Europäische Zentralbank (EZB)

18. April 2016 Geldpolitik

apoBank hadert bei der IT mit der Verbundtreue

Alles gute Zureden aus dem Aufsichtsrat war vergeblich. apoBank-Chef Herbert Pfennig (61) lässt sich nicht von seiner persönlichen Lebensplanung abbringen. Mit Ablauf seines Vertrags Ende August 2017 möchte Pfennig in den Ruhestand wechseln. Über seine Nachfolge an der Spitze des genossenschaftlichen Spezialinstituts für Ärzte und Apotheker ist offiziell zwar noch nicht entschieden, es zeichnet sich jedoch ab, dass der im Juni vergangenen Jahres zum Vize-Chef beförderte Ulrich Sommer (54) klarer Favorit für den Top-Posten ist.

14. April 2016 Geldpolitik

Trotz Nullzinsen – Deutsche so reich wie nie

Auf einen neuen Rekordwert von 5 318 Mrd. Euro ist zum Jahresende 2015 das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland gestiegen. Gegenüber dem dritten Quartal entspricht dies einem Vermögenszuwachs von 105 Mrd. Euro oder 2%. Da zugleich die Schulden der Deutschen nur um 7 Mrd. Euro zunahmen, wuchs das Nettogeldvermögen sogar um 2,7% auf 3 697 Mrd. Euro.

14. April 2016 Geldpolitik

Niedrigzins zwingt auch ING Diba zum Handeln

Was viele Filialbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen auf Grund des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus schon längst (zum Teil im letzten Jahr) gemacht haben, vollzieht nun auch Deutschlands größte Direktbank.

14. April 2016 Geldpolitik

Fosun lässt Hauck & Aufhäuser hängen

Die im letzten Jahr groß angekündigte Übernahme von Hauck & Aufhäuser durch Fosun gerät immer mehr zur Farce. Zwar hat Fosun im Juli 2015 den Eigentümern von Hauck & Aufhäuser ein bindendes, insgesamt bis zu 210 Mio. Euro schweres Angebot unterbreitet. Das Angebot steht aber unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die Aufsichtsbehörden.

13. April 2016 Geldpolitik

CSU – Seehofers Kronprinz drohen zwei weitere steinige Jahre

Um deutliche Worte ist Markus Söder, bayerischer Finanzminister und Ministerpräsident im Wartestand, nie verlegen. Auf dem Bankenempfang seines Ministeriums am Mittwochabend in München legte Söder wie schon in der ganzen Woche vor allem auf EZB-Präsident Mario Draghi an.

13. April 2016 Geldpolitik

BayernLB rechnet bis Jahresende mit Abschluss des EU-Verfahrens

Bei EZB und EU-Kommission ist die BayernLB im Gegensatz zu früher und auch im Vergleich zu anderen Landesbanken wie der HSH Nordbank dem Vernehmen nach heute wohl gelitten. Das Geschäftsmodell steht mit Immobilien, Corporates und der Direktbank-Tochter DKB auf drei stabilen und zuletzt durchaus erfolgreichen Säulen.

13. April 2016 Geldpolitik

Sparkassentag – Die Familie rückt enger zusammen

Lebendiger, offener und diskussionsfreudiger soll der 25. Sparkassentag in Düsseldorf (27. bis 28.4.) werden. DSGV-Präsident Georg Fahrenschon hat das nur alle drei Jahre stattfindende Familientreffen der Sparkassen-Organisation, das in früheren Zeiten eher an eine Krönungsmesse mit Selbstbeweihräucherung erinnerte, gründlich modernisiert.

11. April 2016 Asset Management

Bankenpräsident – In Schwieriger Mission

Cheflobbyisten sind nicht zu beneiden, wenn die Branche, die sie auf nationaler und internationaler Bühne vertreten, gleich von vier Seiten in die Mangel genommen wird. Ein teuflisches Gebräu aus z. T. bereits negativen Zinsen, sich stetig verschärfender Regulierung, den Angriffen der Fintechs und eigenen Fehlleistungen mit entsprechender Belastung fürs Image wird den Banken noch eine ganze Weile schwer zusetzen.

