Riese sieht gute Argumente für Fusion von CoBa und Unicredit
Noch wehrt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme durch UniCredit. Die Konkurrenz hingegen sieht eine mögliche Fusion positiv.
Noch wehrt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme durch UniCredit. Die Konkurrenz hingegen sieht eine mögliche Fusion positiv.
Seit Jahren fordern Politiker und Aufseher größere und vor allem auch grenzüberschreitende europäische Banken. Jetzt versucht Unicredit, die Commerzbank zu schlucken, die immerhin zweitgrößte private Bank Deutschlands.
Am Dienstag übernimmt Bettina Orlopp offiziell den Vorstandsvorsitz von Manfred Knof – als erste Frau an der Spitze der Commerzbank. Darauf hat die bisherige CFO lange und geduldig hingearbeitet. Für Orlopp dürfte die Amtsübernahme dennoch einen bitteren Beigeschmack haben. Denn nach Lage der Dinge wird die wichtigste Aufgabe der neuen Vorstandschefin in den kommenden Monaten darin bestehen, die Bedingungen für eine „freundliche“ Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit auszuhandeln.
Selbstbewusst soll die Stimmung auf der Strategieklausur der Commerzbank gewesen sein, heißt es. Doch angesichts des zuvor nochmals enger gesetzten Würgegriffs von Unicredit dürfte das kaum mehr als das berühmte Pfeifen im Wald gewesen sein. Denn viele Optionen hat die Commerzbank nicht, um sich gegen eine Übernahme durch die Italiener zu stemmen, zumal der Vorstand als Treuhänder des Aktionärsvermögens die Interessen aller Anteilseigner im Blick haben muss. Letztlich wird es wohl darum gehen, sich möglichst teuer zu verkaufen.
Schon wieder hat der listige Unicredit-Chef Andrea Orcel die Commerzbank-Führung kalt erwischt. Nur wenige Stunden vor dem Start der Strategieklausur von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank machte Orcel am Montag öffentlich, dass sich Unicredit über „Finanzinstrumente“ den Zugriff auf weitere 11,5% der Commerzbank-Aktien gesichert habe und nach Erhalt der erforderlichen Genehmigung durch die EZB den Anteil auf insgesamt 21% ausbauen will.
Es klingt nach einer Räuberpistole, was derzeit in Finanzkreisen hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Bei genauerem Hinsehen erscheint die Geschichte jedoch keineswegs unplausibel. Demnach sollen die Finanzagentur und das Finanzministerium tatsächlich von dem Unicredit-Gebot für sämtliche vom Bund zum Verkauf gestellten Commerzbank-Aktien überrumpelt worden sein. Seither sollen sie im Finanzministerium darüber rätseln, wer ihnen dieses Ei ins Nest gelegt hat. Die Spur, so heißt es, soll ausgerechnet ins Kanzleramt führen.
Deutsche Finanz- oder Wirtschaftsverbände beklagen tagein tagaus die große Abhängigkeit von ausländischen Soft- und Hardware-Unternehmen. Dazu passt, dass Deutschland viel zu wenige den Markt aufmischende Jungunternehmen, etwa im Bereich der Zahlungsdienstleistungen, zustande bringt. Hauptursache ist der Mangel an Geld, aber auch eine im Vergleich zu den USA fehlende Kultur für Venture Capital.
Die Banken verlieren ihren Zugriff auf das lukrative Bancassurance -Geschäft. Der Anteil des Vertriebswegs Bank am Lebensversicherungsneugeschäft fällt (2021: 20,9%; 2021:20%; 2022:18,4%), zeigen Zahlen des Branchenverbandes GDV.
Die Helaba nimmt das Thema KI im eigenen Betrieb offenbar ernst. So ernst, dass die Landesbank nun ihren ersten „Chief AI Officer“ ernannt hat.
Wenn Anfang Oktober die internationale Bankerszene nach Peking pilgert, richten sich auch die Augen der Messe Frankfurt auf Chinas Hauptstadt.
Die Commerzbank will auch nach dem Einstieg der Unicredit ihren geplanten Aktienrückkauf durchziehen, wie uns das Institut auf Anfrage bestätigt.
Das, „was außen passiert, hat nicht meinen Fokus“, kanzelte Deutsche Bank-Chef Christian Sewing auf dem „Handelsblatt“-Bankengipfel Spekulationen über ein Interesse an einem Einstieg bei der Commerzbank ab. Da hatte der Bund gerade angekündigt, einen Teil seiner Commerzbank-Aktien verkaufen zu wollen.
Ziemlich belämmert stehen Bundesregierung und Finanzagentur nach dem Einstieg des italienischen Unicredit bei der Commerzbank da.
Jahrelang lagen die Zinsen auf Rekordtief, sehr zum Leid der Sparer. Dann hob die EZB die Sätze ab 2022 so stark an wie nie in ihrer jungen Geschichte. Der entscheidende Einlagenzins ist überall im Währungsraum gleich. Aktuell beträgt er 3,75%.
Ohne Vorwarnung wurde auch Commerzbank-CFO Bettina Orlopp von der Ankündigung der Finanzagentur überrascht, dass der Bund seinen Anteil an Deutschlands zweitgrößter privater Bank reduzieren will. Als Orlopp die Nachricht ereilte, befand sie sich gerade auf dem Weg zum KfW-Sommerempfang. Völlig unerwartet dürfte die Ankündigung des Bundes die CFO aber nicht getroffen haben.
Für einen Aufschrei der Empörung sorgten kürzlich die Ergebnisse der „Public Pay Studie 2024“ der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und der Personalberatung LAB & Company. Demnach verdienen die Top-Manager der Sparkassen im Median 390.000 Euro – und damit deutlich mehr als andere Manager im öffentlichen Bereich.
Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen, DKB, Targobank: Kunden überall bekommen aktuell Briefe von ihren Geldhäusern – zumindest denken sie das.
Die Commerzbank ähnele mehr einer Großsparkasse als einer Großbank, behaupten Lästermäuler bereits seit vielen Jahren. Dass sie ebenso wie die Sparkassen zu den großen Gewinnern der hohen Zinsen zählt, dürfte diesen Eindruck eher noch verstärkt haben.
In Deutschland ist die Inflationsrate auf 1,9 % im August ggü. dem Vorjahr gesunken und damit stärker als erwartet (Juli: 2,3%). Ökonomen hatten mit einem Wert von 2,1 % gerechnet. Damit deutet sich auch für den gesamten Euro-Raum eine geringere Inflationsrate an, für den das Statistikamt Eurostat am Freitag (30.8.) Zahlen vorlegt.
Die Commerzbank ist im Umgang mit Künstlicher Intelligenz einen großen Schritt vorangekommen. Wie Julia Sterling, nach eigenen Angaben Head of AI Strategy & Governance, in einem englischsprachigen Beitrag auf LinkedIn verkündete, hat sich die verantwortliche Stabstelle mit dem Betriebsrat über „AI Principles“ geeinigt.
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