Allianz – Lebensversicherungen sind wieder en vogue
Mit der Erweiterung des Allianz Leben-Vorstands fokussiert sich der Versicherer noch stärker auf den mehr als notwendigen kundenorientierten und zeitgemäßen Ausbau des Produktangebots.
Mit der Erweiterung des Allianz Leben-Vorstands fokussiert sich der Versicherer noch stärker auf den mehr als notwendigen kundenorientierten und zeitgemäßen Ausbau des Produktangebots.
Der Führungswechsel an der Spitze des genossenschaftlichen Versicherers R+V zum Jahreswechsel 2016/17 ist eine schon lange bekannte Personalie: Norbert Rollinger ersetzt Friedrich Caspers, der über zehn Jahre den Wiesbadener Versicherer leitete.
Das im Frühjahr von Neu-CEO Marcus Nagel vorgestellte Strategieprogramm nimmt immer mehr Form an. Ähnlich wie andere Versicherer durchläuft auch die Zurich Gruppe Deutschland einen tiefgreifenden Veränderungsprozess infolge von Digitalisierung, Niedrigzins und Regulierung. Nicht selten, siehe Beispiel Generali, ist dem Umbauprozess ein Führungswechsel an der Vorstandsspitze vorangegangen.
Eines haben Versicherungskonzerne in diesen Tagen gemeinsam. Bei der Bekanntgabe ihrer Halbjahreszahlen wird deutlich, wie die Belastungen durch Naturkatastrophen auf die Bilanzen drücken. Nicht anders verhält es sich beim drittgrößten deutschen Versicherer, Talanx, der seine Q2-Zahlen bzw. seinen Hj.-Bericht am Freitag vorlegte. Es fällt auf, und das ist in schwierigen Zeiten nicht selbstverständlich, dass die breite Mehrheit der Versicherer an ihren Jahreszielen weiter festhält.
Der fünftgrößte Versicherungskonzern der Welt, Zurich, musste trotz stabilen Umsatzes (36,1 Mrd. US-Dollar) im 1. Hj. 2016 einen um 22% niedrigeren Reingewinn in Höhe von 1,6 Mrd. Dollar im Vergleich zur Vorjahresperiode hinnehmen. Mit Blick auf die Q2-Bilanz fällt der Gewinnrückgang jedoch etwas moderater aus.
In inzwischen regelmäßig gepflegter Einmütigkeit äußern sich die großen Maklerhäuser zu den transparenten deutschen Metropolen-Immobilienmärkten. Wir haben die Zahlen zum ersten Halbjahr von JLL, BNPPRE, CBRE und Colliers unter die Lupe genommen. Zwar gibt es in der Erfassung noch Unterschiede, bei den Trends herrscht jedoch Einigkeit. Der Flächenumsatz dürfte in den Top-Märkten insgesamt um etwa 10% gestiegen sein. Der 5-Jahresschnitt der jeweils ersten Halbjahre wurde ebenfalls deutlich um etwa 15% übertroffen.
Die Startvoraussetzungen sind so gut wie lange nicht. Philippe Donnet und Alberto Minalli übernehmen beim italienischen Versicherer Generali als neuer Vorstandschef bzw. neuer Finanzdirektor einen bestens aufgestellten Konzern. Allerdings könnten die Fußstapfen, die der im Januar zum Schweizer Versicherer Zurich abgewanderte Ex-Chef Mario Greco hinterließ, größer kaum sein: Das Jahr 2015 beendete Europas drittgrößter Versicherer mit einem Gewinn von rd. 2 Mrd. Euro (+21,6%) – das höchste Plus seit acht Jahren.
Schon im vergangenen Jahr haben zahlreiche Kunden von ihrer Versicherung (z. B. HDI und LMV) unliebsame Post erhalten. Seit diesem Jahr kündigt nun auch die Zurich bundesweit tausenden Kunden ihre Wohngebäudeversicherung. Obwohl aktuell gar kein Schaden vorliegt, kündigt die Gesellschaft den Kunden entweder ganz den Versicherungsschutz auf oder verlangt per Änderungskündigung rd. 25% mehr Beitrag. Begründet wird dies mit der zunehmenden Schadenhäufigkeit an Gebäuden. In den letzten Jahren haben die Gesamtschäden im Bereich der Wohngebäudeversicherung, bedingt durch vermehrt kleinere und lokale (teils extreme) Wetterereignisse, erheblich zugenommen. Nur wenige Gesellschaften können laut Bafin-Statistik (2014) eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von unter 100% erzielen (s. PLATOW v. 2.12.)
Die Aktienmärkte waren 2015 kräftig in Bewegung, nicht zuletzt durch Terror und zunehmende politische Brandherde, aber auch durch wirtschaftliche Verwerfungen – von der Währungskrise in China bis hin zum Abgasskandal im VW-Konzern. Trotzdem scheint die Großwetterlage für Anleger noch immer freundlich.
