Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Banco Espírito Santo im Visier der Rating-Agenturen

Portugals Finanzmarkt ist in Turbulenzen. Die Ruhe vergangener Wochen und Monate ist vorbei, seit die Schwierigkeiten der größten Privatbank des Landes, des Banco Espírito Santo (s. auch PLATOW v. 14.7.), öffentlich geworden sind. Die Rating-Agenturen machen es sich allzu leicht. Sie senken den Daumen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

Geldpolitik

Draghi: „Kommunikation ist mir sehr wichtig“

Seinen Auftritt am vergangenen Dienstag beim Verlag Rommerskirchen („Journalist“, „PR Magazin“) nutzte EZB-Präsident Mario Draghi nicht nur, um ein Loblied auf Christine Clair Graeff (s. auch PLATOW v. 16.7.), seine mit dem „Seismograf“ ausgezeichnete PR-Managerin, anzustimmen, sondern auch, um den Stellenwert, den die EZB der Kommunikation beimisst, deutlich zu machen.

Geldpolitik

Dt. Annington präsentiert sich fest

Nach den jüngsten Äußerungen der Frankfurter EZB ist eine Zinswende frühestens ab Ende 2015 zu erwarten. Dies dürfte auch die Renditen für sichere langfristige Geldanlagen in der Eurozone beeinflussen, die noch mehrere Quartale niedrig bleiben dürften.

Geldpolitik

DekaBank – Rüdiger wittert strukturpolitische Agenda der EZB

Als zentrales Wertpapierhaus der Sparkassen gehört auch die DekaBank zu den voraussichtlich 21 deutschen Instituten, die ab November direkt von der EZB beaufsichtigt werden. Obwohl sich die DekaBank für den Stresstest gut gerüstet sieht, bereitet Vorstandschef Michael Rüdiger die Übernahme der Bankenaufsicht durch die EZB auch ein wenig Bauchgrimmen.

Geldpolitik

Mario Draghi hat keine Angst vor Missbrauch

Die neue dicke Bertha der EZB ist mit einem Präzisionszielrohr ausgestattet. Der Zentralbankrat will gewährleisten, dass die zunächst im September und Dezember angebotenen vierjährigen Refinanzierungsgeschäfte, die mit 0,25% Zins 0,10 Prozentpunkte über dem Hauptrefinanzierungssatz der EZB gepreist werden, die so genannten TLTRO, in Kredite für die Realwirtschaft fließen und nicht für Arbitragegeschäfte oder Käufe anderer Vermögenswerte verwendet werden. Auch für die Ausleihung als Hypothek sind sie nicht gedacht.

Geldpolitik

„Draghi und Graeff – „“Die Henne und das Ei“““

Glückwunsch an Christine Claire Graeff. Die Deutsch-Französin, die zuvor für die britische Brunswick in Frankfurt wichtige Aufbauarbeit leistete, ist gerade mal 15 Monate im Amt als Generaldirektorin Kommunikation der Europäischen Zentralbank, da wird sie von einer Jury aus gestandenen Pressesprechern schon mit dem begehrten Seismograf als „PR-Managerin des Jahres 2013“ ausgezeichnet.

Geldpolitik

„Die EZB kann bei dem Stresstest nicht gewinnen“

Nach den zwei ziemlich verpatzten Stresstests der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA hatte die EZB gelobt, dass diesmal alles besser werden solle. Doch daran hat Dirk Thiel, Geschäftsführer der GBB-Rating, so seine Zweifel. Denn die EZB, die den Stresstest gemeinsam mit der EBA durchführt, steckt in einem Dilemma. Um erneute Kapitalmarkt-Turbulenzen zu vermeiden, dürfe die EZB eigentlich keine Bank bei dem Stresstest durchfallen lassen, so Thiel. Wenn jedoch alle Institute den Fitnesstest bestehen, wird der Markt ihn aber als zu lasch abtun. Egal, was im Oktober bei dem Stresstest auch herauskommt, das Ziel, neues Vertrauen in die Stabilität des europäischen Bankensektors zu schaffen, wird die EZB kaum erreichen, ist sich Thiel sicher.

Geldpolitik

Draghi legt seinen Finger in eine neue und zugleich alte Wunde

Wieder hat sich EZB-Präsident Mario Draghi London als Bühne gewählt, wo er vor fast genau zwei Jahren sein glühendes Bekenntnis zum Fortbestand des Euro ablegte. So wichtig ist ihm sein neues Anliegen. Er fordert die 18 Euroländer zu strukturellen Reformen auf, um die teils gravierenden Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit zu beheben.

Geldpolitik

Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Espírito Santo heißt auf Deutsch Heiliger Geist. Was die gleichnamige portugiesische Großbank anbelangt, führt diese Übersetzung jedoch in die Irre. Sorgen um die finanzielle Stabilität des Banco Espírito Santo (BES) erschütterten Mitte der Woche die Weltbörsen. Die Privatbank mit dem kräftigen Grün im Firmenlogo, die mit dem Fußballidol des Landes, Cristiano Ronaldo, wirbt, ist schon eine ganze Weile ähnlich arm dran wie die in der WM-Vorrunde ausgeschiedene Nationalmannschaft Portugals. Die Wurzeln des Instituts, das viele Jahrzehnte von der Familie Espírito Santo beherrscht wurde, reichen bis ins 19. Jahrhundert.

