Die in den „Kiabi-Skandal“ verwickelte Volksbank Düsseldorf Neuss hat von der Bafin eine Buße von 210.000 Euro aufgebrummt bekommen. Die Finanzaufsicht hatte Mängel in der Geldwäscheprävention festgestellt. Einer Mitteilung zufolge wurde die Arbeit des externen Geldwäschebeauftragten von der Bank nicht richtig überprüft. 2024 waren fragwürdige Zahlungen mit Iran-Bezug bei der Bank ruchbar geworden.

Dieses Land steht auf der Bafin-Liste der Hochrisikoländer für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Bei solchen Ländern müssen Banken besondere Sorgfaltspflichten erfüllen: intensivere Kontrollen und schnelle Verdachtsmeldungen an die Financial Intelligence Unit. Konkret ging es damals um Transaktionen des Düsseldorfer Unternehmens GIC International, die nicht richtig geprüft worden waren. Wie die Aufsicht festhält, bleibt die Bank auch dann in der Verantwortung für die Geldwäscheprävention, wenn diese an einen externen Dienstleister ausgelagert wird. Der Bescheid ist seit dem 19. August 2026 rechtskräftig.

Die Volksbank Düsseldorf Neuss zählt zu den Kriseninstituten der Gruppe, seit sie in einen 100 Mio. Euro schweren Betrugsfall im Zusammenhang mit dem französischen Modekonzern Kiabi verwickelt war. Die Bafin ersetzte in Düsseldorf den gesamten Vorstand mit externen Managern und schickte zwei Sonderbeauftragte. Die Volksbank Krefeld ist aktuell dabei, die Problembank rückwirkend zum 1. Januar 2026 zu übernehmen.