Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Jörg Asmussen – Ein neuer Typus Notenbanker

Jörg Asmussen (SPD)war ein fachlich so guter Finanzstaatssekretär, dass er sozusagen parteiübergreifend von Peer Steinbrück an Wolfgang Schäuble „weitergereicht“ wurde. Seit Jahresbeginn ist er für acht Jahre Mitglied im 6-köpfigen EZB-Direktorium und reiht sich dort ein in den Kreis von Geldpolitikern, die einen neuen Typus verkörpern: offener, pragmatischer, die sagen, was sie denken und für nötig halten und ihre Botschaften akzentuierter und klarer vorbringen, als dies lange Zeit üblich war.

Asset Management

Abgekartetes Spiel zwischen Regierung und der Notenbank

Alfred Roelli, Chefanalyst bei Pictet in Genf, der wohl angesehensten Privatbank Europas, sieht eine kontrollierte Inflation von mittel- und längerfristig 4,5 bis maximal 6% als unverzichtbar an, um die riesigen Schuldenberge der westlichen Welt unter Kontrolle zu bringen.

Immobilien

Aufsichts-Metropole Frankfurt profitiert von der Krise

Es ist noch nicht lange her, da hieß es, Frankfurt sei dabei zu verlieren. DAX-Unternehmen gingen pleite (MG), lösten sich auf (Hoechst) oder verließen die Stadt wie Degussa und später die Deutsche Börse in Richtung Eschborn. Dazu gesellte sich als Folge der Finanzkrise Druck auf die Banken, der einstigen Frankfurter Vorzeigebranche.

Geldpolitik

Euro-Bankenaufsicht – Warum Deutschland erst jetzt zustimmt

Lange hatte die Bundesregierung bei den Verhandlungen über eine gemeinsame Bankenaufsicht für die Euro-Zone auf der Bremse gestanden. Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit, hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble immer wieder gefordert. Tatsächlich ging es Schäuble jedoch keineswegs nur um möglichst stringente Aufsichtsstrukturen unter dem Dach der EZB.

Geldpolitik

Banken – Die Guten und die Schlechten

Europas Banken sind noch lange nicht aus dem Schneider. Für Verfehlungen müssen, wie im Fall der HSBC, saftige Strafen bezahlt werden, der Umbau und die Anpassung der Strukturen an die veränderten und z. T. begrenzten geschäftlichen Möglichkeiten kosten viel Geld, wie erste Warnhinweise der Deutschen Bank zu den noch nicht vorliegenden Zahlen zum vierten Quartal belegen. Große Institute, wie die zwei genannten, werden die Krise überstehen und gestärkt aus ihr hervorgehen. Aber der Bankenmarkt bedarf europaweit einer Bereinigung.

Geldpolitik

Wie lange noch scheut die EZB einen negativen Einlagenzins?

Mit der Spekulation, die Leitzinsen der EZB könnten schon in dieser Woche auf das neue Tiefstniveau von 0,5% gesenkt werden, haben wir Ihnen im PLATOW Brief vom vergangenen Mittwoch bewusst eine Außenseiter-Meinung vorgetragen und gut begründet. Es kam gestern anders.

Geldpolitik

Griechenland-Kosten – Die dicksten Brocken kommen erst noch

Mit der erwartet breiten Mehrheit von Union, FDP, SPD und Grünen hat der Bundestag am Freitag das Hilfspaket im Gesamtvolumen von 43,7 Mrd. Euro für das pleitebedrohte Griechenland durchgewinkt. Das eigentlich bemerkenswerte an dem Maßnahmenbündel ist jedoch das Eingeständnis von Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass die Griechenland-Hilfen den Bundeshaushalt erstmals direkt belasten werden.

Geldpolitik

Die Rettung Europas – Nur der Markt wird es richten können

Staatliche Rettungsschirme, Transfergelder und Hilfen der Notenbank haben eines gemeinsam: Sie sind Eingriffe in den Markt, dienen dem schlichten Zweck, Zeit zu gewinnen. Was wirklich nur hilft, sind die über den Markt erzwungenen Anpassungen. So bitter es sich liest, gehört auch die hohe Arbeitslosigkeit im Süden Europas, namentlich in Spanien, dazu.

Asset Management

ZinsFORUM im Zeichen der Euro-Krise

Das am 6.12. ab 9 Uhr in Frankfurt (Hotel Hilton) stattfindende ZinsFORUM ist der Klassiker unter den Kapitalmarkt-Events. Es zeichnet sich diesmal durch besondere Spannung aus, denn mit Referenten wie Jörg Asmussen (EZB-Direktorium) und Klaus Regeling, CEO des Europäischen Stabilitätsmechanismus (EFSF), stehen Euro- und Schuldenkrise im Mittelpunkt der Vorträge und des traditionellen Zins- und Währungspanels, das von Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, moderiert wird.

