Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Entscheidung im Griechen-Drama rückt näher

Lange hatte Kanzlerin Angela Merkel die zähen Verhandlungen zwischen Griechenland und den Gläubiger-Institutionen EU, IWF und EZB treiben lassen. Doch allmählich wird die Zeit für eine Lösung des griechischen Schulden-Dramas knapp. Allein im Juli und August muss Athen mehr als 6,7 Mrd. Euro an die EZB überweisen.

Versicherungen

BaFin bittet Versicherer und kleinere Banken zum Fitnesstest

Nach dem großen EZB-Fitnesscheck für die systemrelevanten Banken im vergangenen Jahr hat nun auch die BaFin Geschmack an dem Instrument des Stresstests gefunden. Wie der neue BaFin-Präsident Felix Hufeld, der den Posten Anfang März von Elke König übernommen hat, auf seiner Jahres-PK in Frankfurt ankündigte, will die Behörde in Kürze eine Art Mini-Stresstest für die von ihr direkt beaufsichtigten Banken durchführen.

Versicherungen

Basel III und Solvency II blenden das Staatsanleihen-Risiko aus

Das Regelwert, an das sich Banken und Versicherungen im Geschäftsleben zu halten haben, wird lang und länger. Seit den bitteren Erfahrungen aus der Finanzkrise hat der Aktionismus, so Linklaters-Partner Frederik Winter, stark zugenommen. Während die Banken Basel III umgesetzt haben und Versicherer Solvency II erwartet, arbeitet der bei der BIZ angesiedelte „Baseler Ausschuss““ bereits an neuen „Quälgeistern““ für die Finanzwelt.

Geldpolitik

Aktien kaufen – Jetzt erst recht

Der DAX steckt mitten in einer kräftigen Korrekturphase. Konjunktur-Sorgen in den USA, steigende Staatsanleihe-Renditen in der Euro-Zone, der sich erholende Euro, die schwierigen Schulden-Verhandlungen mit Griechenland und die Parlamentswahlen in Großbritannien machen dem deutschen Leitindex das Leben schwer.

Asset Management

DZ Bank – Guter Jahresstart auch dank Draghi-Effekt

Nach dem Rekordjahr 2014 hatte DZ Bank-Chef Wolfgang Kirsch noch auf der Bilanz-PK die Öffentlichkeit auf einen deutlich niedrigeren Gewinn im laufenden Jahr eingestimmt. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 750 Mio. Euro hat das genossenschaftliche Spitzeninstitut im ersten Quartal indes schon die Hälfte des Plangewinns von 1,5 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2015 eingefahren, wie Kirsch vor dem Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten berichtete.

Geldpolitik

Aktien, Renten und Devisen – Die Märkte sortieren sich neu

Kräftig gerumpelt hat es in den vergangenen Tagen an den internationalen Kapital- und Devisenmärkten. Geschockt von unerwartet schwachen US-Wachstumsdaten für das erste Quartal erlitt der DAX einen Schwächeanfall, von dem er sich am Donnerstag nur langsam erholen konnte. Zugleich zogen trotz des Anleihekaufprogramms der EZB in Europa und den USA die Renditen für Staatsanleihen an. Am Devisenmarkt machte der von der EZB-Politik geschwächte Euro gegenüber dem Dollar deutlich an Boden gut.

Geldpolitik

IVG erwirbt mit Clifford früheres EZB-Hochhaus

Clifford Chance hat die IVG Institutional Funds GmbH (IVG) beim Erwerb des Frankfurter Bürohochhauses Eurotower im Rahmen eines Share Deals beraten. Verkäufer ist die RFR Holding, die einen Minderheitsanteil an der Immobilie behält. Das Beratungsteam von Clifford Chance bestand aus den Partnern Christian Keilich (Real Estate), Christine Koziczinski (Corporate), Jan Grabbe (Tax), Beda Wortmann (Banking & Capital Markets, alle Frankfurt) und Marc Besen (Kartellrecht, Düsseldorf).

Immobilien

Vermögensverwaltung – Weiter auf Aktien setzen

Ohne Aktien im Depot ist kein Kraut gegen den Niedrigzins gewachsen. So tönt es derzeit unisono aus Finanzkreisen. Auch das 10. PLATOW Investoren FORUM am vergangenen Montag in Frankfurt (Villa Kennedy) lieferte dafür Beweismaterial und wurde zu einem Plädoyer für die Aktie. Kunden, die in den vergangenen Monaten auf Aktien gesetzt hätten, seien hoch zufrieden.

