Firmenkundengeschäft / Unternehmensfinanzierung

Banken

LBBW bald mit neuem AR-Chef?

In nur wenigen Jahren hat Hans-Jörg Vetter die LBBW, die wie BayernLB oder HSH Nordbank in der Krise mit Milliarden unterstützt werden musste, wieder aus den Schlagzeilen geholt. Das gerade vorgestellte 2014er Ergebnis liegt trotz eines kräftigen Einbruchs bei Financial Markets, wo weniger Anlage- und Absicherungsprodukte nachgefragt wurden, mit 477 Mio. Euro knapp über Vorjahr. Geholfen haben dabei ein ordentlicher Anstieg im Firmenkundengeschäft und geringere Garantieprovisionen. Bis zu den 600 Mio. bis 700 Mio. Euro, die sich die Eigentümer einst gewünscht hatten, ist der Weg zwar weit, zumal Vetter aus Sorge vor neuen Blasen an den Märkten jedes Risiko meidet und auch beim Mittelstandsgeschäft angesichts knapper Margen eher auf Wachstum verzichtet.

Geldpolitik

Genossenschaftsbanken trotzen den Niedrigzinsen

Trotz Zinstief und der verschärften Regulierung haben sich die 1 047 Volk- und Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr mehr als achtbar geschlagen. Wie Verbandspräsident Uwe Fröhlich auf der Jahres-PK des BVR in Frankfurt verkündete, wuchs der aggregierte Gewinn nach Steuern um 7,3% auf über 2,3 Mrd. Euro. Dabei schafften es die Genossenschaftsbanken sogar, den Zinsüberschuss leicht um 1,9% zu steigern. Gelungen ist ihnen dieses Kunststück durch eine deutlich über dem Marktdurchschnitt gewachsene Kreditvergabe vor allem im Firmenkundengeschäft (+4,3%), die den Volks- und Raiffeisenbanken auch einen um 0,5 Prozentpunkte höheren Marktanteil von 15,4% bescherte.

Banken

Sparkassen – Weltklasse trotz Niedrigzins

Deutschlands Sparkassen werden mit den ultra-niedrigen Zinsen besser fertig als gedacht. Ein gutes Beispiel ist die Sparkasse Bremen, die jetzt mit einem Überschuss von 34,8 Mio. Euro das zweitbeste Ergebnis ihrer 190-jährigen Geschichte vorlegte. Tim Nesemann sieht die Zukunft des gesamten Sektors sehr viel positiver als viele Branchenbeobachter das derzeit tun. „Auch wenn die Zinsen ewig niedrig bleiben, würde das die Sparkassen nicht umhauen““, so Nesemann zu PLATOW.

Geldpolitik

Deutsche Bank – Universalbank-Modell kaum noch finanzierbar

Die Deutsche Bank-Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen steckt tief in der Bredouille. Die Hoffnung, mit der Strategie „2015+““ Zeit zu gewinnen, bis der Markt die Erträge zurückbringt, wird sich nicht erfüllen. Trotz der in der Strategie „2015+““ formulierten Kosteneinsparungen von 4,5 Mrd. Euro hat die Deutsche Bank ihr Geschäftsmodell seit Ausbruch der Finanzkrise kaum verändert. Doch inzwischen ist der Druck dermaßen gestiegen, dass sogar das von Jain und Fitschen bislang stets verteidigte Universalbank-Modell, das das klassische Privat- und Firmenkundengeschäft mit dem risikoreichen Investmentbanking unter einem Dach vereint, zur Disposition steht.

Banken

Warum BayernLB den Norden liebt

Der Fehlkauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria, die hohen Verluste aus toxischen Wertpapieren und die Auseinandersetzungen mit Formel 1-Legende Bernie Ecclestone haben das Image der BayernLB vor allem im Stammland Bayern schwer belastet. Auch deshalb ergreift der seit fast einem Jahr amtierende Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler jetzt die Flucht nach vorn.

