Börse Stuttgart will bei Bitcoin ganz vorne mitmischen
Das „digitale Gold“ Bitcoin ist auf dem Vormarsch erklärte Blackrock-Chef Larry Fink im Sommer.
Das „digitale Gold“ Bitcoin ist auf dem Vormarsch erklärte Blackrock-Chef Larry Fink im Sommer.
Philipp Schulden und Thomas Faber wollen den (deutschen) Krypto-Markt revolutionieren. Der von ihnen entwickelte Robo Advisor Rudy soll den Kunden auf dem volatilen und komplexen Krypto-Markt Orientierung bieten, indem er basierend auf einem Fragebogen zwei Anlagestrategien offeriert: „growth“ und „steady“.
Das lange angekündigte Angebot der Volks- und Raiffeisenbanken, auch Privatkunden den Handel mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin zu ermöglichen, befindet sich auf der Zielgeraden. Der Pilot soll nach unseren Informationen noch im ersten Quartal 2024 an den Start gehen. Geplant ist eine Wallet-Lösung für sogenannte Selbstentscheider.
In der Sparkassen-Organisation gelten Krypto-Assets immer noch als ein höchst suspektes Anlageinstrument. Wenn etwas schon Kypto heißt, kann das nichts für den gemeinen Sparkassen-Kunden sein, so die Denke. Der DSGV hat den Handel mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin sogar mit einem Bannstrahl belegt, um die Sparkassen-Kunden vor „unkalkulierbaren Risiken zu schützen“.
Wesentliche Bestandteile des „Megatrends Digitalisierung“ seien Token-Ökonomie und digitale Assets, zumal im Zusammenhang mit Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Ein potenzieller „Game Changer für die gesamte Finanzbranche“, erklärte uns Christoph Hock, Head Multi-Asset Trading bei Union Investment, heute auf der Krypto-Konferenz CAC23B in Frankfurt. Zusammen mit Benedikt Faupel, Bereichsleiter Blockchain bei Bitkom, präsentierte Hock dort den Teil der Finanzbranche, der vor allem die Chancen eines digitalen Finanzmarktes sieht.
Warnzeichen gab es eigentlich genug. Was einem umso mehr zu denken geben sollte, als Samuel Bankman-Fried und die von ihm mitgegründete Krypto-Börse FTX trotzdem lange kein Problem damit hatten, vertrauensselige Investoren zu finden.
Krypto hat Zukunft, darüber waren sich die drei Panellisten Matthias Voelkel (Börse Stuttgart), Eric Demuth (Bitpanda) und Frank Niehage (Flatex-CEO) auf dem „Handelsblatt Bankengipfel“ einig.
Überraschende Neuigkeiten: Baden-Württemberg ist ähnlich innovativ wie Kalifornien, das immerhin das Silicon Valley beheimatet, sagen Forscher des IW Köln.
Patriotismus, gewohnheitsmäßige Vorsicht oder die Binse, dass der Teufel, den man kennt, immer besser ist als andere Teufel – über die Gründe dafür, dass Paypal den eigenen Stablecoin auf Ethereum-Basis ausgerechnet in den USA startet, kann man trefflich spekulieren. Bietet die EU mit der finalisierten Regulierung für „Markets in Crypto Assets“ (MiCA) doch eigentlich ein besser kalkulierbares Umfeld für eine solche neue Digitalwährung.
Trotz der eher durchwachsenen Presse der vergangenen Monate birgt alles, was mit dem Vorsatz „Krypto-“ oder „Blockchain-“ beginnt, immer noch ein gewisses Faszinationspotenzial. Sehr zur Freude der Dienstleister, die sich mit den inzwischen gar nicht mehr so seltenen Emissionen nach dem 2021 eingeführten elektronischen Wertpapiergesetz (eWPG) beschäftigen.
Es war mucksmäuschenstill im Spiegelsaal des hoch im Taunus gelegenen Falkenstein Grand, als Marcel Fleisch, Chief Product Officer der VP Bank, vor dem Hauptgang eines opulenten Menüs zum Impuls ansetzte: „Re-thinking Wealth Management – Vorteile der Tokenisierung bei Nachlassplanung und Philanthropie“. Fleisch skizzierte vor Familienunternehmern und Family Offices, wie die Blockchain-Technologie Einzug hält in die Angebotspalette einer mittelgroßen Privatbank aus Liechtenstein mit ca. 800 Mitarbeitern und ca. 50 Mrd. Euro AuM, die Ambitionen auch in Deutschland hat.
