Das Frankfurter Bankhaus Metzler ist über 350 Jahre alt. Aber den Bereich, der derzeit am dynamischsten wächst, gibt es erst seit gut fünf Jahren. Er ist Teil des Geschäftsfelds Capital Markets und heißt Corporate Solutions. Gegründet 2021, zuständig für Börsengänge, Aktienplatzierungen und Anleiheemissionen für deutsche Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand. Im vergangenen Jahr vervierfachte das Team seine Transaktionszahl auf 16. Darunter der Börsengang von Thyssenkrupp Marine Systems und Anleiheplatzierungen für die Investitionsbank Schleswig-Holstein und die Fußballclubs Werder Bremen und Schalke 04.

Eine wichtige Stütze des Wachstums im Kapitalmarktgeschäft ist der Ausbau des Researchs. Es öffnet Türen zum Management der Unternehmen und hilft, Investoren gezielt anzusprechen, wenn eine Aktien- oder Anleiheemission ansteht. Seit 2020 hat Metzler seine Coverage von rund 80 auf 120 deutsche Unternehmen ausgebaut. „Unser klares Ziel ist, erster Ansprechpartner für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland zu werden“, sagte Metzler-Chef Gerhard Wiesheu.

Auch die übrigen Geschäftsbereiche legten 2025 zu. Die Erlöse stiegen von 229 Mio. auf 242 Mio. Euro. Getrieben wurden die Erlöse, wie bei Metzler üblich, vom Provisionsergebnis, das um 12% auf 215 Mio. Euro wuchs. Im Asset Management verwaltete Metzler 80 Mrd. Euro (2024: 77 Mrd. Euro). Corporate Finance begleitete eine zweistellige Zahl von M&A-Transaktionen — zunehmend auch in Japan. Das Private Banking eröffnete einen Standort in Berlin.