Europäische Zentralbank (EZB)

28. April 2016 Geldpolitik

Endlich – Die Eurozone fasst beim BIP Tritt

Mario Draghi hatte es in Interviews bereits angedeutet. Die Anstrengungen der EZB und der Reformpolitik tragen allmählich Früchte. Lt. Eurostat wächst in Europa nicht mehr nur allein Deutschland, das in Q1 beim BIP 0,6% zulegte.

27. April 2016 Asset Management

Mario Draghi – Gute Risiken nur noch für die EZB

Für keinen EZB-Präsidenten ist es hilfreich, wenn sich die Mehrheitsmeinung in Deutschland, dem wichtigsten Euroland, massiv gegen ihn richtet. Mario Draghi ist seit Herbst 2011 an der Macht. Aber noch nie stand er in Deutschland, einem Land der Sparer und Pensionäre, mit seiner Nullzinspolitik so unter Beschuss.

27. April 2016 Geldpolitik

Sparkassen – Fahrenschons DSGV-Reform muss sich noch bewähren

Einstimmig hat der DSGV-Vorstand im Vorfeld des Sparkassentags in Düsseldorf die Reform der Verbandsstrukturen abgenickt. Ein wichtiger Erfolg für DSGV-Präsident Georg Fahrenschon, der nach der Entmachtung seines glücklosen Verbandsgeschäftsführers Ludger Gooßens die Gremienreform an sich gezogen hatte.

25. April 2016 Asset Management

Neue Chancen am Rentenmarkt

Die EZB hat mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik den Kapitalmarkt verändert. Im Niedrigzinsumfeld liegen für Anleger Chancen und Risiken sehr dicht beieinander. Multi Asset Portfolios, die ein Aktien-Anleihen-Verhältnis von 50:50 aufweisen, hätten in den vergangenen fünf Jahren knapp 7% jährlich eingebracht, ohne dass der Fondsmanager aktiv werden musste, erläutert Jakob Tanzmeister, Multi Asset Experte bei J.P. Morgan Asset Management, auf einer Feri-Konferenz.

20. April 2016 Geldpolitik

Trommelfeuer aus Deutschland lässt EZB-Rat enger zusammenrücken

Der EZB-Rat sei sich einig, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu verteidigen, lautet die in wohl gesetzten Worten vorgetragene Kampfansage von Mario Draghi an seine Kritiker aus der deutschen Politik, die jüngst sogar ein Eingreifen der Bundesregierung gegen die Nullzinspolitik des EZB-Präsidenten gefordert hatten. Die EZB folge ihrem gesetzlichen Auftrag und nicht der Politik, verteidigte Draghi seinen Kurs. Als er im März den Leitzins auf Null gesenkt sowie sein Anleihekaufprogramm auf monatlich 80 Mrd. Euro ausgeweitet hatte und dann auch noch das so genannte Helikopter-Geld als „interessantes Konzept““ lobte, war für viele Politiker insbesondere aus der Union das Maß endgültig voll.

19. April 2016 Geldpolitik

Starker DAX dürfte mal durchatmen

Der DAX hat in den vergangenen Tagen eine beeindruckende Vorstellung hingelegt, die wohl nicht nur uns in Ausmaß und Dynamik überrascht hat. Innerhalb von nur acht Handelstagen konnte der deutsche Leitindex fast 900 Punkte oder 9,5% zulegen. Seit dem Tief im Februar beträgt der Anstieg jetzt schon fast 20%. Die wochenlang intakte Seitwärtsrange zwischen 9 500 und 10 000 Punkten konnte dadurch nachhaltig nach oben verlassen werden. Zudem ist der Ende November gestartete Abwärtstrend endgültig gebrochen worden. Das ist mittelfristig betrachtet ein positives Signal für alle Bullen.

Die laufende Dividendensaison wird ein Grund für die aktuelle Hausse sein, was durch den Blick auf die Top-Performer-Aktien der letzten Wochen untermauert wird. Auch die Hoffnung auf weitere Unterstützung durch die EZB sowie geringer als befürchtet ausfallende Bremsmanöver der US-Notenbank sind potenzielle Triebfedern des Aufschwungs. Wie nachhaltig das sein wird, bleibt abzuwarten. Rein charttechnisch hat der DAX im nächsten Schritte noch Luft bis ca. 10 800 Punkte, bevor dann bei rund 11 500 ein wirklich harter Widerstand lauert. Allerdings erscheint es uns eher unwahrscheinlich, dass diese Ziele sehr zeitnah erreicht werden. Stattdessen wird eine Korrektur in den kommenden Tagen und/oder Wochen immer realistischer, nachdem am Dienstag erste wichtige Zielmarken erreicht wurden. Theoretisch kann der DAX bis knapp 9 500 Punkte fallen, ohne dass der seit Februar laufende Aufwärtstrend gebrochen wird. Da viele Marktteilnehmer den Aufschwung aber verpasst haben dürften, rechnen wir damit, dass Rückschläge schon früher zum Einstieg genutzt werden. Trotzdem haben wir in den vergangenen Tagen den Anteil der Short-Spekulationen erst einmal deutlich aufgestockt, was vor allem an dem guten Chance-Risiko-Profil bei den Einzelwerten lag, deren intakte Abwärtstrends im Zuge der Rally voll korrigiert wurden.

