Sogar Aktienhandel zum Nulltarif
Als Antwort auf das Niedrigzinsumfeld haben die ersten Banken bereits Negativzinsen für Privatkunden eingeführt. Andere erwägen sogar, diese auszuweiten, sollte die EZB den Einlagezins weiter senken.
Als Antwort auf das Niedrigzinsumfeld haben die ersten Banken bereits Negativzinsen für Privatkunden eingeführt. Andere erwägen sogar, diese auszuweiten, sollte die EZB den Einlagezins weiter senken.
Schon bei den Fusionsverhandlungen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank waren Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein Staatssekretär Jörg Kukies treibende Kräfte.
Eine Wirtschaft braucht starke Banken. Weniger in guten als in sich bereits abzeichnenden konjunkturell schlechteren Zeiten. Die Deutsche Bank und mehr noch die vom Staat gestützte und im Alleingang kaum überlebensfähige Commerzbank leiden unter niedrigen Zinsen, die zur Dauereinrichtung zu werden drohen, verschärfter Regulierung sowie eines sich durch Fintechs massiv verhärtenden Wettbewerbs.
Die Verschuldung weltweit, staatlich wie privat, hat seit der Lehman-Insolvenz 2008, als die Fed umgehend in den Krisenmodus schaltete und im Dezember für über zehn Jahre zum letzten Mal die Zinsen senkte, nochmals gewaltig zugenommen. Der damit verbundene Schuldendienst konnte bisher nur gestemmt werden, weil die Zinsen von der weltweit den Takt vorgebenden Notenbank mit der Federal Fund Rate, was bis dahin völlig atypisch war, bis 2015 nahe Null gehalten wurden.
Traditionell weist PLATOW auf die Interpretationsrisiken des JLL Performance Indikators Victor Prime Office hin, der seit langer Zeit Jahr für Jahr satt zweistellige Gesamtrenditen für erstklassige Büroimmobilien ausweist. Methodisch beruht der Index auf Marktwerten, verbindet Multiplikatoren mit Marktmieten und vergleicht diese mit den Werten des Vorjahres.
Der DAX neigt im Vorfeld der heutigen Notenbanksitzung zur Schwäche. Obwohl die meisten Marktbeobachter mit der ersten Zinssenkung der Fed seit Ende 2008 rechnen und US-Präsident Donald Trump vehement einen noch größeren Zinsschritt verlangt, will einfach keine Kauflaune bei den Anlegern aufkommen.
Die Inflation in Deutschland hat im Juli überraschend zugelegt. Lt. Statistischem Bundesamt lagen die Verbraucherpreise für Waren und Dienstleistungen im Schnitt 1,7% über dem Vj.-Niveau. Im Juni lag die Teuerungsrate bei 1,6%. „Das war das letzte Aufbäumen der Inflation“, meint Sebastian Wanke, Ökonom bei KfW Research.
Der immer deutlichere Strategieschwenk der EZB zu noch niedrigeren Zinsen macht die Suche nach Rendite für Anleger schwerer. Für die Fondsindustrie und Assekuranz könnte das eine neue Chance sein, die Werbetrommel für die „neue“ Betriebsrente zu rühren.
Wer bereits gestern mit handfesten Veränderungen beim EZB-Einlagenzins für Banken (-0,4%), beim Leitzins von derzeit 0%, der Refinanzierung (0,25%) oder konkreten Hinweisen auf eine Wiederaufnahme von Anleihekäufen (QE) gerechnet hatte, sah sich von Mario Draghi enttäuscht.
Lebensversicherungskunden müssen sich nach einer nur kleinen Atempause auf eine Fortsetzung der Zinstalfahrt einstellen. Darauf deuten die Pläne der EZB, die am Donnerstag in den Krisenmodus schaltete und die Weichen in Richtung Zinssenkung stellte (s. S. 4). Das bekommen jetzt auch die Produktanbieter zu spüren.
Mit Libra will Facebook-Chef Mark Zuckerberg 2020 eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen. Das als lukratives Neugeschäft nach dem Skandal um den gigantischen Datenklau durch Cambridge Analytica gedachte Projekt stößt hierzulande allerdings auf große Skepsis. 71% der Deutschen hegen einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge noch starke Vorbehalte gegen Zuckerbergs Digitalgeld. Nur 12% werten den neuesten Coup des Facebook-Gründers positiv.
Eine mögliche Ausweitung der expansiven Geldpolitik einschließlich der Negativzinsen der EZB betrachtet der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit Sorge. Konkret macht sich das jetzt in den Filialen bemerkbar.
Angefacht von Spekulationen auf sinkende Zinsen hat der Goldpreis am Donnerstag bei 1 450 US-Dollar den höchsten Stand seit Mai 2013 erreicht. Schon in den Wochen davor ist der Preis des Edelmetalls auf Grund wachsender geopolitischer Spannungen zwischen dem Iran und den USA angestiegen.
Seit gut fünf Jahren liegt der Einlagenzinssatz im negativen Bereich. Mehr als 2,6 Billionen Euro hat die EZB bis Ende vergangenen Jahres für Anleihekäufe ausgegeben. Trotzdem ist die Inflation in der Eurozone mit zuletzt 1,3% im Juni noch immer weit vom EZB-Zielwert von knapp 2% entfernt und die Konjunktur trübt sich zunehmend ein.
Bis Monatsende wollen die Europäer einen Kandidaten für die Nachfolge der scheidenden IWF-Chefin Christine Lagarde, die im November an die Spitze der EZB wechselt, präsentieren. Darauf einigten sich die europäischen Vertreter am Rande des Treffens der G7-Finanzminister im französischen Schloss Chantilly.
Die warmen Worte von BVR-Präsidentin Marija Kolak für Christine Lagarde können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die oberste Repräsentantin des genossenschaftlichen Verbunds von der designierten EZB-Chefin keinen geldpolitischen Rückenwind für die Volks- und Raiffeisenbanken erwartet. Mit einer Wende beim Leitzins sei in den nächsten fünf Jahren nicht zu rechnen, gibt sich Kolak keinen Illusionen hin.
Für Union Investment-Vorstand Jens Wilhelm ist die neue Ausgangslage klar. „Das Niedrigzinsumfeld wird uns auf unbestimmte Zeit erhalten bleiben“, lautet die Prognose des Portfoliomanagement-Experten des Frankfurter Fondshauses. Diese Einschätzung teilen mittlerweile viele Analysten und Volkswirte.
In der Immobilienfinanzierung herrscht eine gemischte Stimmung. Das erste Halbjahr ist vorbei, und im Vergleich zum Jahresstart hat sich der Ausblick deutlich verändert.
Es ist kein Zufall, dass sich mit George Osborne und Mark Carney gleich zwei Briten für die Nachfolge von IWF-Chefin Christine Lagarde, die im November an die Spitze der EZB rücken soll, warm laufen. Noch nie in der Geschichte des IWF wurde der Währungsfonds von einem Briten geführt.
Die durchschnittliche Immobilienquote der Versicherungen hat einen historischen Höchststand erreicht. Sie liegt mit 10,3% erstmals im zweistelligen Bereich und hat sich in der laufenden Dekade von 6,1% im Jahr 2010 um ca. 75% erhöht.
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