Inflation – EZB 2025 in Zielnähe
Nach Einschätzung der 181 vom Mannheimer ZEW-Institut befragten Finanzexperten liegt das Inflationsziel der EZB noch immer in weiter Ferne.
Nach Einschätzung der 181 vom Mannheimer ZEW-Institut befragten Finanzexperten liegt das Inflationsziel der EZB noch immer in weiter Ferne.
Schenkt man dem Medienecho der vergangenen Wochen Glauben, droht bald schon das Platzen der nächsten Finanzblase. Gefahr gehe demnach vom Schattenbanksektor aus, der bereits 1998 und 2021 mit den Pleiten der Hedgefonds LTCM bzw. Archegos in ruhmloses Spotlight rückte.
Der 27. Deutsche Sparkassentag übt trotz aller gesellschaftlichen Umbrüche immer noch eine erstaunliche Anziehungskraft auf die Berliner Spitzenpolitik aus. Das hängt nicht nur mit der Dominanz im Privat- und Firmenkundengeschäft, sondern vor allem mit der engen Verwobenheit zwischen Sparkassen und Kommunen zusammen.
Jan Pieter Krahnen hat als Gründungsdirektor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung an der Frankfurter Goethe Universität (auch SAFE-Institut genannt) Legendenstatus.
Immerhin aus einem Blickwinkel sieht die abgelaufene Woche so gut aus wie schon lange keine mehr. Am Dienstag (23.5.) verkündete das BKA stolz, in Amsterdam, Helmond und Utrecht seien den Fahndern fünf Geldautomatenknacker ins Netz gegangen, die für über zwanzig Sprengstoffattacken von NRW bis ins Saarland verantwortlich sein sollen. Am Freitag (26.5.) nun gab die EZB bekannt, dass der internationale Betrug mit SEPA-Bezahlkarten 2021 – neuere Statistiken gibt es noch nicht – deutlich rückläufig war.
So gründlich wie Rüdiger Rass wurde nur selten ein Vorstandskandidat von der EZB-Bankenaufsicht durchleuchtet.
Das Statistische Bundesamt hat noch einmal nachgerechnet und sah sich gezwungen, die erste BIP-Schätzung für das Q1 nach unten zu korrigieren. Demnach ist die deutsche Wirtschaftsleistung zum Jahresauftakt um 0,3% ggü. dem Vorquartal gesunken.
Lobbyorganisationen halten sich gern im Hintergrund, was von Vereinen wie der Finanzwende regelmäßig kritisiert wird. Die Finanzbranche ist dafür bekannt, durch ein dichtes Netz an Verflechtungen und Akteuren ihre Einflussnahme auf Politik und staatliche Institutionen zu sichern, etwa mit Interessensvereinigungen (z. B. Deutsche Kreditwirtschaft) und Verbänden. Auch auf europäischer Ebene tummeln sich viele, die mitmischen wollen.
Zu Olympia 2022 hatte die People‘s Bank of China bereits mit großem Brimborium den digitalen Yuan als Digitales Zentralbankgeld (CBDC) auf den Markt gebracht. Die Zentralbanken in den europäischen Längengraden hingegen blasen erst jetzt zur Aufholjagd. Aufgrund technologischer Herausforderungen sowie regulatorischer und datenschutzrechtlicher Bedenken agierten Europas Währungshüter bisher eher zaghaft.
Die in der Atlantic BidCo zusammengeschlossenen Finanzinvestoren Advent und Centerbridge sowie der kanadische Pensionsfonds CPPIB können die Übernahme der Aareal Bank pünktlich zum 7.6. vollziehen.
Die EZB hat den Nachfolgeprozess für den Ende des Jahres aus dem Amt scheidenden Chef-Bankenaufseher Andrea Enria offiziell angestoßen. Die Bewerbungsfrist für den ausgeschriebenen Top-Posten läuft bis zum 23. Juni.
Bloß nicht zu viel Wehmut aufkommen lassen wollte Emmerich Müller auf seiner letzten Bilanz-PK als informeller Metzler-Vorstandssprecher. Nach 23 Jahren im obersten Führungszirkel der Frankfurter Traditionsbank übergibt Müller am 1.7. das Zepter an seinen designierten Nachfolger Gerhard Wiesheu, der sich dann auch offiziell Vorstandssprecher nennen darf. Müller wechselt direkt in den von Ex-DZ Bank-Chef Wolfgang Kirsch angeführten Aufsichtsrat. Dort übernimmt er die Position von Vize-Aufsichtsratschef Christoph Schücking, der sich in den Ruhestand verabschiedet.
An Warn-signalen aus der Industrie und von führenden Bankern wie Deutsche Bank-Chef Christian Sewing (s. PLATOW v. 5.5.) hat es zuletzt nicht gefehlt. Trotz des glimpflichen Winters ist die deutsche Konjunktur keineswegs über dem Berg.
Auf den ersten Blick wirkt es, als wäre die EZB in den letzten Jahren strenger geworden oder zumindest transparenter in ihrer Funktion als Aufsichtsbehörde. Nachdem sie die Helaba im Januar zu 6,8 Mio. Euro Strafe verdonnerte, wurde der Europaeinheit von Goldman Sachs jetzt eine Geldstrafe in ähnlicher Höhe (6,3 Mio. Euro) auferlegt.
„Fiskalpolitik darf die Geldpolitik der Notenbanken nicht konterkarieren.“ Mit diesem Zitat ist Christian Lindner dieser Tage, wo immer er national und international auftritt, zu hören. Zuletzt im japanischen Niigata, wo Finanzminister und Notenbankgouverneure zusammengekommen sind, um den wenige Tage später (19.-21. Mai) in Hiroshima stattfindenden G7-Gipfel vorzubereiten.
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte es wohl schon geahnt, dass der von EZB-Chefin Christine Lagarde auf der jüngsten Ratssitzung vermittelte Burgfrieden nicht lange halten würde. In einem großen Interview in der „FAZ“ am vergangenen Dienstag rammte Nagel vorsorglich schon einmal Pflöcke ein.
Die Frankfurter Finanzwelt sucht weiter händeringend nach Mitarbeitern. In Q1 2023 waren gemäß Daten der Index Gruppe rd. 4 700 Stellen in Banken und Fintechs ausgeschrieben.
Noch immer ist völlig offen, wann und wie die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) den Ausstieg aus ihrem lukrativen Russland-Geschäft bewerkstelligen will.
Seit Wochen hält das Beben im amerikanischen Regionalbanken-Sektor die deutsche Finanzcommunity in Atem, auch wenn es bislang keine Anzeichen für ein Überschwappen der Krise auf Europa und Deutschland gibt. Damit das so bleibt, ist EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria im medialen Dauereinsatz, um die Kapitalmärkte zu beruhigen, mehr Transparenz im Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) einzufordern und die europäischen Banken zu Fortschritten bei der Schärfung ihres Risikocontrollings zu ermahnen. Auch BaFin-Präsident Mark Branson versuchte nach der Zwangsübernahme der Credit Suisse durch die UBS zu beruhigen und lobte das deutsche Finanzsystem als robust und stabil.
Es gibt im Kreis der Banken und Sparkassen zu allen Zeiten immer welche, die es besser machen als andere. Seit die Notenbanken die Zinskeule schwingen, zeigt sich aber geradezu überdeutlich eine Spaltung des Marktes in Gewinner und Verlierer. Unsere Geldhüter forcieren mit ihren Maßnahmen nicht nur den Ausleseprozess bei Industrie und Gewerbe, sondern speziell auch in der Bankenwelt.
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