Das aktuelle Update der Studie „DNA of Real Estate“ von Cushman & Wakefield (C&W) zeigt für Europas Spitzenimmobilienmärkte anhaltend solide Mietsteigerungen bei Büro, Logistik und Einzelhandel. Andererseits sind die Spitzenrenditen wieder leicht gestiegen bzw. die Multiplikatoren gefallen. Das signalisiere das Ende der flächendeckenden Renditekompression. Die Zinserhöhung der EZB im Juni übe zusätzlichen Druck auf die Kapitalwerte aus.

Simon Jeschioro, Head of Capital Markets, sieht keine Phase wieder steigender Multiplikatoren. Investoren sollten sich in der jetzigen Marktphase auf leicht höhere Finanzierungskosten einstellen. Preisabschläge seien möglich. Lediglich vollständig vermietete, hochwertige Core-CBD-Assets blieben attraktiv. Trotz vorhandener Liquidität blieben Transaktionen in vielen Fällen stecken.

Sieben europäische Büromärkte meldeten im zweiten Quartal fallende Multiplikatoren. Die widerstandsfähigsten Regionen Europas bleiben weiterhin Südeuropa sowie Zentral- und Osteuropa. Im Ergebnis stieg die durchschnittliche europäische Spitzenrendite für Büroimmobilien um 3 Basispunkte auf 5,39%.

Auf der Mieterseite habe sich insbesondere im Bürosektor das Wachstum der Spitzenmieten sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich fortgesetzt, so die Studie. CBD-Spitzen-Büromieten in Europa stiegen aufgrund der starken Flächennachfrage um 1,2% gegenüber dem Vorquartal und um 4,5% im Jahresvergleich. Die stärksten vierteljährlichen Mietanstiege verzeichneten Benelux mit +2,6%, Deutschland mit +1,9% und UK & Irland mit +1,6%.