Geno-Banken – Schwache Mitarbeiterpräsenz auf Linkedin
Genossenschaftsbanken und New Work, das sind Begriffe, die man nicht unbedingt miteinander assoziiert.
Genossenschaftsbanken und New Work, das sind Begriffe, die man nicht unbedingt miteinander assoziiert.
Die genossenschaftliche apoBank hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Durchlauferhitzer für Vorstände entwickelt. Daran hat sich auch unter Vorstandschef Matthias Schellenberg und dem neuen AR-Vorsteher Karl-Georg Pochhammer nichts geändert. Nach dem lautstarken Abgang von Privatkundenvorständin Jenny Friese, die sich mit Schellenberg überworfen hatte, haben auch Großkundenvorstand Alexander Müller, dessen Ressort bis zur Unkenntlichkeit eingedampft werden soll, und CFO Holger Wessling, der Mitte des Jahres als Vorstandschef bei der Sparkasse Rhein-Nahe anheuert, die Flucht ergriffen.
Der luxemburgischen Quintet Private Bank und der deutschen Tochter Merck Finck laufen die Führungskräfte geradezu in Scharen davon.
Seit 1.3. leitet Matthias Schellenberg die apoBank. Nach der missglückten IT-Migration, die die Bank und ihre Kunden die letzten Jahre in Atem gehalten hat und über die sein Vorgänger gestolpert war, wollte Schellenberg Ruhe in das Haus bringen. Die ersten Monate ist das nicht gelungen. Mit Eckhard Lüdering und Jenny Friese verließen zwei Vorstände die Düsseldorfer im Unfrieden. Der Ausstieg aus der Wertpapierberatung, im Raum stehende Kostensenkungen und Wechselgerüchte um die beiden übrigen Alt-Vorstände Alexander Müller und CFO Holger Wessling (s. PLATOW v. 12.10.) sorgen aktuell eher für mehr als weniger Unruhe im Haus.
Seit März ist Matthias Schellenberg Vorstandschef der apoBank. In der Zeit ist sein halbes Vorstandsteam von der Fahne gegangen. Und nicht im Frieden. Eckhard Lüdering warf Schellenberg Interessenkonflikte vor, da BCG, die sich bei der apoBank seit Jahren eine goldene Nase verdient, Schellenberg auf den Chefposten gelotst haben soll. Ein mit heißer Nadel gestrickten Gutachten widerspricht dem. Jenny Friese, die ebenfalls im September Hals über Kopf ihren Vorstandsstuhl geräumt hat, soll nach einem heftigen Streit gar Anzeige gegen Schellenberg erstattet haben.
Die mutmaßlichen Interessenkonflikte von apoBank-Chef Matthias Schellenberg im Zusammenhang mit Berateraufträgen in Millionen-Höhe an die Boston Consulting Group (BCG) beschäftigen mittlerweile auch die Justiz.
In unserem Brief vom 5.9. berichteten wir Ihnen, wie ganze Heerscharen von Beratern der Boston Consulting Group (BCG) seit Jahren ihr Unwesen bei der genossenschaftlichen apoBank treiben. Wie uns nun zugetragen wurde, könnte dies schon bald auch ein Fall für die Justiz werden.
Was ist bloß los mit der apoBank? Die größte deutsche Genossenschaftsbank gilt als grundsolide und verdient mit Ärzten und Apothekern seit Jahren gutes Geld, kommt aber nicht aus den Schlagzeilen. Heerscharen von BCG-Beratern, die Vorstand und AR gerufen haben, bevölkerten schon unter dem Ende 2021 geschassten Ulrich Sommer die Flure in der Düsseldorfer Zentrale und sind auch mit dessen Nachfolger Matthias Schellenberg nicht verschwunden. Sie kosten viel Geld, von 35 Mio. bis 40 Mio. Euro allein unter Sommer ist die Rede. Nichts wird besser, nur die Mannschaft verunsichert.
Wie exklusiv berichtet (s. PLATOW v. 20.7.), hat Wolfgang Altmüller, Chef der meine Volksbank Raiffeisenbank aus Rosenheim, bei der Suche nach einem Nachfolger für den zum Jahresende ausscheidenden Veit Luxem als Präsident des BVR-Verbandsrats seinen Hut in den Ring geworfen.
Im März wurde Mathias Schellenberg zum Chef der apoBank gekürt. Sein Auftrag: Die Zahlen der unter der holprigen IT-Umstellung leidenden Düsseldorfer wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu gehört, sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren.
