GdV – Asmussens erster Aufschlag
Die gestrige Präsidiumssitzung des GdV fand nur online statt. Über die eigentlich bald zu regelnde Nachfolge von Verbandspräsident Wolfgang Weiler wurde daher gar nicht erst geredet.
Die gestrige Präsidiumssitzung des GdV fand nur online statt. Über die eigentlich bald zu regelnde Nachfolge von Verbandspräsident Wolfgang Weiler wurde daher gar nicht erst geredet.
Der Deutschland-Ableger des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich drückt hierzulande jetzt richtig auf die Tube. Nachdem der seit Februar 2018 amtierende Zurich Deutschland-Chef Carsten Schildknecht den Umbau der Gesellschaft schon seit knapp einem Jahr abgeschlossen hat (s. PLATOW v. 8.8.18), leitet der Manager jetzt einen weiteren Teil der strategischen Neuausrichtung ein.
Das Eis ist gebrochen. Zwar laufen die Verhandlungen noch, doch es ist absehbar, dass sich bis Jahresende Talanx und Ver.di auf das erste Sozialpartnermodell (SPM) in Deutschland einigen werden. Somit hat „Die Deutsche Betriebsrente“, ein Konsortium der beiden Versicherer Talanx und Zurich Gruppe Deutschland zur Verbreitung der so genannten Nahles-Rente, seinen ersten Kunden.
Eine Versicherung ist bald nur noch ein Algorithmus. Denn erst die intelligente Verknüpfung von Daten ermöglicht einen effektiven Versicherungsschutz. Das ist die Domäne der Insurtechs und gleichzeitig die Zukunft der Assekuranz.
Der Insolvenzfall Thomas Cook (s. Seite 1) beschäftigt auch die Versicherungsgesellschaft Zurich, die den Reiseveranstalter in der so genannten Insolvenzversicherung als Großkunden hat. Der GDV will davon derzeit aber nichts wissen. „Noch ist kein Versicherungsfall eingetreten“, entgegnet uns ein Verbands-sprecher und meint damit lediglich die noch nicht formal eingereichte (offizielle) Insolvenzanmeldung von Thomas Cook. Das dürfte schon bald passieren.
Die von Landeschef Carsten Schildknecht umgebaute Zurich Gruppe Deutschland hat mit dem Züricher Fintech Numbrs Personal Finance eine Versicherungspartnerschaft geschlossen. Zurich startet zunächst mit Produkten aus dem Bereich Haftpflicht in die Kooperation. Die Numbrs-App ermöglicht es Nutzern, Buchungen auf eigenen Konten bei mehreren Banken in einer Übersicht zu beobachten.
Der Austausch des Managerpersonals bei HDI Global SE, dem Industrieversicherer der HDI Gruppe, geht weiter. Zum 1.12. übernimmt Yves Betz, der von der Zurich-Gruppe kommt, als Vorstandsmitglied die Verantwortung für das Geschäft in Europa sowie in Nord- und Südamerika.
Die Meldungen über Cybervorfälle mehren sich. Sei es Erpressung mittels Ransomware wie WannaCry, zerstörerische Angriffe, Datenlecks oder schlichtes menschliches oder technisches Versagen – die Vielzahl und das Ausmaß der Risiken sind immens. Die Auseinandersetzung mit solchen Risiken ist heute Pflichtprogramm für jeden Manager. Doch nur wenige Unternehmen sind gegen Cyberrisiken versichert, weiß Kirstin Schwedt, Partnerin bei Linklaters und spezialisiert auf internationale Prozessführung.
Beim Wiesbadener Versicherer R+V nimmt die in der Gründung befindliche Vertriebsdirektion „Makler Personen“ immer mehr Form an. Jetzt hat die neue Unternehmenseinheit auch einen Verantwortlichen.
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) kommt nicht voran. Daran hat auch das seit Anfang 2018 gültige Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) mit seinen Neuerungen nicht viel geändert. Eine Einigung von Arbeitgebern und Gewerkschaften beim so genannten Sozialpartnermodell lässt weiter auf sich warten. Während die Versicherungswirtschaft auf der Produktgeberseite ihre Arbeit längst getan hat, verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaften im Schneckentempo über Einführung dieses neuen bAV-Durchführungsweges.
Das Betriebsrentenstärkungsgesetz steht ab 2019 vor einer Bewährungsprobe. Zum Jahreswechsel haben Arbeitnehmer erstmals einen gesetzlichen Anspruch auf einen AG-Zuschuss zur Betriebsrente. Das gilt allerdings nur für Neuverträge und nur wenn sie die Betriebsrente per Entgeltumwandlung einfordern. Dann erhält der Sparer mind. 15% des Entgelts als Zuschuss. Dafür sparen Unternehmen künftig rd. 20% an Sozialabgaben, wenn das Einkommen des Arbeitsnehmers unter der Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung liegt.
