Verbraucherklage – Berliner Sparkasse zieht mit Noerr vor Gericht
Im Streit um die Erhebung von Entgelten treffen sich die Berliner Sparkasse und der Bundeszentrale Verbraucherverband (VZBV) vor dem Berliner Kammergericht.
Im Streit um die Erhebung von Entgelten treffen sich die Berliner Sparkasse und der Bundeszentrale Verbraucherverband (VZBV) vor dem Berliner Kammergericht.
Mit ihrer nur per Email verschickten Geschäftbilanz 2021 (vorläufige Zahlen) hat die Kreissparkasse Köln (KSK) diese Woche den Finanzsektor bewegt. Wie die Haspa verzichtet auch KSK-Lenker Alexander Wüerst auf eine Bilanz-PK. Als Grund heißt es, man habe sie unbedingt in Präsenz machen wollen, Omikron lasse das aber nicht zu. Skeptiker wollen darin indes ein Ausweichmanöver sehen, denn in Wüersts Bilanz ist nicht alles Gold, was die schriftliche Mitteilung glänzend machen mag.
Die um die LBB Holding-Tochter Berlin Hyp buhlenden Landesbanken Helaba, LBBW sowie die DekaBank haben sich einen Ruck gegeben und ihre Offerten aufgestockt. Preislich sollen die Angebote mittlerweile eng beieinander liegen.
Der Großraum Berlin verfügt über zwei bedeutende Sparkassen, deren Geschäftsgebiet und Kundenstruktur nicht unterschiedlicher sein könnten: Da ist die Berliner Sparkasse im Stadtgebiet mit allen Chancen, aber auch großen Risiken einer strukturschwachen Millionenmetropole. Sie ist mit einer Bilanzsumme von knapp 50 Mrd. Euro hinter der Haspa die Nr. 2 im bundesweiten Sparkassen-Ranking, gilt aber als ertragsschwach mit einer Cost-Income-Ratio von 86,2%. 2020 war das Betriebsergebnis durch die Pandemie fast bis auf die Null-Linie eingebrochen.
Am vergangenen Freitag endete die Angebotsfrist für die zur Landesbank Berlin gehörende Berlin Hyp. Mit Deka, Helaba und LBBW standen die drei Bieter schon länger fest. Rainer Neske hat bei seinem jüngsten Auftritt im ICFW die Berliner noch einmal als „sehr interessantes Institut“ bezeichnet, das sich die LBBW anschaue.
Bei unseren Recherchen stoßen wir immer auch auf interessante Beiträge anderer Publikationen am Markt. Die aus unserer Sicht interessantesten Artikel finden den Weg in unseren Newsletter. Diesmal dabei: Reuters News, JUVE und Legal Tribune Online.
Es gibt Reden, die durch das hervorstechen, was nicht gesagt wird. Obwohl oder gerade weil die DekaBank in die beiden derzeit heißesten Themen der Sparkassen-Organisation unmittelbar involviert ist, vermied es Vorstandschef Georg Stocker in seiner Begrüßungsansprache zum traditionellen Sommer-Presseempfang, auch nur ein Sterbenswörtchen über den Bieterwettstreit um die Berlin Hyp und die noch immer auf Eis liegenden Fusionsgespräche mit der Helaba zu verlieren.
Seine wohl letzte PK für den Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) vor der Stabübergabe an Ludger Weskamp hat Michael Ermrich noch einmal mit klaren Worten absolviert. Der Regionalfürst der vier Ostländer schoss dabei erneut scharf gegen die Zinspolitik der EZB, die dem Geschäftsmodell der Sparkassen verheerend schade.
Die Berliner Sparkasse mietet knapp 25 000 qm Gesamtfläche im „Square 1“ von Bauwert.
Die EZB-Geldpolitik hat die Fiskalpolitik in der Corona-Pandemie wirksam unterstützt. Das Übergreifen der realwirtschaftlichen Schwierigkeiten auf den Finanzsektor wurde bisher verhindert.
Manfred Schoeps (76), „Erfinder“ der desaströsen LBB/IBV-Fondskonstruktionen der 90er-Jahre, hat den AR-Vorsitz bei der GBI aus Altersgründen abgegeben. Der bisherige Vize Markus Beugel (60) übernimmt.
