Trotz brummender Konjunktur laufen die Zentralbanken diesseits und jenseits des Atlantiks weiterhin ihren Inflationszielen hinterher. Während jedoch die amerikanische Fed, die ihren Leitzins jüngst abermals um einen Viertelprozentpunkt auf 1,25 bis 1,5% angehoben hat, bereits im kommenden Jahr mit 1,9% einen Anstieg der Preissteigerung erwartet, die zumindest am Zielwert von 2% kratzt, bleibt die Inflation in der Euro-Zone noch lange unter der EZB-Vorgabe von knapp 2%. Die mit Spannung erwarteten Wachstums- und Inflationsprognosen der EZB-Volkswirte, die erstmals auch das Jahr 2020 erfassen, liefern denn auch kaum Wasser auf die Mühlen der Kritiker von Notenbank-Chef Mario Draghi.