Europäische Zentralbank (EZB)

Asset Management

Union Investment macht sich ums Risikomanagement verdient

Im Zeitalter der Risiken, in dem wir uns spätestens seit dem Niedergang von Lehman im Herbst 2008 befinden, sind Investoren und deren Berater gefordert. Die Risikomanagement-Konferenz von Union Investment gehört zu den profiliertesten Veranstaltungen im Lande und richtet sich in diesem Jahr zum siebten Mal an institutionelle Investoren wie Versorgungswerke, Pensionskassen, Vermögensverwalter oder Family Offices.

Geldpolitik

Der griechische Schuldenschnitt kommt – spätestens nach der Wahl

Als einer der Ersten forderte Commerzbank-Chef Martin Blessing offen einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland, bei dem es auch den staatlichen Gläubigern sowie der EZB an den Kragen gehen müsse. Auch die Troika soll im Entwurf für ihren aktuellen Griechenland-Report einen Haircut vorschlagen. Doch die Bundesregierung wehrt sich vehement gegen einen Schuldenerlass, bei dem vor allem der deutsche Steuerzahler kräftig bluten müsste. Keine gute Botschaft knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl. Bislang steht Deutschland lediglich mit Garantien für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott ein. Bei einem Schuldenschnitt der staatlichen Gläubiger wäre zumindest ein Großteil dieser Garantiesumme endgültig verloren.

Geldpolitik

Das Vertrauen in die Eurozone kehrt langsam zurück

Konkrete Maßnahmen der Politik, die Griechenland für die Umsetzung der Sparauflagen mehr Zeit zugestehen will, aber auch das gebetsmühlenhafte Werben in Brüssel und von deutscher und französischer Seite sowie der EZB für mehr Vertrauen in den Euro und die Stabilität des gemeinsamen Währungsraums tragen Früchte. Erstmals seit sechs Monaten steigen die Bankeinlagen in Italien (+2,1%), Spanien (+1,2%) und Griechenland (+1%), jeweils gemessen im September gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig schrumpfen damit auch die Target 2-Salden, die speziell in Deutschland und bei der Bundesbank, angeheizt von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, für viel Diskussionsstoff gesorgt haben.

Geldpolitik

Credit Suisse – Sonderfaktoren überlagern operative Performance

Die offensive Geldpolitik der Zentralbanken hat dem viel gescholtenen Investmentbanking im dritten Quartal eine Renaissance beschert. Davon dürfte auch die Deutsche Bank profitiert haben, die am 30.10. ihren Datenkranz für das dritte Vierteljahr präsentiert. Zuvor hatten bereits die führenden US-Banken mit fast schon unverschämten Milliarden-Gewinnen für Furore gesorgt. Nicht ganz so gut dürfte es für die deutschen Institute indes im Privatkundengeschäft, das weiterhin unter einer geringen Kundenaktivität leidet, sowie im Firmenkundengeschäft, das die aktuelle Konjunkturabkühlung allmählich zu spüren bekommt, gelaufen sein.

Geldpolitik

Rekordgewinne der US-Banken von der Fed alimentiert

Die US-Wirtschaft geht bei kaum verändert hoher Arbeitslosigkeit auch im vierten Jahr nach Lehman immer noch am Stock. Gleichwohl meldete eine ganze Reihe von US-Banken, allen voran Wells Fargo und J.P. Morgan Chase, Gewinne in geradezu unanständiger Höhe: 5 Mrd. bzw. 5,7 Mrd. US-Dollar, wohlgemerkt fürs Quartal.

Geldpolitik

Merkel lässt Rajoy und Hollande am ausgestreckten Arm verhungern

Als französischen Verhandlungserfolg feierte Staatspräsident François Hollande den Kompromiss zur europäischen Bankenaufsicht auf dem Brüsseler EU-Gipfel. Tatsächlich haben Hollande und die mit ihm verbündeten Ministerpräsidenten Mariano Rajoy (Spanien) sowie Mario Monti (Italien) kaum mehr als einen Pyrrhussieg errungen.

Geldpolitik

Maschinenbau – Konjunkturdelle bremst hohe Erwartungen

Im schwäbischen Ditzingen ist die Welt noch in Ordnung. Beim Werkzeugmaschinenbauer Trumpf brummt das Geschäft, Ende vergangener Woche konnte Unternehmenslenkerin Nicola Leibinger-Kammüller für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut einen Rekordumsatz vermelden.

Geldpolitik

EZB-Kulturtage in Barock – Böses Omen?

„Faszinierendes Frankreich“ lautet das Motto der diesjährigen, von der EZB inszenierten Europa-Kulturtage (17.10.-14.11.), die am Mittwoch in Frankfurt (Alte Oper) mit Auszügen aus Barock-Opern feierlich eröffnet wurden. Dass die Wahl der diesmal federführenden Banque de France auf den Barock als Kunstrichtung fiel, könnte von geldpolitischen Beobachtern missverstanden werden.

