Immobilienklima – Mini-Erholung taugt nicht für eine Trendwende
Die leicht bessere Stimmung im Juli setzt sich im August nicht fort, das Deutsche Hypo Immobilienklima dreht wieder ins Negative. Welche Segmente am stärksten betroffen sind.

Mit kleinen Häkchen nach oben ist der Stimmungstrend deutlich negativ. Die Mini-Erholung im Juli, die vielleicht der Urlaubsstimmung geschuldet war, setzte sich im August nicht fort. Der Trend dreht wieder nach unten. Für Oliver Boser (Zentralakquisition Deutsche Hypo – NORD/LB) spricht die generelle Entwicklung zwar für eine Stabilisierung nach den Verwerfungen der vergangenen Jahre, jedoch noch nicht für eine belastbare Trendwende. Insbesondere das Investmentumfeld bleibe herausfordernd. Vor allem im Bürosegment bestünden aus Investorensicht vielfach noch Zweifel, ob die Preisfindung bereits abgeschlossen ist. Viele Marktteilnehmer würden weiterhin auf Preisniveaus warten, die im aktuellen Zinsumfeld wieder attraktive risikoadjustierte Erträge ermöglichten.

In der 224. Monatsbefragung von rund 1.000 Immobilienexperten sinkt das Deutsche Hypo Immobilienklima gegenüber dem Juli um 6,0% auf 81,4 Punkte und liegt damit 11,7% unter dem Wert des Vorjahresmonats. Sowohl das Ertrags- als auch das Investmentklima geben im August nach. Das Ertragsklima sinkt um 4,4% auf 87,1 Punkte, während das Investmentklima mit einem Minus von 7,4% auf 75,9 Punkte noch deutlicher zurückgeht. Beide Teilindikatoren verbleiben damit im skeptischen Bereich unterhalb der neutralen 100-Punkte-Marke. Im Vorjahresvergleich liegen beide Teilindikatoren ebenfalls unter ihren Vorjahreswerten. Das Investmentklima notiert 14,2% und das Ertragsklima 9,3% unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im August verzeichnen alle Teilsegmente Rückgänge gegenüber dem Vormonat. Das Handelsklima weist mit einem Minus von 15,7% auf 65,2 Punkte den stärksten Verlust auf. Es folgen das Logistikklima mit einem Minus von 6,9% auf 95,7 Punkte und das Büroklima mit einem Rückgang von 3,1% auf 66,1 Punkte. Das Hotelklima fällt um 2,9% auf 95,6 Punkte. Das Wohnklima zeigt sich mit einem Minus von lediglich 1,0% auf 130,4 Punkte weiterhin robust.