Geldpolitik

Volks- und Raiffeisenbanken vergeben 2014 mehr Kredite

Die Genossenschaftsbanken haben im vergangenen Jahr trotz der Konjunkturflaute in Deutschland mehr Kredite ausgegeben. Die Firmenkundendarlehen der Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda- und PSD-Banken sowie von genossenschaftlichen Spezialinstituten seien 2014 laut vorläufigen Zahlen um 4,5% gewachsen, teilte der Branchenverband BVR am Dienstag mit. Bei den Privatkundenkrediten beträgt das Plus 4%, wobei ein Großteil auf Wohungsbaukredite entfällt.

Geldpolitik

Ertragsschwäche der Banken – Sind Fusionen das Allheilmittel?

Fast schon ein wenig neidisch blicken hiesige Top-Banker wie Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen auf ihre Konkurrenten in den USA. Während sich die deutschen Institute seit der Finanzkrise mit Mini-Gewinnen und Mager-Renditen zufrieden geben müssen, verdienen die US-Großbanken bereits wieder klotzig, trotz Rekord-Geldstrafen für die Sünden der Vergangenheit. Dabei machen die US-Banken auch keinerlei Hehl daraus, dass sie ihre Stärke nutzen wollen, um ihre Marktanteile auch in Europa auszubauen. So war es sicher kein Zufall, dass die Milliarden-Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington von gleich zwei US-Instituten (J.P. Morgan, Bank of America) federführend begleitet wurde und für die Deutsche Bank nur eine Nebenrolle blieb.

Banken

Nord/LB – Für Dunkel ist die Welt (fast) wieder in Ordnung

Sein Ziel, 2014 das Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen, wird Nord/LB-Vormann Gunter Dunkel locker erreichen. Mit 251 Mio. Euro nach Steuern liegen die Hannoveraner nach drei Quartalen schon deutlich über den 161 Mio. Euro, die Ende 2013 unter dem Strich standen.

Asset Management

MLP muss sich zum Jahresende noch ordentlich strecken

MLP bleibt dabei: Umsatz und Ergebnis sollen im laufenden Jahr gegenüber Vorjahr deutlich steigen. Die ursprünglich angepeilte EBIT-Spanne von 50 Mio. bis 75 Mio. Euro ist aber immer schwerer zu erreichen, wie Finanzchef Reinhard Loose bei der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal eingestehen musste.

Asset Management

DZ Bank – Kirschs Konzernumbau kam keinen Moment zu früh

Seit 2008 baut Wolfgang Kirsch die DZ Bank Gruppe um. Die Bilanzsumme wurde reduziert, ABS-Papiere verkauft und die damals schwer angeschlagene Hypotheken-Tochter DG Hyp, die viele Genossen seinerzeit gerne losgeschlagen hätten, wieder auf Vordermann gebracht. Die Früchte des Umbaus erntet die DZ Bank jetzt: Im ersten Halbjahr sprang das Ergebnis um 27% auf 1,7 Mrd. Euro vor Steuern. Für das Gesamtjahr peilt Kirsch jetzt einen Wert wie im Vorjahr an, als 2,2 Mrd. Euro erreicht wurden.

Banken

apobank und HSBC Trinkaus – Stützen des Finanzplatzes Düsseldorf

Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts galt Düsseldorf als das zweitstärkste Finanzzentrum Deutschlands nach Frankfurt. Mit der WestLB hatte die größte Landesbank, die sich seinerzeit sogar berufen fühlte, die Deutsche Bank herauszufordern, ihren Sitz in Düsseldorf.

Banken

LBBW – Vertragsverlängerung für Horn schmeckt nicht jedem

Am 16.5. hat der Aufsichtsrat der LBBW die Freistellung von Michael Horn beendet und beschlossen, den im Juni endenden Vertrag des stellvertretenden Vorstandschefs um weitere fünf Jahre zu verlängern. Für Horn ging damit eine Zitterpartie zu Ende. Auslöser dafür war aber nicht nur das inzwischen eingestellte Strafverfahren wegen angeblich falscher Darstellung der Bilanz der LBBW in den Jahren 2005 und 2006.

