EZB-Aufsicht will bei Geschäft mit Hedgefonds genauer hinschauen
Mit Claudia Buch hat die EZB-Bankenaufsicht seit Jahresbeginn nicht nur eine neue Chefin, mit der ein anderer Wind einkehrt. Auch die Prioritäten sollen sich ändern.
Mit Claudia Buch hat die EZB-Bankenaufsicht seit Jahresbeginn nicht nur eine neue Chefin, mit der ein anderer Wind einkehrt. Auch die Prioritäten sollen sich ändern.
Vor der EZB-Sitzung nächste Woche Donnerstag zeichnet sich ab, dass das Tauziehen zwischen Investoren und Notenbankern über den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung vorerst weitergeht. Darauf deuten jüngste Äußerungen von Christine Lagarde und die am heutigen Donnerstag veröffentlichten Protokolle des Dezember-Treffens der Notenbank.
Die meisten Experten sind sich einig, dass die EZB in diesem Jahr die Zinsen senken wird. Die Frage ist nur, wann? Investoren erwarten dies im März oder April, Notenbankvertreter sind deutlich zurückhaltender.
Anfang 2024 hat Julia Wiens bei der BaFin die Versicherungsaufsicht von Frank Grund übernommen. Die beiden eint nicht nur ihr Hintergrund als Basler-Vorstand, beide sind mit allen Versicherungswassern gewaschene Pragmatiker, keine Ideologen.
Viele führende Notenbanker zieht es diese Woche zum Weltwirtschaftsforum nach Davos – vor allem aus Europa. Gleich mehrere EZB-Vertreter sind vor Ort, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und der französische Notenbankchef Villeroy de Galhau.
Viel „Entschlossenheit“ habe die EZB mit ihren insgesamt zehn Zinserhöhungen seit Juni 2022 bei der Bekämpfung der Inflation gezeigt, lobte BdB-Hauptgeschäftsführer Heiner Herkenhoff beim Neujahrsempfang des Bankenverbands in Frankfurt.
Aktuell liegen die Erwartungen von Investoren und Notenbankern weit auseinander, wann die EZB in diesem Jahr die Zinsen senkt. Die Märkte erwarten dies bereits im April – dagegen sind Notenbanker deutlich zurückhaltender.
Spekulationen über einen Postenwechsel von Christine Lagarde machen in Frankfurt immer mal die Runde.
Während sich einige Banken vom Nachrichtendienst Twitter/X zurückziehen, ist der Kanal bei Notenbankern nach wie vor beliebt.
Zum Jahresausklang 2023 hat vor allem ein Faktor die Märkte getrieben: Die Aussicht auf schnelle Zinssenkungen in den USA, auf die die meisten Marktteilnehmer setzen. Angeheizt wurden diese Spekulationen durch eine niedriger als erwartet ausgefallene Inflation. Die neuen Zahlen zur Preisentwicklung im Dezember wecken jedoch Zweifel an dieser Deutung.
Für Joachim Wuermeling ist es ein nahtloser Übergang. Bis Ende 2023 war er Bundesbank-Vorstand, seit 1. Januar 2024 ist er als Rechtsberater für die Anwaltskanzlei Allen & Overy (A&O) tätig.
Notenbanker haben bei ihren Prognosen immer ein Problem. Sind sie pessimistisch, stecken sie damit leicht andere Wirtschaftsakteure an und bewirken eine selbsterfüllende Prophezeiung. Das mag zu überzogenem Optimismus verleiten.
Als Joachim Wuermeling im Frühjahr 2023 das Bundesbank-Vorstandsressort Banken und Finanzaufsicht an Claudia Buch abgab, war bereits die Rede von einer „neuen Tätigkeit“, die er ab 2024 aufnehmen wolle.
Aus ihrer Abneigung gegen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde nie einen Hehl gemacht. Diese seien „nichts wert“, kritisierte sie immer wieder.
Trade Republic-CEO Christian Hecker ist für vollmundige Aussagen bekannt. Zum fünfjährigen Geburtstag des Neobrokers, das heute öffenlichkeitswirksam begangen und mit einer Produkteinführung verknüpft wurde, sprach er im „Handelsblatt“-Interview von „exponentiellem Wachstum“ und einer erwarteten Konsolidierung seines Marktes.
Die EZB habe mit ihrer langjährigen ultralockeren Geldpolitik die Ungleichheit im Euroraum verstärkt, so ein gern geäußerter Vorwurf.
Bundesbank-Vorständin Sabine Mauderer hat zum Jahresbeginn den Vorsitz des „Network for Greening the Financial System“ übernommen.
Die neuen Inflationszahlen für Dezember dürften EZB-Präsidentin Christine Lagarde etwas bestärken. Aktuell läuft eine große Wette zwischen Investoren und Notenbankern über die Inflationsentwicklung 2024. Erstere setzen auf einen schnellen Rückgang des Preisdrucks und frühe Zinssenkungen im März – letztere sind zurückhaltender.
Als im vergangenen Herbst Stimmen im EZB-Rat laut wurden, die eine Erhöhung der Mindestreserve forderten, wäre es am Rande der IWF-Tagung in Marrakesch fast zu einem handfesten Eklat zwischen führenden deutschen Bankenvertretern und Bundesbank-Präsident Joachim Nagel gekommen.
Die EU hat das Aufsichtsregelwerk „Solvency II“ überprüft. Das Ergebnis – mehr Berichtspflichten – war vorhersehbar, ebenso die Klagen seitens der Versicherer hinsichtlich Überforderung.
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