Geldpolitik

DAX – Spielverderber Griechenland

Wie ein Alp lasten die ungelösten Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf dem deutschen Börsenbarometer DAX. Im Vorfeld des heutigen (24.4.) Treffens der Euro-Finanzminister im lettischen Riga wuchs die Nervosität der Finanzmärkte vor einer drohenden Staatspleite Griechenlands, zusätzlich befeuert durch die üblichen Grexit-Propheten, die jede Gelegenheit nutzen, um sich mit ihren Austrittsthesen lautstark zu Wort zu melden.

Immobilien

Hoher Anlagedruck treibt Immobilienpreise

Der aus den extrem niedrigen Zinsen resultierende Anlagedruck habe zu einem anhaltenden, teilweise beschleunigten Preisauftrieb am Immobilienmarkt geführt, der sowohl Wohnungen als auch Gewerbeimmobilien erfasst habe, resümiert vdp-Präsident Jan Bettink. Es sei inzwischen die Gefahr einer Entkoppelung von Investment- und Vermietungsmarkt erkennbar. Die Immobilienfinanzierung als eines der wenigen noch ertragreichen Geschäftsfelder für Banken ist aktuell durch steigende Transaktionsvolumina bei gleichzeitig zunehmendem Wettbewerbsdruck geprägt.

Immobilien

Deutsche Annington – Abu Dhabi macht Kasse

Angesichts der gewaltigen EZB-Geldschwemme, negativer Zinsen auf Bundesanleihen und fehlender Anlagealternativen sollte einer Bonanza auf dem Aktien- und Immobilienmarkt eigentlich nichts im Wege stehen. Das macht ein Blick auf die prekäre Situation deutscher Kapitalsammelstellen mit über 90% Zinsanlagen z. B. in der Assekuranz deutlich.

Asset Management

Niedrigzinsen lassen Hertie-Stiftung noch kalt

Die extrem lockere Geldpolitik der EZB macht den Stiftungen bei ihrer Kapitalanlage das Leben immer schwerer. Für Bundesanleihen werden teilweise sogar schon Negativzinsen fällig.

Geldpolitik

apoBank – Vermögensverwaltung kommt endlich in Schwung

Ärzte und Apotheker haben traditionell einen hohen Anlagebedarf für ihr Vermögen. Doch ausgerechnet an der auf diese Klientel spezialisierten apoBank ist dieses Geschäft in der Vergangenheit meist vorbeigegangen. apoBank-Chef Herbert Pfennig hat deshalb bereits vor geraumer Zeit das Beratungskonzept apoPur initiiert, um sein Institut stärker auf die Vermögensverwaltung auszurichten.

Geldpolitik

KfW – Das Geschäftsmodell stößt an seine Grenzen

Die staatliche KfW strotzt vor Kraft. Mit einem Konzerngewinn von 1,5 Mrd. Euro hat Deutschlands größte Förderbank im vergangenen Jahr nicht nur ihr normales Ergebnispotenzial, das KfW-Chef Ulrich Schröder auf 1 Mrd. Euro taxiert, deutlich übertroffen, sondern auch den Vorjahreswert von 1,27 Mrd. Euro. Dank des im März von EZB-Präsident Mario Draghi gestarteten Anleihekaufprogramms kann sich die mit einer Garantie des Bundes ausgestattete KfW am Kapitalmarkt derzeit bei Laufzeiten von bis zu sieben Jahren sogar zu Negativzinsen refinanzieren. Gelten KfW-Anleihen damit doch als fast so sicher wie deutsche Bundesanleihen. Selbst von dem Debakel der österreichischen Hypo Alpe Adria, das mehrere deutsche Institute zu hohen Abschreibungen zwingt, konnte die KfW profitieren. Die KfW konnte ein zuvor gemeinsam mit der Hypo Alpe Adria betriebenes Projekt komplett übernehmen und darf die daraus resultierenden Erträge nun allein einstecken.

