Bankensterben

13. Januar 2016 Banken

Frankfurter Volksbank – Regulierungsdruck erleichtert Fusionen

Die im Sommer angekündigte Fusion mit der Volksbank Höchst ist auf der Zielgeraden, berichtete die Frankfurter Volksbank-Chefin Eva Wunsch-Weber auf ihrer Bilanz-PK. Am 17.3. (Volksbank Höchst) und 12.4. (Frankfurter Volksbank) müssen nun noch die Vertreterversammlungen beider Häuser dem Vorhaben zustimmen. Mit der mittlerweile 16. Fusion dockt ein kleines, aber kerngesundes Institut (14,6% Kernkapitalquote, 2,4 Mio. Euro Gewinn) an Deutschlands zweitgrößter Volksbank an.

3. Dezember 2015 Geldpolitik

VDP -Von Bettink gut aufgestellt

Wie für alle Bankenverbände sind die Zeiten auch für den vdp Verband deutscher Pfandbriefbanken mit seinen derzeit 40 Mitgliedshäusern keineswegs rosig. Viel Arbeit, vor allem wegen der verschärften Regulierungsanforderungen und weniger Geld: Die Institutsbranche konsolidiert, nicht zuletzt wegen der Altlasten aus der Finanzkrise und des Margendrucks in einer Nullzins-Welt.

13. Oktober 2015 Immobilien

Deutsche Wohnen – Vonovia torpediert Fusion mit LEG

Nicht tatenlos zusehen will Vonovia-Chef Rolf Buch, wie ihm sein ärgster Konkurrent Deutsche Wohnen mit der Übernahme der LEG Immobilien zunehmend auf den Pelz rückt. Vergangene Woche berichteten wir Ihnen von der Expo Real das Zitat von Vonovia-Vize Thomas Zinnöcker: „Deutsche Wohnen und LEG bringen gerade das Halbfinalspiel zu Ende““. Das bekommt jetzt Inhalt. Wer erwartet hatte, das Endspiel finde als Fusion der um die LEG erweiterten Deutsche Wohnen (DW) mit der neuen DAX-Größe Vonovia statt, wird überrascht. Friedliche Fusionen Gleichgesinnter wie Deutsche Annington und Gagfah (heute Vonovia) sowie Deutsche Wohnen und LEG münden jetzt in eine Übernahmeschlacht.

6. Oktober 2015 Banken

Vollkorrektur bei Goldman Sachs

Eine ähnliche Konstellation wie bei Oracle finden wir aktuell auch bei Goldman Sachs vor, wo die nächsten Quartalszahlen bereits am 15. Oktober erwartet werden. Das bedeutet für entsprechende Spekulationen auf die Aktie natürlich zusätzliche Risiken.

27. Juli 2015 Banken

Deutsche Börse – Kengeter setzt Duftmarken

Gerade einmal zwei Monate hat sich der neue Deutsche Börse-Chef Carsten Kengeter Zeit gelassen, um seinen Ankündigungen Taten folgen zu lassen. Die Deutsche Börse werde künftig wieder verstärkt auf externes Wachstum setzten, hatte der ehemalige UBS-Investmentbanker bei seiner Amtseinführung verlauten lassen und damit einen Kurswechsel bei dem Frankfurter Marktplatz-Betreiber eingeläutet.

27. Juli 2015 Banken

Autozulieferer – Das große Fressen geht weiter

Der ganz große Deal zwischen TRW und ZF Friedrichshafen aus 2014 markierte mit 10 Mrd. Euro nur einen neuen Höchstpreis. Das Übernahmefieber in der Zuliefererbranche ist ungebrochen. Erst vor wenigen Tagen hat sich der österreichisch-kanadische Magna-Konzern den Getriebehersteller Getrag einverleibt. Die Rangliste der größten Zulieferer weltweit wird vom Stuttgarter Bosch-Konzern angeführt.

15. Juli 2015 Geldpolitik

Genossenschaftsbanken – Noch sind die Niedrigzinsen gut verschmerzbar

Wenn Uwe Fröhlich auf die Niedrigzinspolitik der EZB und die steigenden Regulierungskosten zu sprechen kommt, bilden sich regelmäßig Sorgenfalten auf der Stirn des BVR-Präsidenten. Drohen diese beiden Entwicklungen doch langfristig das Geschäftsmodell der Volks- und Raiffeisenbanken zu gefährden. Tatsächlich ist das Zinsergebnis die mit weitem Abstand wichtigste Ertragsquelle der Genossenschaftsbanken.

