
„Der Venture-Capital-Markt ist noch sehr kleinteilig und intransparent“
Im PLATOW-Gespräch berichtet KfW Capital-Chef Jörg Goschin von den Tücken des deutschen Venture-Capital-Markts, dem Erfolg des Wachstumsfonds und einer Besonderheit in den USA.
Im PLATOW-Gespräch berichtet KfW Capital-Chef Jörg Goschin von den Tücken des deutschen Venture-Capital-Markts, dem Erfolg des Wachstumsfonds und einer Besonderheit in den USA.
Auf der Digital-Finance-Konferenz diskutierte ein hochkarätiges Panel über den Finanzplatz Europa. Welche Stärken und Schwächen die Experten sehen und was sie fordern.
Kaum ist das Berliner Fintech Solaris gerettet, schürt das Management auch schon wieder hochfliegende Bewertungsfantasien. PLATOW macht den Realitätscheck.
Andreas von Richter betrachtet den Fintech-Hype als beendet. Die Investmenteinheit LBBW VC setzt daher auf die Sektoren digitale Transformation und Biotech – und hat große Pläne.
Der Höhenflug des Bitcoin konnte die Szene der Krypto-Start-ups bislang nicht aus ihrem Winterschlaf reißen. Doch es gibt Hoffnung. Das hat auch mit MiCa zu tun.
Erneut Wirbel bei der Deutsche Familienversicherung (DFV). Der Digitalversicherer verlängert CEO Knolls Vertrag und verlässt das Börsenparkett. Großaktionär Luca Pesarini baut seinen Anteil aus, doch die Zukunft der DFV bleibt nebulös.
Allianz Direct sammelt weiter die Scherben auf, die die gescheiterte Insurtech- und Start-up-Revolution in Europa hinterließ. Nachdem im Oktober bereits die Bestände von Friday (Tochter von Baloise, 250.000 Kunden) und im Januar das französische Hausratsversicherungsgeschäft des Digitalhauses Luko übernommen wurden, folgt nun der dritte Streich: Der Kauf des europäischen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts (P&C) von iptiQ, ein 2011 gegründeter B2B2C-Versicherer und Tochter der Swiss Re.
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Jetzt anmeldenDeutsche Finanz- oder Wirtschaftsverbände beklagen tagein tagaus die große Abhängigkeit von ausländischen Soft- und Hardware-Unternehmen. Dazu passt, dass Deutschland viel zu wenige den Markt aufmischende Jungunternehmen, etwa im Bereich der Zahlungsdienstleistungen, zustande bringt. Hauptursache ist der Mangel an Geld, aber auch eine im Vergleich zu den USA fehlende Kultur für Venture Capital.
Als die Bundesregierung im August 2023 ihren Entwurf für das erste Zukunftsfinanzierungsgesetz vorlegte, da wurde sie für ihre Ziele zwar gelobt, doch mit den konkreten Maßnahmen war längst nicht jeder glücklich. Der ganz große Wurf, der den Finanzplatz Deutschland stärken sollte, blieb damals aus. Nun soll es so weit sein.
Lange Zeit galten die Private Markets mit ihrem Unterklassen Private Equity, Venture Capital, Real Estate, Real Assets (v.a. Infrastruktur) und Private Debt als Renditegaranten. Spätestens seit der Zinswende und mit Einsetzen der konjunkturellen Abschwächung hat sich der Wind allerdings gedreht.
Unter deutschen Start-ups tut sich mit Topi nach langer Zeit mal wieder ein Hoffnungsträger hervor. Das Berliner Unternehmen bezeichnet sich selbst als Fintech, bietet Firmen genau genommen ein „Hardware-as-a-Service-Modell“ zur Beschaffung von IT-Produkten wie Laptops.
Während sich der deutsche Venture-Capital-Markt im Jahresverlauf schwierig gestaltet, gibt es zumindest auf europäischer Ebene keinen Anlass zu größerer Sorge. Die VC-Transaktionsaktivität in Europa war in Q2 robust, wie der Datenanbieter PitchBook in seinem Report vorrechnet.
Am deutschen Markt für Wagniskapitalfinanzierung hat eine leichte Erholung eingesetzt – diese ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Im ersten Quartal lag laut einer Erhebung der KfW der Mittelfluss mit 1,9 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresquartals (1,7 Mrd. Euro). Dieser konnte jedoch nicht an die Rekordwerte aus demselben Zeitraum in den Jahren 2021 und 2022 (3,1 und 3,4 Mrd. Euro) anknüpfen.
Zurück zum Kerngeschäft. Nach dem Auslaufen der Strompreisbremse und dem Ende der Rettungshilfen für gestrauchelte Energieversorger wie Uniper will die KfW im laufenden Jahr ihren Fokus wieder verstärkt auf die Förderung „strategischer Investitionen“ legen, um die grüne und digitale Transformation in Deutschland voranzutreiben, wie Vorstandschef Stefan Wintels ankündigte.
Laut dem „PropTech Report 2023“ von blackprint zur Entwicklungen des deutschen PropTech- und Wagniskapitalsektors ist die Anzahl der PropTechs 2023 um 111 auf ein Rekordhoch gestiegen.
Einen Hoffnungsschimmer sehen Private-Markets-Spezialisten ausgerechnet in der überraschend langen und heftigen Jahresend-Rallye an den Börsen.
Mit gleich vier Neuzugängen baut die Sozietät GÖRG ihr Beratungsangebot im Bereich Corporate/M&A, Venture Capital und Finanzaufsichtsrecht aus.
Die Investitionssumme deutscher Start-ups ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 39% gefallen. Im Vergleich zum Rekordjahr 2021 sind es -65%.
Schwerer noch als andere Private-Markets-Sparten hat es seit der Zinswende die Wagniskapitalbranche. Nur logisch, dass die Start-up-Finanzierung durch Fonds, die mit Geldern der öffentlichen Hand arbeiten, eine immer größere Rolle spielt.
Das sitzt. Eine ganze Generation von Start-up-Unternehmern in der DACH-Region habe aus der Zeit und dem Geld, die bzw. das bis 2021 massig zur Verfügung stand, „sehr wenig gemacht“, bemerken die Autoren des „Territory Guide“ für die deutschsprachigen Länder, den das Analyse-Haus Preqin gerade publiziert hat.
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