Europas fünftgrößter Versicherer, die Zurich Insurance Group, hat in Deutschland einen Marktanteil von gut 4% und steht nach dem zum Jahreswechsel wirksamen Rücktritt des zuletzt glücklosen langjährigen Konzernlenkers Martin Senn vor tiefgreifenden Reformen. Zunächst wird Verwaltungsratschef Tom de Swaan alles daran setzen, zeitnah einen Nachfolger zu präsentieren, der aller Voraussicht nach von extern kommt und die überfällige Modernisierung der behäbig gewordenen Gesellschaft anpackt.
Ein Ausrutscher auf glattem Boden ist vielleicht noch zu verkraften. Aber ein nachgewiesener Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten kann einen Manager gründlich ruinieren und ihm seinen Job kosten. Entsteht dem Unternehmen ein Schaden, können Führungskräfte persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Dies gilt nicht nur für Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführer. Auch leitende Angestellte, Betriebsleiter oder Generalbevollmächtigte haften unter Umständen persönlich.
Nachdem die deutschen Versicherer seit Jahresanfang schon kräftig an den Kosten bei Lebensversicherungen und an der Höhe der Vertriebsvergütungen geschraubt haben, geht es nun bei den Gesellschaften selbst ans Eingemachte. Die Generali zieht ihre Truppe am Standort München zusammen und will sich dort komplett neu erfinden. Die Zentrale in Köln wird geopfert (vgl. PB v. 25.5.). Zurich hingegen gibt den Standort Bonn auf und zieht nach Köln. Andere werden mit Einsparungen auch beim Personal folgen oder setzen diesen Prozess fort, darunter AXA, HDI und Signal Iduna.
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Das World Economic Forum (WEF) ist seine Idee. Der Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab hat es 1971 zum ersten Mal durchgeführt. Seither ist das WEF aus Davos nicht mehr wegzudenken. Auch vom 21. bis 24.1.2015 wird sich die internationale Elite in dem Schweizer Skidorf treffen. Davos wird für eine knappe Woche zum Schauplatz eines Gedankenaustausches von Multiplikatoren für Multiplikatoren. Diese sollen ihre Erkenntnisse in alle Welt hinaustragen, in der Hoffnung, unsere Erde dadurch etwas besser zu machen.
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Der Wind in den Chefetagen deutscher Unternehmen wird immer rauer. Zur härteren Gangart gehört auch, dass sich Vorstände und Aufsichtsräte immer öfter gegenseitig in die Wolle kriegen. Aber auch Einflüsse von außen, wie Schadenersatzansprüche Dritter, verschärfte regulatorische Anforderungen oder Compliance-Regeln werden immer mehr zur Normalität. Zu diesen Erkenntnissen kommt die Beratungsgesellschaft Aon Risk Solutions und stellt fest, dass seit Beginn der Finanzkrise die Bereitschaft, auf Grund vermeintlicher Fehlentscheidungen des Managements auf Schadenersatz zu klagen, stark zugenommen hat.
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Seit 1.12. ist Marco Arteaga als Partner im Frankfurter Büro von DLA Piper tätig.
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Obwohl Zurich-Chef Martin Senn mit dem Umbau des Konzerns noch gut zu tun hat und dafür mit den jetzt angepeilten insgesamt 600 Mio. Dollar die zuvor angegebene Kostenspanne voll ausschöpft, sind die Eidgenossen mit einem Gewinnplus von 4% auf gute 4 Mrd. Dollar im letzten Jahr gut unterwegs. Immerhin 300 Mio. Dollar von den Umbaukosten sind bereits im 2013er Abschluss verdaut etwa für den Vertriebsumbau in Hong Kong und eine Goodwill-Abschreibung auf das russische Privatkundengeschäft.
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Völlig überraschend hat jüngst der Chef der Schweizer Bankenaufsichtsbehörde Finma, Patrick Raaflaub, seinen Rücktritt zum Monatsende verkündet. Zur Begründung ließ Raaflaub verlauten, er wolle sich neuen Herausforderungen stellen. Seither wird spekuliert, wohin es den 48-Jährigen ziehen könnte.
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Gestern und am heutigen Freitag tagen die Aufsichtsräte der Signal Iduna-Gruppe. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger die Zahlen der ersten neun Monate, die zufriedenstellend ausgefallen sein sollen, als vielmehr Personalien.
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Die traditionsreiche und nicht minder angesehene Schweizer Konjunkturforschungsstelle KOF hatte anlässlich des eigenen, 75-jährigen Jubiläums zu einer Tagung mit besonderen Gästen und Referenten geladen. Der prominenteste, der am Montag im Audimax der ETH Zürich auftrat, war Josef Ackermann.
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Mit der nicht zufällig in dieser Woche platzierten Nachricht, dass der Präsidialausschuss dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank empfohlen habe, den Vertrag von Jürgen Fitschen um zwei Jahre bis 2017 zu verlängern, wurde vom Institut gut getimt ein Signal gesetzt und Fitschen nicht zuletzt auch mit Blick auf den in München immer noch anhängigen Kirch-Prozess demonstrativ der Rücken gestärkt. Im Herbst droht dort die Anklageerhebung wegen angeblichen Prozessbetrugs. Betroffen ist nicht nur die ehemalige Führungsriege mit Josef Ackermann an der Spitze, sondern möglichweise auch Fitschen als einzigem noch aktiven Manager der Deutschen Bank.
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