Krypto / Blockchain

Fintech

Schmerzvolle Zäsur im Kryptomarkt

Die Kryptobörse FTX ist quasi über Nacht implodiert. Nachdem der einstige Investor, spätere Erzrivale und kurzzeitig als Retter in der Not geglaubte Chinese Changpeng Zhao („CZ“), CEO der weltgrößten Krypto-Handelsplattform Binance, kurzzeitig Hoffnung aufkommen ließ, folgte schnell die Ernüchterung: Nach einem kurzen Blick in die FTX-Bücher und -Interna wurde CZ so abgeschreckt, dass er wenige Stunden nach Kaufabsicht klarstellte, er werde FTX doch nicht retten.

Dachwikifolio

Überraschender Kurseinbruch bei bislang sehr solidem Krypto-wikifolio

Die vergangenen Tage verliefen für unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection wenig zufriedenstellend. Während der DAX seine Erholung weiter fortsetzen und auf Wochensicht 2,7% zulegen konnte, gab der Wert unseres Musterdepots um 0,8% nach. Die Outperformance seit dem Start Ende 2015 ist damit auf nur noch 5,4 Prozentpunkte geschmolzen. Das ist der dünnste Vorsprung seit dem Januar des laufenden Jahres. In der Spitze betrug die Outperformance im März 2000 mal über 24 Prozentpunkte.

DZ Bank Frankfurt
Bankensektor

DZ Bank – Vollgas bei Projekten mit der Blockchain

Lange Zeit haben deutsche Banken mit der Blockchainwelt, speziell im Währungsbereich, gefremdelt, doch allmählich scheinen sich die Vorbehalte aufzulösen. Auch die DZ Bank hat erkannt, dass sie besser auf den Zug aufspringt und innovative Projekte frühzeitig angeht, bevor europäische oder gar internationale Wettbewerber mal wieder von dannen ziehen. So hat die US-Bank JP Morgan in diesen Tagen ihren ersten grenzüberschreitenden DeFi-Trade auf einer öffentlichen Blockchain ausgeführt.

Kunstmarkt

Art Cologne – Ein neues Zeitalter

Wenn diesen Monat die älteste Kunstmesse der Welt, die Art Cologne, wieder ihre Pforten öffnet (16. bis 20.11.), wird das ein wichtiger Indikator für deren Zukunftsfähigkeit in der Post-Corona-Ära. Nachdem die Messe 2020 ausgefallen war, fand sie 2021 unter Corona-Beschränkungen, aber nicht im Frühling, sondern erst im Herbst statt. Mit 34 000 Besuchern konnten die Veranstalter an das Niveau früherer Jahre nicht anknüpfen (rd. 50 000).

Tom Braegelmann
Personalien des Monats

Fintech-Kanzlei Annerton holt Restrukturierungsexperten an Bord

Seit dem 1. Oktober verstärkt Tom Braegelmann das Berliner Team der Kanzlei Annerton als Of Counsel. Der erfahrene Restrukturierungs- und Insolvenzrechtsexperte berät regelmäßig Mandanten im Bereich Fintech, Distributed Ledger Technology (DLT), Krypto sowie IT-Recht, insbesondere auch bei vorinsolvenzlichen Fragestellungen.

Jobst von Steinsdorff
Personalien des Monats

Neuer Name, neuer Partner – Aus Corplegal wird OIKON

Die Münchener Wirtschaftskanzlei Corplegal, spezialisiert auf die Beratung im Bereich Corporate Finance, setzt verstärkt auf das internationale Geschäft und firmiert künftig unter dem Namen OIKON. Neben globalem Handel und Investitionen stehen nun auch neue Technologien im Finanzsektor wie NFT und Blockchain im Fokus der Beratung. Parallel zum neuen Kanzleiauftritt verstärkt sich OIKON auch personell.

Fintech

Herber Rückschlag für deutsche Fintech-Szene

Die hiesige Fintech-Branche hat es ohnehin nicht leicht, die Vorurteile lauten oft: zu langsam, nicht innovativ genug, international unbedeutend. Zuletzt wurde das Image durch Leuchttürme wie den Neobroker Trade Republic oder die Neobank N26 aufpoliert, was 2021 in Mega-Finanzierungsrunden und Mehrfach-Einhorn-Bewertungen (über 1 Mrd. Euro Unternehmenswert) gipfelte.

Bitcoin
Fintech

Krypto-Branche sehnt mehr Regulierung herbei

Bei Nachrichten wie dieser können viele nur noch müde lächeln: Digital-Token im Wert von etwa 100 Mio. US-Dollar wurden an einer Schnittstelle der weltgrößten Krypto-Börse Binance abgesaugt, berichtete „Bloomberg“ am Freitag (7.10.). Vielleicht waren es auch 110 Mio. Inzwischen aber, twitterte Binance-Mitgründer Changfeng Zhao, sei wieder alles unter Kontrolle. Die Gesamtsumme, die durch Hacks allein 2022 aus der Krypto-Sphäre verschwunden ist, steigt damit auf rd. 2 Mrd. Dollar.

