Geldwäsche – Versicherer im Fokus der BaFin
Geldwäsche war lange ein Bankenthema. Doch in der Niedrigzinsära entdeckten viele Anleger den sicheren Hafen Versicherung, darunter auch schwarze Schafe.
Geldwäsche war lange ein Bankenthema. Doch in der Niedrigzinsära entdeckten viele Anleger den sicheren Hafen Versicherung, darunter auch schwarze Schafe.
Die versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren sind 2023 um rd. 900 Mio. ggü. dem Vorjahr auf 4,9 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht etwa dem Zehnjahresschnitt, unversicherte Schäden kommen obendrauf.
„Man kann die Entwicklung der EU immer noch aus der Mitte des Parlaments steuern“, erklärt der Chef des Versichererverbandes GDV, Jörg Asmussen, mit Blick auf das EU-Wahlergebnis. Doch angesichts des Resultats wird die Kompromissfindung künftig schwieriger werden, ließ er auf der heutigen GDV-Veranstaltung zum Thema Regulierung durchblicken.
Die Directors-and-Officers-Versicherung (D&O) ist und bleibt ein schwieriges Feld. Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die Manager vor finanziellen Schadenersatzansprüchen schützt und vom Unternehmen abgeschlossen wird, ist speziell in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten praktisch unverzichtbar geworden. Allerdings ist sie für Kunden auch kostspielig.
Das Einmalbeitragsgeschäft (EBG) war über Jahre der Motor der deutschen Lebensversicherungsbranche (LV). Doch mit den steigenden Zinsen folgte eine Trendumkehr.
Norbert Rollinger hat bei der Bilanzpressekonferenz seiner R+V danebengegriffen. Uncharakteristisch für den beredten Vorstandsvorsitzenden, der auch Präsident des Versichererverbandes GDV ist, dass ihn die Dominanz des Signa-Themas offenbar überraschte.
Die traditionellen Erbhöfe im Präsidium des GDV lassen wenig Spielraum für eine grundsätzliche Veränderung des wichtigsten Gremiums der Assekuranz-Lobby. Abzulesen ist das schon daran, dass von 18 Plätzen nur zwei von Frauen besetzt sind.
Noch während die Ratingagentur Assekurata ihre stets fundierte Analyse des Lebensversicherungsmarktes (LV) präsentierte, verschickte der Versichererverband GDV eine Pressemitteilung mit reichlich Enthusiasmus. „Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die steigenden Zinsen mehr und mehr bei den Versicherten ankommen“, jubelt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Überschüsse „dürften noch weiter steigen”, sagt Asmussen, wenn die Anlagegelder bei höheren Zinsen neu angelegt werden können.
Zwischen 500 Mio. und 1 Mrd. Euro hat die R+V Versicherung in die Ideen von René Benko investiert. Damit gehört sie zu den größten Gläubigern der insolventen Signa-Gruppe.
Die Hamburger Sparkasse (Haspa) und die „neue leben Versicherungen“, Teil des Finanzkonzerns Talanx, haben ihre Kooperation vorzeitig bis 2031 verlängert.
Frauen erkämpfen sich langsam, aber stetig ihren Platz in den oberen Führungsebenen der Versicherungs- und Bankenwelt. Im Jahr 2022 lag der Frauenanteil in den Vorständen der 100 größten Banken bei gut 14% und bei den 60 größten Versicherungen bei knapp 16%. Im Spätherbst 2023 sind die Anteile in beiden Unternehmensgruppen leicht gestiegen und betrugen knapp 17% bei den Banken und gut 18% bei den Versicherungen, analysiert Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics beim DIW in Berlin.
Die Alte Leipziger Gruppe (ALH) hat 2021 erstmals den Gesamtumsatz von 5 Mrd. Euro überschritten. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen für 2023 sind es aktuell 5,3 Mrd. Euro. Gleichzeitig spüren aber auch die Oberursler die allgemeinen Entwicklungen des Versicherungsmarkts. In der Lebensversicherung konnte die ALH ihre Beitragseinnahmen aus dem Neugeschäft 2023 steigern (220 Mio. Euro, ca. 3,2% mehr als im Vj.).
Naturkatastrophenschutz, bAV-Verbesserungen und perspektivisch eine öffentlich-private Partnerschaft in Sachen Cyberschutz.
Den Versicherern droht ein Einschnitt bei der gleichermaßen lukrativen wie wegen Kosten und Transparenz umstrittenen Restschuldversicherung (RSV).
Regulierung ist der einzig wirkliche Veränderungstreiber, erklärte einst ein ranghoher Versicherungsexperte. Gleichzeitig hassen (deutsche) Versicherer Wandel, denn der bedroht die Gewinne (Prämieneinahmen 2022: rd. 223 Mrd. Euro). Ein Veränderungstreiber hätte die aktuelle Überarbeitung der Aufsichtsrichtlinie Solvency II sein können (s. PLATOW v. 24.11.), die u.a. zentrale Bereiche wie Kapitalhinterlegung, Risikomanagement und Nachhaltigkeits- und Umweltfragen (mit-) regelt.
Die Kreditgeber können den deutschen Kreditversicherern 2024 gehörig versalzen. Bereits dieses Jahr sehen sich die Kreditversicherer mit einem Anstieg der Zahlungsausfälle bei Unternehmen konfrontiert, zeigt eine Hochrechnung des Versichererverbandes GDV.
Als Gründungsvorstand und langjähriger Chef der erst 1992 gegründeten SV Sachsen sowie Mitglied im Präsidium und Vorsitzender des Zentralausschusses Vertrieb des GDV ist Gerhard Müller über Sachsen hinaus bekannt.
Der Versicherungsverband GDV hat den renommierten Personalberater ifp mit der Suche nach einem Nachfolger für den Ende September im „gegenseitigen Einvernehmen“ ausgeschiedenen Vize-Hauptgeschäftsführer Peter Schwark beauftragt.
Die Prämieneinnahmen im Versicherungsgeschäft dürften bis 2040 trotz einer alternden Gesellschaft um real 10% auf 140 Mrd. Euro zulegen, der Anteil der Versicherungsprämien am Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich von 4,1 auf 4,7 % steigen, erwartet der Versichererverband GDV.
Die Versicherungsbranche sieht den Sinn der Regulierung. Doch der Aufwand von Vorschriften und Berichtspflichten bei Aspekten wie Nachhaltigkeit, finanzieller Stabilität und Transparenz stehe oft im Missverhältnis zum Nutzen, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Versichererverbandes GDV im Mediengespräch.
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