Geldpolitik

EADS fürchtet mehr politischen Einfluss aus Berlin

Die Verhandlungen um eine Aufstockung des Aktienanteils der KfW an EADS werden in Europas Luftfahrtschmiede mit Sorge beobachtet. Es wird befürchtet, dass die Bundesregierung bald wenigstens einen der bisher noch von Daimler besetzten Aufsichtsratsposten für sich beanspruchen könnte und so der politische Einfluss aus Berlin größer wird.

Asset Management

„Dr. Doom“ Roubini – Europa bleibt größter Unsicherheitsfaktor

Unbestrittener Höhepunkt der 7. Risikomanagement-Konferenz der Union Investment war das Aufeinandertreffen von US-Star-Ökonom Nouriel Roubini von der Stern School of Business der New York University mit dem deutschen EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen. Weiß der als „Dr. Doom“ bekannte Roubini, der schon frühzeitig den Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts prophezeit hatte, doch genau, was seine Zuhörer von ihm erwarten. Mit einer schonungslosen Analyse der weltwirtschaftlichen Krisenherde und ebenso radikalen Therapieempfehlungen beeindruckte der wortgewaltige Roubini sogar den für gewöhnlich eher nüchternen Asmussen.

Asset Management

Asmussen verteidigt Anleihen-Kaufprogramm der EZB

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen gilt neben seinem Präsidenten Mario Draghi als treibende Kraft hinter dem umstrittenen Anleihen-Kaufprogramm (OMT-Programm) der Europäischen Zentralbank. Natürlich weiß auch der ehemalige Finanzstaatssekretär um die Risiken des OMT-Programms. „Aber wenn das Haus in Flammen steht“, so Asmussen auf der Risikomanagement-Tagung der Union Investment, „muss die Feuerwehr eingreifen, auch wenn dabei die Möbel nass werden.“

Geldpolitik

European Banking Congress – Blessing mit Fitschen auf Augenhöhe

Wenigstens beim heute in Frankfurts Alter Oper stattfindenden 22. Frankfurter European Banking Congress ist die Welt für die Commerzbank noch in Ordnung. Auf der prominent besetzten Tagung, mit der die Euro Finance Week ihren krönenden Abschluss findet, fungiert Martin Blessing als Chairman.

Asset Management

„Dr. Doom“ Nouriel Roubini empfiehlt EZB negativen Leitzins

Sichtlich beeindruckt zeigte sich EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen nach dem furiosen Vortrag des New Yorker Top-Ökonomen Nouriel Roubini auf der Risikomanagement-Konferenz der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment im novembergrauen Mainz. Die Weltwirtschaft sei von Krisenherden geradezu umzingelt, dozierte der als „Dr. Doom“ bekannte Roubini. Die größten Gefahren gingen aber weiterhin von der Euro-Zone aus.

Versicherungen

Spanien will partout nicht unter den Euro-Rettungsschirm kriechen

Seit Monaten spielt Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy mit den Märkten Katz und Maus um den Hilfsantrag beim Euro-Rettungsschirm. Doch so sehr die Investoren und der IWF, der zuletzt beim G20-Treffen in Mexiko den Spaniern eindringlich nahelegte, nun endlich unter den ESM zu schlüpfen, Rajoy auch drängen, der spanische Premier weigert sich bislang standhaft, beim Rettungsschirm um Hilfe zu betteln.

Geldpolitik

Inflationsangst wird überzeichnet

Viel wird derzeit über die möglichen Inflationsgefahren durch die Öffnung der Geldschleusen diskutiert. Doch die Daten für das laufende Jahr und auch für das kommende werden noch stark von den in vielen Ländern der Euro-Zone durchgeführten Steuererhöhungen nach oben verzerrt.

Geldpolitik

Es bleibt vorerst alles beim Alten

Die Kursbewegungen an den Aktienmärkten richtig zu deuten, fällt vielen Beobachtern momentan extrem schwer. Im Vorfeld der US-Wahl hieß es, dass Börsianer sich einen Sieg des Republikaners Mitt Romney wünschen. Als dann feststand, dass doch wieder Barack Obama die nächsten vier Jahre im Weißen Haus regieren darf, starteten die Märkte am Mittwoch mit einem zu dieser Theorie so gar nicht passenden Kursfeuerwerk.

Versicherungen

Mario Draghi – Viel von einem Falken

Mehrfache Versuche, dem EZB-Präsidenten zu entlocken, ob Spanien unter den Rettungsschirm schlüpfen werde, ließ Mario Draghi auf der gestrigen PK im Anschluss an die EZB-Sitzung cool ins Leere laufen. Das zu entscheiden, sei Sache der Regierung in Madrid. Es gibt übrigens Stimmen, die einen Antrag Spaniens gar nicht mehr erwarten. „Die schaffen das auch ohne Schirm“, meint etwa Michael Heise (Allianz).

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