Share Deals werden eingeschränkt
Wählerorientierten Politikern und gebeutelten Mittelschichts-Steuerbürgern waren die so genannten Share Deals, mit denen große Immobilien-Investoren die Grunderwerbsteuer von immerhin 3,5 bis 6,5% des gesamten Kaufpreises fast vollständig sparen, ein Dorn im Auge. PLATOW hatte am 9.2.18 über die Diskussion während der Koalitionsbildung berichtet. Steuern müssen sein, mehrfach kaskadierende Grunderwerbsteuern im Rahmen von Projektentwicklungen machen allerdings keinen Sinn. Entsprechend beschloss die Koalition, die nahezu vollständige „Steuerumgehung“ (95 bis fast 100%) durch geschachtelte Konstruktionen einzuschränken. Es fällt nach geltendem Recht dann keine Grunderwerbsteuer an, wenn weniger als 95% der Anteile verkauft werden und die restlichen gut 5% beim Verkäufer oder einem dem Käufer nicht zurechenbaren Dritten bleiben. Das lohnt sich vor allem bei großen Deals.
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