Im weitverzweigten Machtgeflecht der Sparkassen-Organisation gilt ein Posten im so genannten Arbeitsausschuss der Frankfurter Finanz Informatik nicht gerade als besonders hervorgehoben. Deshalb mag es auf den ersten Blick erstaunen, dass die Neubesetzung des in dem Gremium bislang von Volker Alt belegten Stuhls einen Machtkampf zwischen Westfalens Sparkassen-Präsidentin Liane Buchholz und der Berliner Sparkasse ausgelöst hat.
Als Heinrich Haasis 2006 nach Berlin ging, zweifelten nicht wenige in der Sparkassen-Organisation, dass es dem neuen DSGV-Präsidenten in der Bundeshauptstadt ähnlich souverän gelingen wird, die Strippen zu ziehen wie in der schwäbischen Provinz. Doch Haasis belehrte seine Kritiker schnell eines Besseren.
Mit einer gemischten Jahresbilanz 2019 steuert die Gothaer ins Jubiläumsjahr 2020, wo die Kölner Versicherungsgesellschaft dann auf 200 Jahre Geschäftstätigkeit zurückblicken wird. Im laufenden Gj. rechnet CEO Karsten Eichmann mit einem Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge auf Konzernebene um 4,8% auf über 4,4 Mrd. Euro.
Seit der Finanzsektor mit Niedrigzinsen gestraft ist, schweben Negativzinsen wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Bankkunden. Firmenkunden werden schon länger bei vielen Kredithäusern für das Parken ihrer Gelder bei der EZB zur Kasse gebeten, wenn sie einen entsprechend großen Betrag auf der hohen Kante haben. Doch den Privatkunden fürs Sparen zu bestrafen, galt vor allem im Sparkassenlager bislang als Tabu. Dafür standen auch der DSGV und sein Präsident Helmut Schleweis. Entsprechend überraschend kam denn auch die Nachricht, die Berliner Sparkasse, Deutschlands größtes Sparkasseninstitut, habe mit der Maxime gebrochen und knüpfe seit Anfang April Privatkunden mit Ersparnissen von über 1 Mio. Euro Strafzinsen ab.
Für Frank Walthes ist Beitragswachstum das A und O im Kampf gegen die Zinsflaute. Nach 8,3 Mrd. Euro (+2,6% ), die der lediglich in Bayern, Berlin, der Pfalz und dem Saarland aktiven Versicherungskammer 2018 den siebten Platz unter Deutschlands Erstversicherern bescheren, will der Konzernchef 2019 erneut 2 bis 3% zulegen.
Sichtlich erfreut zeigte sich der zum Jahresende scheidende DekaBank-Chef Michael Rüdiger auf der Bilanz-PK in Frankfurt über die kürzlich erfolgte Nominierung von Georg Stocker zu seinem Nachfolger an der Spitze des Wertpapierhauses der Sparkassen-Organisation. Bis zu seinem Amtsantritt hat der bisherige Vize-Chef nun Zeit, sich Gedanken über eine Neuverteilung der Vorstandsressorts zu machen.
Die Geschäftsführung der Deka Vermögensmanagement (DVM), der im Frühjahr 2018 neu strukturierten Asset-Management-Wertpapiergeschäftseinheit, verliert mit Dyrk Vieten zum Ende April ein Mitglied. Damit sitzt in der künftigen vierköpfigen DVM-Führung kein einziger Manager der mittlerweile voll integrierten LBB Invest, die seit 2014 (von der Landesbank Berlin gekauft) eine hundertprozentige Tochter der Deka Bank ist.
Kaum waren die letzten Fanfarenklänge des großen Jubiläumsjahres 2018 (100 Jahre Deka) verklungen, da beugten sich Vorstand und Verwaltungsrat der DekaBank Ende vergangenen Jahres auch schon über die neue Mittelfristplanung. Neben diversen Vorstößen im Bereich Kunden und für mehr Wachstum im Rahmen des vor einem Jahr gestarteten Zukunftsprogramms „DekaPro“ wurde dabei auch eine Kosteninitiative beschlossen. Wie aus einer uns vorliegenden internen Mitarbeiterinformation vom 6.2. hervorgeht, will die DekaBank in den nächsten drei Jahren insgesamt 100 Mio. Euro in den Ausbau ihres operativen Geschäfts investieren.
Ab dem 1.1. hat die Berliner Sparkasse mit der Versicherungskammer Bayern (VKB) einen neuen Vertriebspartner für das Lebensversicherungsgeschäft. Der größte öffentlich-rechtliche Versicherer soll von seinem Sieg in der Ausschreibung selbst etwas überrascht gewesen sein und muss nun in den letzten Wochen des Jahres noch einiges an Vorbereitungsarbeit investieren.
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