr (Real Estate & Public), Christian Haellmigk, Rolf Hempel (beide Competition & EU) und Tobias Schneider (Tax, alle Stuttgart). Zum Clifford-Team gehörten die Partner Gerold M. Jaeger (Real Estate) und Thorsten Sauerhering (Tax, Frankfurt).

26. August 2014 Asset Management

Pictet – Wie der US-Steuerstreit für mehr Transparenz sorgt

Erstmals in ihrer 209-jährigen Geschichte gewährt die bislang so verschwiegene Schweizer Privatbank Pictet einen Einblick in ihr Zahlenwerk. Was sich zunächst nach einer Transparenz-Offensive anhört, ist vor allem eine Konsequenz aus dem zu Jahresbeginn erfolgten Rechtsformwechsel des nach der UBS und Credit Suisse drittgrößten Schweizer Vermögensverwalters.

7. August 2014 Banken

E.ON – Unterstützung im Rücken

Bei E.ON sind die Gewinnmitnahmen in den vergangenen Tagen noch etwas stärker ausgefallen als beim Gesamtmarkt. Die früher in solchen Korrekturphasen typische relative Stärke der damals noch als „defensiv“ bezeichneten Versorgeraktien ist spätestens seit der Energiewende längst nicht mehr gegeben.

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