Die Schließungswelle bei Offenen Immobilienfonds und die zunehmende Kritik an den Produkten hat die Finanzaufsicht auf den Plan gerufen. „Ein Versagen des Systems ist es aber nicht“, unterstreicht Felicitas Linden, Abteilungsleiterin Asset Management bei der Bafin.

Acht Fonds mit einem Volumen von insgesamt 2,9 Mrd. Euro hatten in diesem Jahr die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt, vier davon werden abgewickelt. Insgesamt gibt es 43 Immobilienfonds mit einem verwalteten Vermögen von 108 Mrd. Euro. Zuletzt hat zudem der 4,3 Mrd. Euro schwere DWS Grundbesitz Europa die Rücknahme eingeschränkt.

„Im gesamten Markt liegt die Liquidität weiterhin über der gesetzlichen Mindestquote“, so Linden. Zugleich stünden „einige Fonds erheblich unter Druck“. Seit August 2023 ziehen die Anleger Gelder aus dem Segment ab, da die gestiegenen Zinsen andere Produkte attraktiver machen und zugleich die Gewerbeimmobilien an Wert verloren haben. Die Bafin hat eigenen Angaben zufolge die Immobilienfonds seit der Zinswende besonders im Blick. Bei den eingefrorenen Fonds achte sie darauf, dass die Immobilien angemessen verkauft und alle Anleger gleich behandelt würden.