Die Versicherungsgesellschaften Zurich und Talanx haben grünes Licht für den Start ihrer Kooperation in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) gegeben. „Die Deutsche Betriebsrente“ sei ab sofort angebotsfähig, verkündeten beide Unternehmen vergangene Woche noch während der Maklermesse DKM in Dortmund. Das neue Sozialpartnermodell basiert auf einer garantiefreien Zielrentenlösung, wobei ein kapitalmarktbasierter Pensionsfonds zugrunde gelegt wird (s. PLATOW v. 15.6.).
Wenn am morgigen Donnerstag (9.8.) der Schweizer Versicherungskonzern Zurich seine Hj.-Bilanz 2018 für die Gruppe präsentiert, dann wird daran erstmals auch die Arbeit des seit 1.2. amtierenden neuen Deutschlands-Chefs Carsten Schildknecht abzulesen sein. Nach Analysten-Schätzungen soll der Konzerngewinn in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich steigen – von 14% Wachstum ist die Rede. Dass der deutsche Markt einen großen Anteil an diesem Erfolg hat, darauf deuten die jüngsten Aussagen Schildknechts hin.
Immer mehr Versicherer befinden sich in den Startlöchern für das neue Sozialpartnermodell in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Jetzt hat das 4er-Konsortium Alte Leipziger, die Bayerische, LV1871 und Volkswohl Bund den Startschuss für ihre neue bAV-Offensive gegeben. Unter dem Namen „Initiative Vorsorge“ wollen die vier Traditionsversicherer künftig gemeinsam ihre „LebensRente“, so heißt das Produkt offiziell, anbieten.
Der Verkauf des direkt am Gendarmenmarkt gelegenen Hilton Berlin mit 601 Zimmern für ca. 297 Mio. Euro durch ein Joint-Venture von Park Hotels & Resorts und Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) an Aroundtown ist laut JLL die deutschlandweit größte Hotel-Einzeltransaktion aller Zeiten. Aber auch die Veräußerung des Leonardo Royal Hotel München an Invesco für 157 Mio. Euro durch die israelische Fattal Gruppe und der Ankauf des Courtyard by Marriott in Hamburg als Forward-Deal durch die Zurich Gruppe Deutschland setzen Maßstäbe im deutschen Hotelinvestmentmarkt.
Der private Krankenversicherer Debeka baut mit der Gründung der Asset Management GmbH (DebekaAM) sein zweitgrößtes Standbein der Gruppe, die Lebensversicherungssparte, weiter kräftig aus. Die Gesellschaft soll künftig eigenverantwortlich Aktien, schwerpunktmäßig europäische Titel, in Fondsstrukturen der Unternehmensgruppe verwalten, heißt es. Hierfür hat der Koblenzer Versicherer jetzt die Lizenz der BaFin erhalten. Bislang arbeitete das Kapitalanlagenmanagement in der reformierten Leben-Sparte hauptsächlich mit Indexfonds (ETFs).
Der Markt der neuen betrieblichen Altervorsorge (bAV) ist um ein weiteres Angebot reicher. Nein, nicht etwa Branchenprimus Allianz hat endlich die Hosen runter gelassen, sondern wie von uns im PLATOW Brief v. 23.5. angekündigt hat die Talanx-Tochter HDI ihr neues Sozialpartnermodell vorgestellt. In spätestens zwei Monaten will die Gesellschaft zusammen mit der Zurich Versicherung das Produkt mit dem Markennamen „Die Deutsche Betriebsrente“ bei Gewerkschaften und Unternehmen bewerben.
Ein knappes halbes Jahr ist es erst her, dass der mittlerweile ehemalige Zurich Deutschland-Chef Marcus Nagel seine Wachstumspläne für den Versicherer präsentiert hat. Doch die Erfolge sind bereits im vergangenen Geschäftsjahr deutlich zu erkennen.
Es kommt Bewegung in die neue Betriebsrente. Das so genannte Sozialpartnermodell, der 6. Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung (bAV), nimmt Form an. Die R+V Versicherung und die Fondsgesellschaft Union Investment haben gemeinsam als bundesweit erste Anbieter ein Konzept vorgestellt. Die beiden Unternehmen im DZ Bank-Konzern können nach eigenen Angaben ab sofort für jede Branche und damit allen Tarifparteien in Deutschland ein Zielrenten-Produkt anbieten, welches über die gemeinsame Tochter R+V Pensionsfonds AG gesteuert wird.
Normalerweise werden Schadenersatzansprüche gegen Manager hinter verschlossenen Türen ausgefochten. Anders beim Industriedienstleister Bilfinger. Der AR des SDAX-Konzerns verlangt Schadenersatz von elf früheren Vorständen, darunter der ehemalige hessische Ministerpräsident und Ex-Bilfinger-Chef Roland Koch. Damit nimmt das Aufsichtsgremium dessen Rufschädigung in Kauf. Das laufe immer so ab, berichten uns mit der Sache vertraute Experten. Angeblich steht ein Betrag in Höhe von 100 Mio. Euro im Raum, der auf zwei Jahren Prüfzeit sowie einem Gutachten der Anwaltskanzlei Linklaters basiert.
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