15. Juli 2015 Banken

US-Banken im zweiten Quartal – Menetekel für die Deutsche Bank

Am 30.7. kommentiert erstmals der neue Vorstandschef John Cryan das Zahlenwerk der Deutschen Bank für das zweite Quartal. Zumindest die operative Geschäftsentwicklung in diesem Zeitraum geht allerdings noch auf die Kappe von Cryans Amtsvorgänger Anshu Jain. Nicht zuletzt deshalb könnte Cryan versucht sein, in der Quartalsbilanz die Rückstellung für Rechtsrisiken nochmals spürbar aufzustocken, um sich für weitere Vergleiche, vornehmlich mit US-Behörden, zu wappnen.

2. Juli 2015 Banken

M&A-Markt – Die Mega-Fusionen gehen weiter

Das Gesundheitsprogramm „Obamacare““ beflügelt den M&A-Markt. Mit der Übernahme des kleineren Rivalen Humana durch den Krankenversicherer Aetna steht der nächste Megadeal ins Haus. Die Transaktion hat einen Wert von 37 Mrd. US-Dollar.

25. Juni 2015 Banken

Die chinesische Shopping-Tour in Deutschland geht weiter

Wer durch Frankfurts Goethestraße geht, kennt das Bild: In den Edelboutiquen und Schmuckgeschäften tummeln sich chinesische Kunden, die auf ihren Europatouren äußerst zahlungswillig sind. Die Schlange am Tax-Refund-Schalter am Flughafen ist genauso lang, wie die Anmeldeliste der extra für die chinesische Kundschaft eingeführten muttersprachlichen Einkaufsbegleiter bei Fraport.

24. Juni 2015 Allgemein

Schifffahrt – Kreuzfahrten retten den Branchenschnitt

Auch wenn es generell auf den Weltmeeren kriselt – den Luxus, Länder und Kulturen mit einem schwimmenden Hotelzimmer kennenzulernen, leisten sich immer mehr Menschen in Deutschland. Zwei  Millionen Touristen buchten im vergangenen Jahr ihre Urlaubsreise auf den Schiffen von AIDA, Hapag-Lloyd, TUI und Co.

2. Juni 2015 Asset Management

M&A-Markt – Die Preise laufen immer heißer

Der Markt für Übernahmen boomt. Der Mai hat neue Rekorde eingefahren und so manch einer fühlt sich an die Dotcom-Ära erinnert. Doch es sind in erster Linie die USA, die beinahe täglich neue Megadeals vermelden. So übernimmt beispielsweise CVS Health Omnicare für 13 Mrd. US-Dollar, Intel zahlt 17 Mrd. Dollar für Altera, Avago greift für 37 Mrd. Dollar nach Broadcom.

20. Mai 2015 Allgemein

Signal Iduna verkleinert Vorstand

Wie wir vorab hören, wird Michael Petmecki zum 30. Juni aus dem Vorstand der Signal Iduna ausscheiden. Das von ihm seit 16 Jahren geführte IT-Ressort übernimmt Vorstandskollege Markus Warg, der u. a. für das Controlling verantwortlich ist, zusätzlich. Petmecki (62) wäre in absehbarer Zeit zwar ohnehin in den Ruhestand gegangen.

19. Mai 2015 Immobilien

Immobilien-AGs – Annington-Chef Rolf Buch ist der Top-Verdiener

Abgesehen von den Einkommen der Vorstände der großen Baukonzerne Hochtief und Bilfinger sind die Wohnimmobilien-AGs bei den klassischen Immobilien-Aktiengesellschaften in der Bezahlung ihrer Vorstände die Spitzenreiter. Hier wird vielleicht weniger die Komplexität der Managementaufgabe als vielmehr der aktuelle Börsen-Erfolg und die Größe bezahlt. Die Branchenzeitschrift „Immobilienmanager““ hat die Einkommen der Vorstände analysiert. In den Zahlen von 2014 sind allerdings die großen Fusionen des laufenden Jahres noch nicht enthalten. Dennoch liegen die Wohnungsunternehmen Deutsche Annington, TAG und LEG in der Spitzengruppe.