Aus und vorbei. Amerikas Aktienbörse Nasdaq hat dem Markteintritt als Krypto-Verwahrer urplötzlich eine Absage erteilt.
Wenn das nicht mal eine Rally war. Über Nacht schoss der Wert der mit dem Zahlungsnetzwerk Ripple verbundenen Kryptowährung XRP um bis zu 85% (bei Redaktionsschluss: 65%) nach oben. Dabei wurde mit 41 Mrd. US-Dollar auch die Marktkapitalisierung des Binance Coin (39,7 Mrd. Dollar) der Kryptobörse Binance in den Schatten gestellt.
Er versprach seinen Anlegern das Blaue vom Himmel. Renditen von bis zu 20% winkten laut dem ehemaligen Celsius-CEO Alex Mashinksy. Doch dann beantragte der Krypto-Lender im Zuge des Zusammenbruchs von Terra/Luna Insolvenz – genau heute vor einem Jahr (13.7.22). Am Donnerstag (13.7.) hat die US-Börsenaufsicht SEC den ehemaligen Krypto-Guru festnehmen lassen und Anklage u. a. gegen ihn, seinen CRO Roni Cohen-Pavon sowie Celsius erhoben.
In den USA könnte die Securities and Exchange Commission (SEC) nun doch noch die lang ersehnte Zulassung für Bitcoin-Spot-ETFs auf den Weg bringen, nachdem Blackrock und Co. mit ihren Anträgen zunächst gescheitert waren.
Die Helaba ist schon länger dafür bekannt, selbst in Startups zu investieren (vc trade, Komuno). Nun hat sich die Landesbank an Cashlink Technologies beteiligt.
Banken und Sparkassen agieren nicht nur im Zahlungsverkehr, sondern auf vielen anderen Gebieten immer digitaler. Das hat große Vorteile. Während die Übertragung von Rechten an Vermögenswerten (Aktien, Immobilien, Kunst) über Jahrzehnte auf dem Weg der Verbriefung erfolgte, eröffnen sich in einer digitalisierten Welt ganz neue Möglichkeiten. An die Stelle eines klassischen Dokuments oder einer Urkunde tritt ein digitaler Token.
Wenn die Vorwürfe stimmen, die die US-Börsenaufsicht SEC gegen die Digitalwährungsbörsen Binance und Coinbase erhoben hat, könnte die Krypto-Sphäre bald wieder einmal um zwei zentrale Player kleiner werden. Binance soll in diversen Geschäftsfeldern ohne die notwendigen Lizenzen operiert, Zahlen manipuliert und Kundengelder für den Eigenhandel abgezweigt haben, auch für persönliche Geschäfte von CEO Changpeng Zhao. Einen Binance-eigenen Stablecoin hatten die US-Aufseher schon Anfang des Jahres untersagt. Coinbase wirft die SEC ebenfalls fehlende Lizenzen vor.
Dass die Entwicklungen bei Krypto-Assets keineswegs ohne Auswirkungen auf die Stabilität des traditionellen Finanzsystems bleiben, hat man in den USA gerade schmerzhaft gelernt. Um Ähnliches in Europa zu verhindern, hat sich nun der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) über Krypto- und dezentrale Finanzwerte (DeFi) gebeugt.
Noch dieses Jahr sollte die Europäische digitale Identität (EUid) als Wallet auf den Markt kommen. Doch wie uns eine Vertreterin des EU-Rats mitteilt, dürfte erst frühestens Ende Sommer die „offizielle“ Fassung des Gesetzgebungsakts feststehen. Während Dienstag (23.5.) die zweite Trilogverhandlung zur Vorbereitung eines Dossiers stattfindet, um datenschutzrechtliche Bedenken auszuräumen, wurde der dritte Termin auf Ende Juni verschoben. Damit rückt die Errichtung eines digitalen Ökosystems, das Daten von der Kontonummer bis hin zu Geburtsurkunde und Führerschein beinhaltet, in Verzug.
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