Geldpolitik

Pfandbriefbank – Hypo Real Estate läutet letzte Verkaufsrunde ein

Die Hypo Real Estate hat dem Vernehmen nach in der inzwischen abgeschlossenen zweiten Verkaufsrunde für ihre zur Privatisierung anstehende Tochter Deutsche Pfandbriefbank (pbb) eine Reihe indikativer Angebote erhalten. Um den alternativ weiter in Vorbereitung befindlichen Börsengang gegebenenfalls vor der Sommerpause starten zu können, wird auch im Verkaufsprozess jetzt Tempo gemacht. Wir rechnen im Juni mit der Entscheidung für einen Bieter, falls es zu einem Verkauf und nicht zum IPO kommen wird. Gebote hat der Bund, der sich auf Geheiß der EU bis Jahresende von der pbb-Mehrheit trennen muss, von strategischen wie auch von Finanzinvestoren bekommen. Bei den Private-Equity-Häusern haben sich zwar einige zurückgehalten, nachdem sie sich bei jüngsten Verkäufen Abfuhren eingehandelt haben, das heißt aber nicht, dass  sie sich jetzt pauschal abschrecken lassen.

Geldpolitik

EZB-Anleihekäufe dürften eher länger als kürzer dauern

Die Ankündigung von Mario Draghi im Anschluss an die jüngste EZB-Ratssitzung, dass die europäische Notenbank ihr gerade erst vor wenigen Wochen gestartetes Anleihekauf-Programm voll durchziehen werde, konnte selbst hartgesottene QE-Kritiker nicht wirklich überraschen. Ein derart schneller Ausstieg aus dem Kaufprogramm, wie ihn sich einige QE-Skeptiker im Vorfeld der EZB-Sitzung gewünscht hatten, würde Draghi zu einem zahnlosen Tiger an den Kapitalmärkten machen. Die Glaubwürdigkeit Draghis an den Kapitalmärkten, die maßgeblich an der Durchführung des QE-Programms hängt, ist denn auch das wichtigste Pfund des EZB-Präsidenten.

Geldpolitik

Starker Dollar wird den USA unheimlich

Die jüngsten Entwicklungen an den Devisenmärkten, die zu einer kräftigen Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro geführt haben, sorgen in der amerikanischen Regierung zunehmend für Beunruhigung. Bremst der starke Dollar doch die US-Exporte. In einem Bericht für den Kongress, in dem die US-Regierung ihre Marschroute für die IWF-Frühjahrstagung am kommenden Wochenende (17.4. bis 19.4.) andeutet, warnt das Finanzministerium die Europäer davor, sich zu sehr auf den schwachen Euro als Exporttriebfeder zu verlassen.

Geldpolitik

Ringen um US-Zinswende

Schlechte Zahlen von der Konjunkturfront sind gute Nachrichten für Aktienanleger. Das legen zumindest die freudigen Marktreaktionen auf die schwachen US-Arbeitsmarktdaten für den vergangenen Monat nahe. Im März wurden in den USA nur halb so viele Stellen neu geschaffen wie erwartet. Tatsächlich haben zuletzt die Zweifel an einer baldigen Zinswende der amerikanischen Zentralbank Fed deutlich zugenommen. Bestärkt wurden die Zweifler am Dienstag durch einen Kommentar des Präsidenten der regionalen Notenbank von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, der einen ersten Zinsschritt der Fed erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 für möglich hält. Bislang erwarten die meisten Analysten die erste Zinsanhebung bereits im Juni dieses Jahres.

Geldpolitik

Münchener Hyp muss neue Belastungen verdauen

Erst Griechenland, jetzt Österreich. Die Münchener Hyp, die in knapp zwei Wochen ihre Zahlen vorstellt, hat mit Anleihen ausländischer Gläubiger wenig Fortune. 2012 regnete es bei griechischen Anleihen durchs Dach. Ein Notverkauf mit 60% Abschlag verhinderte in letzter Minute den Gang zur genossenschaftlichen Auffanggesellschaft BAG Hamm. Jetzt sorgt das Zahlungsmoratorium der Heta, Österreichs Bad Bank für die Hinterlassenschaften der Hypo Alpe Adria, für Kummer. Wie wir hören, soll die MHB zwar nur einen Ausfall im niedrigen zweistelligen Millionenbereich zu schultern haben und damit weitaus weniger als etwa BayernLB, Commerzbank oder pbb.

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