Asset Management

MLP kann mit Reform der Lebensversicherung gut leben

Der in der vergangenen Woche vorgestellte Referentenentwurf für ein Lebensversicherungsreformgesetz ist bei den Versicherern nicht gut angekommen. Besser davongekommen sind die Vermittler.

Banken

HypoVereinsbank verkleinert ihren Vorstand

Wie wir vorab hören, scheidet der für das Private Banking der HypoVereinsbank verantwortliche Jürgen Danzmayr Ende Juni aus Altersgründen aus dem Vorstand der Bank aus. Sein Nachfolger wird Bernhard Brinker. Das allerdings nicht mehr auf Vorstandsebene, sondern als Bereichsvorstand.

Banken

Ukraine-Krise erreicht Raiffeisen Bank International

Die stark in Osteuropa engagierte österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) ist überraschend gut durchs erste Quartal gekommen. Die Ukraine-Krise schlägt sich bislang kaum im Zahlenwerk nieder. Das Ergebnis v. St. fiel zwar um knapp 5% auf 240 Mio. Euro, Analysten sind aber von schlechteren Zahlen ausgegangen.

Geldpolitik

Deutsche Bank versteckt geschickt einige unschöne Nachrichten

Anshu Jain, der dem Kapitalmarkt sicher genauso viel Gehör schenkt wie der BaFin, kann sich bestätigt sehen. Einen Tag nach Ankündigung der 8 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank notiert der Kurs der Aktie nur gut 1,5% schwächer als in der letzten Woche. Für Kritik, der Markt sei schlecht vorbereitet, bleibt da wenig Raum. Auch wir hatten Sie auf einen bald bevorstehenden großen Schluck aus der Pulle aufmerksam gemacht (s. Briefv. 25.4.).

Banken

HypoVereinsbank – Zurück auf dem Boden der Normalität

Einen Tag nach der Konzernmutter UniCredit stellt morgen (13.5.) auch die HypoVereinsbank ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Die Münchener, die der Konkurrenz in Deutschland in den letzten Jahren immer um mindestens eine Nasenlänge voraus waren, werden nach unseren Informationen zwar ein ordentliches Ergebnis ausweisen, gegenüber dem noch sehr guten Vorjahr aber doch einen spürbaren Rückgang.

Banken

HSH Nordbank will 2014 endlich den Turbo zünden

Die HSH Nordbank ist unter den von ihren Eigentümern geretteten Landesbanken der Nachzügler. Wie vorab berichtet, muss das Institut für das letzte Jahr noch einmal einen massiven Verlust in Höhe von 814 Mio. Euro nach Steuern ausweisen (s. Brief v. 17.3.). Hier sind allerdings zahlreiche (zumindest in dieser Höhe) nicht wiederkehrende Sondereffekte enthalten wie z.B. die Rückstellungen für eine Steuernachzahlung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Dividenden-Stripping.

Geldpolitik

Die apoBank meldet sich nach der Sanierung gestärkt zurück

Sehr viel besser als erwartet haben sich die Geschäfte der auf Ärzte und Apotheker spezialisierten apoBank im vergangenen Jahr entwickelt. Entgegen den Planungen gelang es der apoBank, das operative Teilbetriebsergebnis vor Risiko mit 314,8 Mio. Euro (-2,8%) weitgehend stabil zu halten. Der Jahresüberschuss stieg sogar um 4,4% auf 47,4 Mio. Euro. Dazu trugen vor allem Kostenentlastungen im Verwaltungsaufwand (-4%) sowie deutliche geringere Vorsorgemaßnahmen für Kreditrisiken sowie Finanzinstrumente und Beteiligungen bei.

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