Asset Management

„Alle Arten von Rententiteln sind absurd überbewertet“

Kaum noch Ertrag abwerfende Rententitel in den Depots vermögender privater und institutioneller Adressen waren das große Thema auf dem 3. PLATOW FORUM Family Office. Thomas Borghardt (Marcard Stein) forderte die Anleger im Rahmen einer Panel-Diskussion dazu auf, sich damit anzufreunden, einer über viele Jahrzehnte bevorzugten Assetklasse allmählich den Rücken zu kehren. Reinhard Panse, CIO bei Harald Quandt, hielt eine Brandrede gegen die von den hochverschuldeten Staaten manipulierten Zinsen.

Geldpolitik

Volatilität als schlechter Ratgeber

Die Volatilität gilt als Maß für gegenwärtige oder zukünftige Schwankungen an den Kapitalmärkten. Sie liegt im Devisenbereich auf dem tiefsten Stand seit vielen Jahren, gleich welches der klassischen Währungspaare man betrachtet. Spätestens seit den jüngsten Zinssenkungen der EZB Anfang Juni ist auch der Greenback gegenüber dem Euro eingefangen in einer engen Range von 1,35 zu 1,40 US-Dollar je Euro.

Geldpolitik

Zweifelhafte Notenbank-Prognosen

An diesem Donnerstag tagt der geldpolitische Rat der britischen Notenbank. Fest steht schon heute, dass sich an Zins und Staatsanleihekäufen nichts ändern wird. Allerdings könnte Mark Carney, Governor der Bank of England, mit dem Wording für die erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise beginnen. Der Zinsschritt selbst könnte dann noch 2014 oder im ersten Quartal 2015 erfolgen.

Geldpolitik

Makroprudenziell – Wirtschaftswort des Jahres

Die Finanzkrise von 2008 hat gezeigt: Die Stabilität des Finanz- und Währungssystems ist ein Gut für sich, das verteidigt werden muss. Geld- und Fiskalpolitik allein reichen nicht mehr aus. Instrumente, solche Finanzkrisen in Zukunft besser in den Griff zu kriegen und neue zu verhindern, werden von Regulatoren, Notenbankern und Finanzexperten in elitären Zirkeln entwickelt. Das Ergebnis sind Kürzel und kaum noch verständliche Fachtermini.

Geldpolitik

Stresstest – Die ersten Kassandras kommen aus ihren Löchern

Noch ist der Stresstest für die knapp 130 europäischen Banken, die künftig von der EZB beaufsichtigt werden sollen, nicht angelaufen, da werden schon die ersten Prognosen abgegeben, welche Institute bei dem Fitnesstest möglicherweise durchfallen könnten.

Geldpolitik

Europas Schuldenberge – Was wird, wenn die Zinsen steigen?

Die neuesten, noch nicht ganz offiziellen Arbeitsmarktdaten aus den USA sind verheißungsvoll. Der Rückschlag durch die Kältewelle Anfang des Jahres ist überwunden. Die US-Konjunktur will nach oben und wird beim BIP-Wachstum für den Rest des Jahres und 2015 wieder eine Drei vor dem Komma haben. Fed-Chefin Janet Yellen wird die Zinswende so lange wie möglich hinauszögern, aber mit einer ersten Leitzinsanhebung ist im zweiten Quartal 2015 zu rechnen.

Immobilien

Deutscher Bürovermietungsmarkt bleibt im ersten Halbjahr solide

Die ersten Halbjahreszahlen zum deutschen Bürovermietungsmarkt liegen vor. Nach einem recht gutem Jahresstart schlagen laut aktueller Recherchen von Jones Lang LaSalle (JLL) die politischen und wirtschaftlichen Rahmendaten aufs Gemüt. In der Summe der sieben deutschen Büro-Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln sowie der Region München und Stuttgart erreichte der Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr knapp 1,38 Mio. qm und liegt damit gut 3% unter Vorjahresniveau.

Geldpolitik

Renditerutsch ohne Ende

Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen nähert sich vehement den bisherigen Tiefstrenditen. Diese lagen 2012 bei 1,13% und 2013 bei 1,15% (siehe Chart). Am vergangenen Donnerstag fiel deren Verzinsung auf 1,25%. Charttechnisch ist zumindest ein Test der früheren Tiefpunkte wahrscheinlich, ein Rutsch auf oder unter 1% sogar möglich.

Versicherungen

EZB Bankenaufsicht – Drei deutsche Institute fallen raus

Heerscharen von Wirtschaftsprüfern bevölkern derzeit die Flure der bislang 24 deutschen Institute, die von der EZB als systemrelevant eingestuft wurden, um die Bankbilanzen auf versteckte oder unterschätzte Risiken abzuklopfen. Anschließend müssen sich die Häuser noch einem Stresstest unterziehen.

Geldpolitik

Notenbanken skizzieren Fahrplan für Zinserhöhungen

Die internationalen Notenbanken versuchen schon jetzt, die Kapitalmärkte behutsam auf einen kommenden Zinsanstieg vorzubereiten. Für Mark Carney, Gouverneur der Bank of England (BoE) könnte der erste Zinsschritt noch in diesem Jahr erfolgen.

Geldpolitik

Commerzbank will ohne Kapitalerhöhung auskommen

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalerhöhung der Deutschen Bank richten sich die Blicke verstärkt auf die Commerzbank. Denn im vergangenen Jahr startete wenige Wochen nach der Deutschen Bank die Commerzbank ihre eigene Kapitalerhöhung. Allerdings hatte die Commerzbank damals ihre Kapitalpläne schon deutlich vor der Deutschen Bank verkündet.

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