11. April 2016 Geldpolitik

vdp – QE rettet die Welt nicht

Es gab sicherlich schon bessere Zeiten für die deutschen Pfandbriefbanken als das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Die Vielzahl an Regulierungsvorschriften, die im Zuge der Finanzkrise erlassen wurden, macht es sicherlich nicht einfacher. Insofern war die gute Laune, mit der Jan Bettnik, Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), das vergangene Jahr Revue passieren ließ, durchaus überraschend.

11. April 2016 Geldpolitik

IWF-Frühjahrstagung – Geldpolitik in der Sackgasse

Kurz vor der IWF-Frühjahrstagung in Washington (14.4. bis 17.4.) hat Finanzminister Wolfgang Schäuble Pflöcke eingerammt. Mit markigen Worten wetterte Schäuble gegen Steueroasen, Briefkastenfirmen und vor allem die Negativzinspolitik von EZB-Präsident Mario Draghi, die deutschen Sparern, Banken sowie Versicherungen das Leben schwer macht und notwendige Strukturreformen als nicht mehr dringlich erscheinen lässt.

7. April 2016 Geldpolitik

LBS Hessen-Thüringen – Es lebe der Niedrigzins

Es ist nun schon sieben Jahre her, dass die EZB mit ihrer Niedrigzinspolitik begann. Seit gut einem Jahr flutet Mario Draghi durch sein QE-Programm die Märkte zusätzlich mit billigem Geld, und Banken zahlen inzwischen einen Strafzins von 0,4%, wenn sie bei der EZB Geld parken.

6. April 2016 Versicherungen

GDV – Lebensversicherung ist „quicklebendig“

Entgegen den Erwartungen ist GDV-Präsident Alexander Erdland mit seiner zuletzt eher heftigen Kritik gegenüber EZB-Präsident Mario Draghi diesmal deutlich zurückhaltender geblieben. So stand die Jahres-PK des Versichererverbandes am vergangenen Mittwoch in Berlin neben den üblichen Branchenzahlen für das abgelaufene Jahr 2015 ganz im Zeichen der Reform der Altersvorsorge (AV). An die Politik richtete Erdland lediglich den Wunsch nach einem breiten Dialog zur Zukunft der AV. Für weniger Giftpfeile Richtung EZB dürfte denn auch die hohe Nachfrage nach neuen Garantieprodukten in der Lebensversicherung gesorgt haben: 37% aller neuen Verträge werden mittlerweile mit Produkten abgeschlossen, die mit neuen Garantiemodellen höhere Renditen erzielen können. Zudem sanken die LV-Beitragseinnahmen lediglich um 1,1% auf 92,7 Mrd. Euro. Für GDV-Geschäftsführer Jörg von Fürstenwerth ist diese Entwicklung ein Beleg dafür, dass die LV „quicklebendig““ ist. In seiner Kolumne auf der GDV-Website gibt er zu, im Vorfeld der Jahres-PK häufig an den Ausspruch „Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben““ von Mark Twain gedacht zu haben. Dies könne mit Fug und Recht auch auf die LV übertragen werden.

6. April 2016 Geldpolitik

Schwache Weltwirtschaft – Nun soll ein „Währungskrieg“ es richten

Die Notenbanken sind bekümmert um die Weltkonjunktur. Das lässt sich aus den soeben veröffentlichten Protokollen von US-Fed und EZB trotz verklausulierter Sprache klar und eindeutigablesen. Von Wachstumswerten beim realen BIP oberhalb von 5%, wie es sie zuletzt 2010 gegeben hat, ist die globale Wirtschaft zurzeit meilenweit entfernt. Mit ca. 3% sei in diesem Jahr zu rechnen, stellte der IWF jüngst sorgenvoll fest, der seine Prognosen zuletzt im Vierteljahrestakt nach unten anpassen musste. Das alles macht den Kuchen, der verteilt werden kann, kleiner und jede der wichtigen Weltregionen, allen voran die USA, gefolgt von China, Westeuropa und Japan, will sich ein möglichst großes Stück davon sichern. Die bequemste Waffe, die dabei zum Einsatz kommt, ist der Wechselkurs, der teure Konjunkturprogramme und lästige wie schmerzhafte Strukturreformen zunächst überflüssig macht.