18. April 2016 Geldpolitik

apoBank hadert bei der IT mit der Verbundtreue

Alles gute Zureden aus dem Aufsichtsrat war vergeblich. apoBank-Chef Herbert Pfennig (61) lässt sich nicht von seiner persönlichen Lebensplanung abbringen. Mit Ablauf seines Vertrags Ende August 2017 möchte Pfennig in den Ruhestand wechseln. Über seine Nachfolge an der Spitze des genossenschaftlichen Spezialinstituts für Ärzte und Apotheker ist offiziell zwar noch nicht entschieden, es zeichnet sich jedoch ab, dass der im Juni vergangenen Jahres zum Vize-Chef beförderte Ulrich Sommer (54) klarer Favorit für den Top-Posten ist.

14. April 2016 Geldpolitik

Trotz Nullzinsen – Deutsche so reich wie nie

Auf einen neuen Rekordwert von 5 318 Mrd. Euro ist zum Jahresende 2015 das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland gestiegen. Gegenüber dem dritten Quartal entspricht dies einem Vermögenszuwachs von 105 Mrd. Euro oder 2%. Da zugleich die Schulden der Deutschen nur um 7 Mrd. Euro zunahmen, wuchs das Nettogeldvermögen sogar um 2,7% auf 3 697 Mrd. Euro.

14. April 2016 Geldpolitik

Niedrigzins zwingt auch ING Diba zum Handeln

Was viele Filialbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen auf Grund des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus schon längst (zum Teil im letzten Jahr) gemacht haben, vollzieht nun auch Deutschlands größte Direktbank.

14. April 2016 Geldpolitik

Fosun lässt Hauck & Aufhäuser hängen

Die im letzten Jahr groß angekündigte Übernahme von Hauck & Aufhäuser durch Fosun gerät immer mehr zur Farce. Zwar hat Fosun im Juli 2015 den Eigentümern von Hauck & Aufhäuser ein bindendes, insgesamt bis zu 210 Mio. Euro schweres Angebot unterbreitet. Das Angebot steht aber unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die Aufsichtsbehörden.

13. April 2016 Geldpolitik

CSU – Seehofers Kronprinz drohen zwei weitere steinige Jahre

Um deutliche Worte ist Markus Söder, bayerischer Finanzminister und Ministerpräsident im Wartestand, nie verlegen. Auf dem Bankenempfang seines Ministeriums am Mittwochabend in München legte Söder wie schon in der ganzen Woche vor allem auf EZB-Präsident Mario Draghi an.

13. April 2016 Geldpolitik

BayernLB rechnet bis Jahresende mit Abschluss des EU-Verfahrens

Bei EZB und EU-Kommission ist die BayernLB im Gegensatz zu früher und auch im Vergleich zu anderen Landesbanken wie der HSH Nordbank dem Vernehmen nach heute wohl gelitten. Das Geschäftsmodell steht mit Immobilien, Corporates und der Direktbank-Tochter DKB auf drei stabilen und zuletzt durchaus erfolgreichen Säulen.

13. April 2016 Geldpolitik

Sparkassentag – Die Familie rückt enger zusammen

Lebendiger, offener und diskussionsfreudiger soll der 25. Sparkassentag in Düsseldorf (27. bis 28.4.) werden. DSGV-Präsident Georg Fahrenschon hat das nur alle drei Jahre stattfindende Familientreffen der Sparkassen-Organisation, das in früheren Zeiten eher an eine Krönungsmesse mit Selbstbeweihräucherung erinnerte, gründlich modernisiert.

11. April 2016 Asset Management

Bankenpräsident – In Schwieriger Mission

Cheflobbyisten sind nicht zu beneiden, wenn die Branche, die sie auf nationaler und internationaler Bühne vertreten, gleich von vier Seiten in die Mangel genommen wird. Ein teuflisches Gebräu aus z. T. bereits negativen Zinsen, sich stetig verschärfender Regulierung, den Angriffen der Fintechs und eigenen Fehlleistungen mit entsprechender Belastung fürs Image wird den Banken noch eine ganze Weile schwer zusetzen.