Wer an herausragende Vermögensverwaltung denkt, hat zunächst die traditionsreichen Privatbanken mit langer Historie und klingenden Namen im Kopf, von Berenberg über Bethmann und Deutsche Oppenheim bis Hauck Aufhäuser Lampe, Metzler und Oddo BHF. Dagegen stehen Sparkassen und Volksbanken eher für Zahlungsverkehr und Baufinanzierung.
Die apoBank erwägt nach unseren Informationen, aus der Wertpapierberatung auszusteigen. Betroffen davon wären angeblich bis zu 200 Mitarbeiter. Seit März steht Matthias Schellenberg auf der Kommandobrücke.
Die apoBank dürfte eine der wenigen Banken sein, der es 2021 nicht gelungen ist, ihren Gewinn zu steigern. Trotz boomender Aktienmärkte und einer beneidenswert solventen und treuen Klientel, bei der die Düsseldorfen z. B. bei Existenzgründungen auch schon mal mehr als 50% Marktanteil erreichen, lag der Überschuss mit 65 Mio. Euro nur auf Vorjahreshöhe.
Mit der kleinen Donner & Reuschel hat nach Berenberg eine weitere Hamburger Privatbank 2021 geglänzt. Die Signal Iduna-Tochter kommt, wie wir vorab hören, trotz hoher IT-Kosten (CIR: 85%) auf ein Ergebnis v. St. von 17 (Vj. 2) Mio. Euro.
Für den 29.4. lädt die apoBank zur Vertreterversammlung ins Düsseldorfer Maritim Hotel. Spannendstes Thema ist die Besetzung des Aufsichtsrats und die Frage nach dem künftigen Vorsitz des Gremiums. Ulrich Montgomery kämpft dem Vernehmen nach zwar um seinen Verbleib als AR-Chef. Der Weltärztepräsident hat durch sein von vielen als eitel empfundenes Gebaren in der Corona-Krise aber den Rückhalt in der Ärzteschaft verloren, auf deren Ticket er einst in das Gremium entsandt wurde (s. PLATOW v. 5.11.).
Das in der Branche für den 10.12. erwartete „Bauernopfer“ wurde pünktlich erbracht. Ulrich Sommer scheidet nach vier Jahren als Vorstandsvorsitzender der apoBank aus. Sein umstrittener Aufsichtsratsvorsitzender Frank Ulrich Montgomery, dem Insider mehr Eitelkeit als Fachkompetenz zuschreiben, schickt ihm in der offiziellen Verlautbarung des Hauses mit den Worten „großartige Arbeit, herausragender Manager“ einen vergifteten Abschiedsgruß hinterher. Die Suche nach einem Nachfolger läuft, diesmal offenbar mehr mit Bordmitteln als mit Unterstützung von Personalberatern (zuletzt war hier stets Boyden tätig).
Ein Wechsel an der Spitze von Vorstand und Aufsichtsrat soll das Führungschaos bei der apoBank beenden. Nach unseren Informationen will das mit einer Bilanzsumme von 66 Mrd. Euro größte genossenschaftliche Primärinstitut den im Herbst 2022 auslaufenden Vertrag von Vorstandschef Ulrich Sommer nicht mehr verlängern. Grund dafür ist u. a. die missglückte IT-Migration, die viele Kunden verärgert und sogar die EZB auf den Plan gerufen hatte.
Vergangenen Freitag haben Vorstand und Aufsichtsrat der apoBank in einem Workshop gemeinsam darüber beraten, wie der Aufsichtsrat der Düsseldorfer professioneller besetzt werden könnte.
Die Personalpolitik der apoBank war in den letzten Monaten von einigen Schlenkern geprägt. Der neueste folgt dem Vernehmen nach auf der für Montag (6.9.) geplanten AR-Sitzung. Eigentlich sollte da der im Herbst 2022 endende Vertrag von Vorstandschef Ulrich Sommer vorzeitig verlängert werden. Wie wir hören, ist dieser Punkt aber wieder von der Tagesordnung genommen worden. Sommer, dessen Vertrag eine Entscheidung darüber spätestens ein halbes Jahr vor Ende der Laufzeit vorsieht, steht unter Beobachtung. Grund ist die missglückte IT-Migration zu Avaloq, in deren Folge Kunden wichtige Dienstleistungen nicht nutzen konnten.
Die Apobank sondiert nach unseren Informationen den Verkauf der AIK. Die Fondstochter mit einem Anlagevolumen von 5,5 Mrd. Euro bietet Immobilien-Spezialfonds für Versorgungswerke an, die auch zu 35% an der AIK beteiligt sind. Zu unserer entsprechenden Anfrage wollte das größte genossenschaftliche Primärinstitut keine Stellung nehmen.
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