Kryptowährungen

Krypto geht auch stromsparend

Als würde ganz Österreich von einer Sekunde auf die andere keinen Strom mehr verbrauchen, so hatte man den Energiespar-Effekt der Umstellung beschrieben. Als wechselte man die Triebwerke eines Flugzeugs mitten im Flug aus, hieß es zum technischen Aufwand.

Bankensektor

Depotbanken – Krise trifft Mittelfeldspieler am wenigsten

Jahrelang entwickelten sich die Volumina bei den Fonds-Verwahrstellen nur in eine Richtung: aufwärts. Der Rückgang ggü. Ende 2021 um 12% auf 2,574 Mrd. Euro, von dem der Fondsverband BVI zur Jahresmitte berichtet, dürfte angesichts der Entwicklung der Aktienmärkte sogar noch glimpflich ausgefallen sein.

Die Bitcoin-Minen arbeiten weiter
Banken

Krypto ist nicht totzukriegen

Wenn ein BaFin-Exekutivdirektor öffentlich warnt, dann sollte man wohl zuhören. Eine „fatale Signalwirkung“ könne es entfalten, wenn so bodenständige Institute wie deutsche Sparkassen Krypto-Anlagen anböten, sagte Raimund Röseler vor ein paar Tagen dem „Handelsblatt“.

Investment-Plattform

Scalable Capital – Noch viel Handlungsbedarf

Für die Investmentplattform Scalable Capital (SC) läuft es nur scheinbar rund. So brüstet sich der smarte Münchener Vermögensverwalter, binnen eines Jahres die Marke von zehn Mrd. Euro an Kundengeldern überschritten und das Volumen damit verdoppelt zu haben.

Kryptowährungen

Solaris und Nuri – Punkt für Branson

Nach dem Wirecard-Debakel, bei dem zigtausende Anleger zu Schaden kamen, wurde die BaFin ob ihrer Blauäugigkeit gescholten. Am Ende war ihr Präsident Felix Hufeld nicht mehr zu halten. Unter Mark Branson, einem Briten mit Schweizer Pass, sollte, so die Erwartung, alles anders und vor allem besser werden. Branson legte vom ersten Tag an los.

Finanzmarktregulierung

Krypto-Skepsis im Bankensektor beginnt zu bröckeln

Dass die etablierte Finanzbranche nicht viel von Bitcoin & Co. hält, dürfte niemanden überraschen. Rd. 52% Zustimmung zu dem Satz „Kryptowährungen sind reine Spekulationsobjekte ohne inhärenten Wert, das wurde jetzt klar“ lassen sich entweder als klare Absage an digitale Abenteuer interpretieren – oder als erstaunlich milde Reaktion.

Digitale Währungen

Hohe Hürden für Krypto-Versteher

Dass die etablierte Finanzbranche nicht viel von Bitcoin & Co. hält, dürfte niemanden überraschen. Rd. 52% Zustimmung zu dem Satz „Kryptowährungen sind reine Spekulationsobjekte ohne inhärenten Wert, das wurde jetzt klar“ lassen sich entweder als klare Absage an digitale Abenteuer interpretieren – oder als erstaunlich milde Reaktion.

Kryptowährungen

Coinbase sorgt für Krypto-Trubel

Nach Three Arrows Capital (3AC), Voyager und Celsius (s. PLATOW v. 15.7.) richten sich die Krypto-Scheinwerfer aktuell auf Coinbase. Der Verdacht: Die größte Bitcoin-Börse der USA steht kurz vor der Insolvenz. Erst vor wenigen Wochen hat der Konzern 1 100 Mitarbeiter (18%) entlassen. Lt. CEO Brian Armstrong wolle man sich damit aber lediglich auf einen harten Krypto-Winter vorbereiten – und auch die Insolvenz-Gerüchte wurden inzwischen offiziell dementiert. Also nur ein Sturm im Wasserglas? Nicht ganz. Vorerst bleibt‘s unruhig. Denn neben den rapiden Personalstreichungen machte Coinbase jetzt auch mit dem wohl ersten Fall von systematischem Insiderhandel in der Kryptoszene Schlagzeilen. 

Veranstaltung

„Falkensteiner Perspektiven“ – Blick über den Tellerrand

Das neue PLATOW-Format eines exklusiven Dinners für Unternehmer und Investoren lebt von inspirierenden Impulsen und einer möglichst lebhaften Diskussion. Dafür gibt es keine Garantie. Selbst wenn Ambiente und Menüfolge höchsten Ansprüchen genügen. Am Abend des 12. Juli im hoch im Taunus gelegenen „Falkenstein Grand“ stimmte offensichtlich beides: das Umfeld aus exquisitem Essen, grandiosem Blick auf die Frankfurter Skyline, einem später gar rötlich schimmernden Vollmond einerseits sowie anregenden Vorträgen und intensivem Austausch andererseits.

Digitale Assets

Celsius-Insolvenz – Die Krypto-Dominosteine fallen

Insolvenzantrag mit Ankündigung: Der amerikanische Krypto-Lender Celsius wurde als weiteres Flaggschiff der Kryptowelt in den Strudel der aktuellen Konsolidierungsphase im Kryptomarkt gerissen. Mit ihm strauchelt auch die Berliner Neobank Nuri, die ihre Kunden an Celsius vermittelte. Diese bangen um ihre Einlagen. Dabei kündigte sich die Misere bereits an:

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