7. Mai 2015 Versicherungen

DSGV – Bayerns Sparkassen drängen auf weitere Reformen

Seit einem Jahr ist Ulrich Netzer jetzt Sparkassen-Präsident in Bayern. Die Komplexität in der Gruppe war für den erfahrenen Politiker, der immerhin 18 Jahre Oberbürgermeister in Kempten war, nach eigener Aussage dann aber doch eine neue Erkenntniswelt. Im Gespräch mit PLATOW zeigte sich Netzer zwar hoch zufrieden mit der von DSGV-Präsident Georg Fahrenschon, dem er einen guten Job bescheinigt, erreichten Einigung im Streit um den Haftungsverbund. Das gilt unabhängig davon, ob BaFin und Bundesfinanzministerium den vor allem auf Wunsch der westfälischen Sparkassen eingebauten Zwang zur Einstimmigkeit akzeptieren oder nicht.

6. Mai 2015 Geldpolitik

Politik des billigen Geldes treibt Fusionspläne in der LBS-Gruppe

Die aktuellen Geschäftszahlen der Landesbausparkasse Hessen-Thüringen (LBS) spiegeln die gegenwärtige Lage in der Bausparkassen-Branche wider. Nach 2013 (-35%) ist auch 2014 (-9%) das Betriebsergebnis auf nun 8,9 Mio. Euro zurückgefallen.

29. April 2015 Banken

WGZ und DZ Bank nähern sich an

Fusionen im genossenschaftlichen Lager sind keine einfache Sache. Entscheiden müssen am Ende die Primärinstitute als Eigentümer. Diese sind gerade im Fall der WGZ Bank nicht unzufrieden mit der Entwicklung ihrer Bank. Dennoch erkennen auch die Genossen am Rhein, dass die regulatorischen Zwänge für ein Haus der Größe der WGZ nicht mehr so leicht zu stemmen sind wie früher.

19. März 2015 Immobilien

Wohnungsaktien im Höhenrausch – Gewerbe mit Ladehemmung

Seit Jahresanfang haben die Aktien der börsennotierten Wohnungsbau-Konzerne nochmals einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht. Damit notieren die Wohnungstitel fast durch die Bank weg deutlich über dem so genannten Net Asset Value (NAV), der den Wert des gehaltenen Immobilienvermögens abzüglich der Schulden angibt. Bei der Deutsche Wohnen übersteigt der Aktienkurs den NAV (14,34 Euro zum 30.9.2014) mittlerweile um stolze 42%. Bei der LEG Immobilien beträgt der Kursabstand zum NAV (52,69 Euro zum Jahresende 2014) immerhin noch 29% und bei der Deutschen Annington notiert der Kurs um 26% über dem NAV (24,22 Euro). Für die Immobilien-Unternehmen, die viele Jahre unter einer chronischen Unterbewertung litten, ist dies eine ungewohnte Welt.

18. Februar 2015 Banken

Börsen-Chef Francioni – „Geplatzte Fusion war größte Enttäuschung“

Wehmut ließ Reto Francioni auf seiner letzten Bilanz-PK als Vorstandschef der Deutschen Börse gar nicht erst aufkommen. Lediglich ein paar persönliche Dankesworte und ein schweizerisches „Saluti““ gönnte sich Francioni zum Schluss seines routiniert vorgetragenen Statements. Auch die bei solchen Anlässen übliche epische Aufzählung seiner Erfolge nach fast zehn Jahren an der Spitze der Deutschen Börse verkniff sich der Schweizer, der im Mai den Stab an den ehemaligen UBS-Chefinvestmentbanker Carsten Kengeter übergeben wird. So ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass Francioni trotz glänzender Zahlen für das vergangene Jahr auf ein Abschiedsgeschenk an seine Aktionäre in Form einer höheren Dividende verzichtet.

18. Februar 2015 Banken

Die negativen Effekte des billigen Ölpreises kommen erst noch

In den vergangenen Monaten wurde viel über den Ölpreis diskutiert, geschrieben und auch spekuliert. In einem sind sich die Volkswirte aber einig: Der Ölpreisrückgang sollte die Weltwirtschaft beflügeln. Allerdings sind die Turbulenzen am Ölmarkt nach Einschätzung der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) viel weitreichender und auch mit negativen Auswirkungen verbunden. So dürften die positiven Effekte über erhöhte Konsumausgaben relativ früh greifen, wohingegen die negativen Effekte der rückläufigen Investitionen erst später zu wirken beginnen.

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