Geldpolitik

Euro-Krise – Die Lösung heißt mehr Wettbewerbsfähigkeit

Die EZB hat durch Mario Draghis Ankündigung, ggf. Anleihen überschuldeter und nicht wettbewerbsfähiger Länder wie Spanien aufzukaufen, der Politik Luft zum Atmen verschafft. Diese geschenkte Zeit muss genutzt werden und Deutschland wird, wie sich kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel zeigt, völlig zu Recht zum „Antreiber“.

Geldpolitik

Defizit – USA in der Bringschuld

Vor einem Jahr in Washington standen die Europäer und Deutschland noch am Pranger, weil sie die Schuldenkrise nicht in den Griff bekamen. Angela Merkel solle endlich die Tasche aufmachen und dem Spuk ein Ende bereiten, forderten damals nicht nur die Amerikaner. Statt Merkel hat zwischenzeitlich EZB-Präsident Mario Draghi mit seinem Anleihenkaufprogramm die geldpolitische Bazooka gezückt.

Geldpolitik

Banken im Regulierungs-Blues

Seit Ausbruch der Finanzmarktkrise zählt die Regulierung des Bankensystems regelmäßig zu den Top-Themen auf der IWF-Jahrestagung. Angesichts ständig neuer, sich teilweise auch widersprechender Regulierungsvorschläge aus der Politik und diversen Experten-Zirkeln wie zuletzt der Liikanen-Gruppe, die eine organisatorische Abtrennung des als besonders riskant eingestuften Eigenhandels vom Privat- und Firmenkundengeschäft vorschlägt, macht sich bei den Banken mittlerweile zunehmend Resignation breit.

Geldpolitik

Friedensnobelpreis an die EU ist Ohrfeige für Euro-Hardliner

Um des lieben Friedens Willen in Europa entfernt sich die EZB von Maastricht und öffnet die Geldschleusen. Hätte die EZB über Ankäufe von Staatsanleihen bedrohter Länder nicht so, sondern anders entschieden, wäre der Druck auf die Schuldnerstaaten nicht gemindert worden und die Regierung Deutschlands, des reichsten Euro-Mitglieds, hätte den Bundestag erneut um die Bewilligung weiterer Rettungsmilliarden bitten müssen. Das wäre totsicher schief gegangen, denn beim Geld hört ab einem bestimmten Volumen die Freundschaft, die in Europa, historisch gesehen, noch jung ist, schnell auf.

Geldpolitik

Euro-Bankenaufsicht – BaFin-Chefin König spielt auf Zeit

Einmal mehr eine gute Nase bewiesen hat der „blaue Verband“ mit seiner Themenwahl für das diesjährige VÖB-Symposium in der Frankfurter Alten Oper, das ganz im Zeichen der Brüsseler Pläne für eine EU-Bankenunion stand. VÖB-Präsident Christian Brand (L-Bank) nutzte denn auch die Bühne, um mit den Banken-Plänen der EU-Kommission hart ins Gericht zu gehen.

Geldpolitik

Draghi spezifiziert die harten Bedingungen für Anleihekäufe

Endlich erkennen auch die Märkte, dass Mario Draghi keine geldpolitische „Taube“ ist. Auf der PK im Anschluss an die externe Sitzung des EZB-Rats im slowenischen Ljubljana enthielt die Rhetorik des Präsidenten erneut unübersehbar auch Elemente des deutschen Jens Weidmann, der als Falke und großer Kritiker der vor vier Wochen von Draghi angekündigten unbegrenzten Staatsanleihenkäufe durch die EZB gilt. PLATOW hatte das als erster EZB-Watcher so gesehen.

Geldpolitik

Das Gespenst der „Rezflation“

Stagflation ist ein Begriff aus den späten 60er und den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die massive Ölverteuerung führte in einer damals ohnehin schon schwierigen Konjunkturlage zum Phänomen steigender Preise bei stagnierender Wirtschaftsleistung.

Geldpolitik

Trotz Draghi klemmen Griechenland und Spanien in der Abwärtsspirale

Mit seiner Ankündigung, alles Notwendige zur Verteidigung des Euro zu unternehmen, hat EZB-Präsident Mario Draghi der europäischen Politik nur eine kurze Atempause verschafft. Denn an den Ursachen der Schuldenkrise hat auch die Bereitschaft der EZB, unter harten Auflagen des ESM Staatsanleihen europäischer Krisenländer zu kaufen, kaum etwas geändert.

Geldpolitik

Konjunktur – Stagnation im 3. Quartal wäre schon ein Erfolg

Die aktuellen Stimmen und Stimmungen der wichtigsten deutschen Konjunktur-Orakel könnten verwirrender kaum sein. Während die vom ifo-Institut befragten Unternehmen weiterhin skeptisch in die nähere Zukunft blicken, wittern die offensichtlich noch vom EZB-Doping berauschten Börsianer bereits wieder konjunkturelle Morgenluft.

Geldpolitik

Zur Abwehr der Troika ist Rajoy fast jedes Mittel recht

Der ESM hat alle Hürden genommen und ist ab Oktober einsatzfähig. Gleichwohl versucht Spaniens Premier Mariano Rajoy mit allen Tricks an Geld aus der Gemeinschaftskasse zu kommen, ohne sich weiteren Auflagen zu unterwerfen.

Abonnieren Anmelden
Zur PLATOW Börse