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Ob bei der Verabschiedung von Petra Roth in der Frankfurter Paulskirche oder beim CDU-Wirtschaftsrat in Berlin, wann immer Kanzlerin Angela Merkel dieser Tage mit ihrem Bekenntnis für mehr Europa vor die deutsche Politik- und Wirtschaftselite tritt, ist ihr deren Beifall sicher. Insbesondere die von der Finanz- und Schuldenkrise schwer gebeutelten Banker erhoffen sich von einem vereinten Europa mit einheitlicher Fiskalpolitik und zentral kontrollierter, strikter Haushaltsdisziplin einen Befreiungsschlag aus der Dauerkrise. Doch ein solches „deutsches“ Europa, in dem die nationalen Parlamente ihr vornehmstes Privileg, das Haushaltsrecht, an einen europäischen Sparkommissar abgeben sollen, werden sich die anderen europäischen Staaten nicht gefallen lassen.
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