4. April 2016 Geldpolitik

Wie Tsipras Europäer und IWF gegeneinander ausspielen will

Es sind wieder einmal entscheidende Wochen, vor denen das schuldengeplagte Griechenland steht. Die Troika-Inspektoren rüsten zum Aufbruch nach Athen, um die Reformfortschritte der griechischen Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras zu überprüfen. Vom Ausgang der Inspektion hängt ab, ob Griechenland die nächste Rate aus dem im vergangenen Jahr geschnürten dritten Rettungspaket erhält und sich der IWF mit weiteren Finanzspritzen an der Griechenland-Hilfe beteiligt, worauf vor allem Berlin drängt.

31. März 2016 Geldpolitik

„Die Baustellen der Deutschen Bank“ . . .

. . . heißt eine Artikel-Serie, die dieser Tage bezeichnender Weise in der als quasi amtliches Mitteilungsblatt geltenden „Börsen-Zeitung“ abgedruckt wird. Dass eine derart betitelte Reihe über die Deutsche Bank dort jemals erscheinen würde, hätte sich vor Jahren kaum jemand vorstellen können.

30. März 2016 Geldpolitik

USA festigen ihren Status als Weltmacht Nr. 1

Geopolitisch eine Weltmacht zu sein, ist auf lange Sicht nur möglich, wenn die eigene Wirtschaft floriert. Globale Präsenz kostet Geld. Russland hat nicht nur in dieser Beziehung schwer zu kämpfen. Wenn auch Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt den starken Mann markiert hat, haben ihn die Sanktionen des Westens und der z. T. auch initiierte Ölpreisverfall doch an seiner empfindlichsten Stelle getroffen. Die Devisenreserven sind nicht aufgezehrt, aber stark geschrumpft. Russlands Rückzug aus den Krisenherden in Nordafrika hat denn auch viel mit hohen Kosten für die Truppen zu tun.

29. März 2016 Geldpolitik

Intesa mit recht guten Aussichten

Der italienische Bankensektor zählt unverändert zu einem der größten Sorgenkinder der Eurozone. Das Problem der faulen Kredite konnte zwar reduziert, in vielen Fällen aber noch nicht final gelöst werden. Nach Berechnungen der Analysen von Barclays lasten auf den Banken des Landes über 360 Mrd. Euro an faulen Krediten, wovon bislang erst die Hälfte als Verlust verbucht wurde. Eine in anderen Ländern längst eingerichtete staatlich gestützte „bad bank“ gibt es in Italien so bislang noch nicht. Dementsprechend versuchen sich die Banken selbst zu helfen, indem sie zum Beispiel die Konsolidierung der Branche vorantreiben. So planen die Banco Popolare und Banca Popolare di Milano (BPM) gerade eine Fusion zum dann drittgrößten Kreditinstitut des Landes. Allerdings sind hier noch einige Auflagen zu erfüllen.

29. März 2016 Geldpolitik

Die Ruhe vor dem Sturm im DAX

Die von uns vor zwei Wochen nach der EZB-Sitzung und dem großen Verfallstag in Aussicht gestellte „Rückkehr zur Normalität“ gleicht einer Art Waffenstillstand zwischen Bullen und Bären. So wirklich kann sich keines der beiden traditionell kämpfenden Lager durchsetzen.

17. März 2016 Versicherungen

Elke König – Nicht länger im Hinterhaus

Wer die in Europa angestrebte Bankenunion, die auf drei Säulen fußen soll, begreifen will, muss das Alphabet beherrschen. Es gibt zig Abkürzungen. SRB steht für Single Resolution Board. So heißt die in Brüssel ansässige Abwicklungsbehörde für systemrelevante Banken in Europa, die trotz aller Regulierung und Aufsicht zu Abwicklungsfällen werden.

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