Light Industrials im Aufwärtstrend
Gewerbeparks, Logistikimmobilien und Produktionsflächen rücken wieder in den Fokus der Investoren. Ein Segment entwickelt sich dabei besonders dynamisch.

Der deutsche Markt für Light Industrial-Immobilien legt laut Marktbericht der Initiative Light Industrial im ersten Halbjahr wieder zu, bleibt aber weit unter den Werten vor der Zinswende. Der Chart macht die Auswirkung der Zinswende deutlich. Das abnehmende Investmentvolumen dürfte wohl gleichermaßen von sinkenden Preisen wie auch sinkender Aktivität zusammenhängen.

Das Investmentvolumen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um knapp 59% auf rund 1,15 Mrd. Euro und überschritt damit erstmals seit dem zweiten Halbjahr 2022 wieder innerhalb eines Halbjahres die Milliardenmarke. Gleichzeitig legte der Flächenumsatz um 30% auf rund 1,68 Mio. qm zu.
Verhaltener Optimismus
Investoren und Nutzer schauen weiterhin sehr genau auf Standort, Qualität und Nutzungskonzept. Von einer durchgängigen Aufwärtsbewegung zu sprechen, wäre deshalb noch zu früh, relativiert Alexander Fieback, Teamleader Büro- und Gewerbeimmobilien bei Bulwiengesa. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 609 Mio. Euro entfielen 53% des gesamten Investmentvolumens auf Gewerbeparks. Produktionsimmobilien folgten mit rund 384 Mio. Euro bzw. 34%, Lagerimmobilien mit rund 153 Mio. Euro bzw. 13%.
Nachfrage nach Großflächen steigt
Auch auf Nutzerseite nahm die Aktivität spürbar zu. Der Flächenumsatz erreichte im ersten Halbjahr mit rund 1,68 Mio. qm ein Plus von 30%. Produktionsimmobilien blieben mit rund 811.000 qm und einem Anteil von 48% das stärkste Segment. Besonders dynamisch entwickelte sich jedoch die Nachfrage nach Lagerimmobilien. Ihr Flächenumsatz stieg um knapp 54% auf rund 543.000 qm. Gewerbeparks legten um knapp 37% auf rund 325.800 qm zu. Großflächen gewinnen wieder an Bedeutung. Abschlüsse ab 10.000 qm standen für rund 39% des gesamten Flächenumsatzes (+16%). Rund 49% des Umsatzes entfielen auf Vermietungen, 51% auf Eigennutzungen.