11. April 2016 Geldpolitik

vdp – QE rettet die Welt nicht

Es gab sicherlich schon bessere Zeiten für die deutschen Pfandbriefbanken als das anhaltende Niedrigzinsumfeld. Die Vielzahl an Regulierungsvorschriften, die im Zuge der Finanzkrise erlassen wurden, macht es sicherlich nicht einfacher. Insofern war die gute Laune, mit der Jan Bettnik, Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), das vergangene Jahr Revue passieren ließ, durchaus überraschend.

11. April 2016 Geldpolitik

IWF-Frühjahrstagung – Geldpolitik in der Sackgasse

Kurz vor der IWF-Frühjahrstagung in Washington (14.4. bis 17.4.) hat Finanzminister Wolfgang Schäuble Pflöcke eingerammt. Mit markigen Worten wetterte Schäuble gegen Steueroasen, Briefkastenfirmen und vor allem die Negativzinspolitik von EZB-Präsident Mario Draghi, die deutschen Sparern, Banken sowie Versicherungen das Leben schwer macht und notwendige Strukturreformen als nicht mehr dringlich erscheinen lässt.

7. April 2016 Geldpolitik

LBS Hessen-Thüringen – Es lebe der Niedrigzins

Es ist nun schon sieben Jahre her, dass die EZB mit ihrer Niedrigzinspolitik begann. Seit gut einem Jahr flutet Mario Draghi durch sein QE-Programm die Märkte zusätzlich mit billigem Geld, und Banken zahlen inzwischen einen Strafzins von 0,4%, wenn sie bei der EZB Geld parken.

6. April 2016 Versicherungen

GDV – Lebensversicherung ist „quicklebendig“

Entgegen den Erwartungen ist GDV-Präsident Alexander Erdland mit seiner zuletzt eher heftigen Kritik gegenüber EZB-Präsident Mario Draghi diesmal deutlich zurückhaltender geblieben. So stand die Jahres-PK des Versichererverbandes am vergangenen Mittwoch in Berlin neben den üblichen Branchenzahlen für das abgelaufene Jahr 2015 ganz im Zeichen der Reform der Altersvorsorge (AV). An die Politik richtete Erdland lediglich den Wunsch nach einem breiten Dialog zur Zukunft der AV. Für weniger Giftpfeile Richtung EZB dürfte denn auch die hohe Nachfrage nach neuen Garantieprodukten in der Lebensversicherung gesorgt haben: 37% aller neuen Verträge werden mittlerweile mit Produkten abgeschlossen, die mit neuen Garantiemodellen höhere Renditen erzielen können. Zudem sanken die LV-Beitragseinnahmen lediglich um 1,1% auf 92,7 Mrd. Euro. Für GDV-Geschäftsführer Jörg von Fürstenwerth ist diese Entwicklung ein Beleg dafür, dass die LV „quicklebendig““ ist. In seiner Kolumne auf der GDV-Website gibt er zu, im Vorfeld der Jahres-PK häufig an den Ausspruch „Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben““ von Mark Twain gedacht zu haben. Dies könne mit Fug und Recht auch auf die LV übertragen werden.

6. April 2016 Geldpolitik

Schwache Weltwirtschaft – Nun soll ein „Währungskrieg“ es richten

Die Notenbanken sind bekümmert um die Weltkonjunktur. Das lässt sich aus den soeben veröffentlichten Protokollen von US-Fed und EZB trotz verklausulierter Sprache klar und eindeutigablesen. Von Wachstumswerten beim realen BIP oberhalb von 5%, wie es sie zuletzt 2010 gegeben hat, ist die globale Wirtschaft zurzeit meilenweit entfernt. Mit ca. 3% sei in diesem Jahr zu rechnen, stellte der IWF jüngst sorgenvoll fest, der seine Prognosen zuletzt im Vierteljahrestakt nach unten anpassen musste. Das alles macht den Kuchen, der verteilt werden kann, kleiner und jede der wichtigen Weltregionen, allen voran die USA, gefolgt von China, Westeuropa und Japan, will sich ein möglichst großes Stück davon sichern. Die bequemste Waffe, die dabei zum Einsatz kommt, ist der Wechselkurs, der teure Konjunkturprogramme und lästige wie schmerzhafte Strukturreformen zunächst überflüssig macht.

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