Europäische Zentralbank (EZB)

24. August 2016 Asset Management

Nord/LB – Zum Abschied droht Dunkel ein dicker Verlust

Negativzinsen, China-Beben, Brexit und die verschärfte Schiffskrise haben im ersten Halbjahr auch bei den Landesbanken tiefe Schleifspuren in den Bilanzen hinterlassen. Besonders schwer traf es die Nord/LB, die als einer der weltweit größten Schiffsfinanzierer ihre Wertberichtigungen in dem Segment nochmals stärker aufstocken musste als ohnehin schon geplant.

18. August 2016 Geldpolitik

Postbank ändert Gebührenmodell bei Girokonten

Viele Kunden der Postbank müssen künftig für ihr Girokonto bezahlen. Die größte Privatkundenbank Deutschlands und Tochter der Deutschen Bank kündigte am Freitag eine Neuausrichtung ihrer Kontolandschaft und ein verändertes Preismodell an. Danach wird es zwar nach wie vor ein kostenloses Girokonto geben, der monatliche Mindestgeldeingang dafür steigt aber deutlich von 1 000 auf 3 000 Euro. Zudem müssen Kunden vom „Giro plus Konto““ zum Komfort-Konto „Giro extra plus““ wechseln. Rd. 5,3 Mio. Postbank Girokunden informiert das Geldhaus derzeit per Brief über die Veränderungen und neuen Preismodelle.

18. August 2016 Geldpolitik

Die Notenbanken verspielen ihre Glaubwürdigkeit

Das Fed-Protokoll aus der vergangenen Woche (s. PLATOW v. 19.8.) offenbarte vor allem eines: die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) sind sich immer noch uneinig über die künftige Zinspolitik. Das Spektrum, das auch öffentlich gut vernehmbar und deshalb wenig hilfreich ist, reicht von Befürwortern einer schnellen Zinserhöhung über Zauderer bis hin zu Anhängern einer erneuten Lockerung. Letztere wollen das angestrebte Inflationsmaß sogar von 2 auf 3% anheben, damit die Fed neuen Zinssenkungsspielraum erhält.

17. August 2016 Geldpolitik

LBBW – Gemachtes Nest für Neske

Wenn Rainer Neske am 1.11. das Ruder bei der LBBW übernimmt, erbt der ehemalige Deutsche Bank-Vorstand ein Institut, das nach den Untiefen der Finanzkrise von Hans-Jörg Vetter wieder auf Kurs gebracht wurde und seine führende Stellung im Konzert der Landesbanken behauptet hat. Das bestätigen auch die von Vetter präsentierten Zahlen für das erste Halbjahr.

16. August 2016 Geldpolitik

Meinungen statt Handelsregeln

Dass unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection seine Outperformance gegenüber dem DAX nicht weiter ausbauen konnte, lag zuletzt vor allem an der enttäuschenden Entwicklung des wikifolios MB Tradingsystems von Manfred Beutler. Der seit über 20 Jahren an den Märkten aktive Trader hat uns mit seiner Performance und vor allem der in unseren Augen nicht mehr konsequenten Umsetzung seiner Strategie enttäuscht. Auch die persönlichen Nachfragen haben unsere Zweifel leider nicht beseitigen können, weshalb wir das hoch gewichtete wikifolio am Dienstag komplett verkauft haben. 

15. August 2016 Geldpolitik

BdB-Präsident – Peters Bankenpolitik beim Polo

Polo gilt auf Grund seiner Exklusivität auch als „Sport der Könige“. Wenn Deutschlands älteste Privatbank nun schon zum zweiten Mal Hauptsponsor des wichtigsten deutschen Polo-Turniers, der German Polo Masters, ist, die am vergangenen Sonntag auf Sylt entschieden wurden, passt das gut zusammen. Hans-Walter Peters, sportbegeisterter Chef der Hamburger Berenberg Bank und seit dem Frühjahr auch Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, trifft als Gastgeber spätestens beim Finale nicht nur auf enthusiastische Anhänger dieses spektakulären Pferdesports, sondern auch auf langjährige wichtige Kunden seiner Bank oder auch auf Kollegen aus der Branche.

10. August 2016 Geldpolitik

Hauck & Aufhäuser – Freie Fahrt für Fosun

„Im August soll der Hammer fallen“ titelten wir mit Blick auf die Aufsichts-Entscheidung zu den Übernahme-Plänen von Hauck & Aufhäuser durch Fosun am 23.5.. Genau so kam es jetzt: EZB und BaFin haben, wie uns aus der Bank bestätigt wird, das Inhaberkontrollverfahren, das die Chinesen durchlaufen mussten, ohne Auflagen abgeschlossen.

10. August 2016 Geldpolitik

Aareal Bank traut Mario Draghis Plänen nicht

In einem von zahlreichen Unsicherheiten und intensivem Wettbewerb geprägten Umfeld hat die Aareal Bank im Q2 2016 (per Ende Juni) ihr Konzernergebnis um 52% auf 120 Mio. Euro gegenüber dem um den Zugangsgewinn aus dem West-Immo-Erwerb bereinigten Vorjahreswert (Q2 2015: 229 Mio., bereinigt 79 Mio. Euro) gesteigert.

9. August 2016 Immobilien

Preisobergrenzen bei Prime Office noch nicht erreicht

Lt. brandaktuellem Performance-Indikator JLL Victor Prime Office gingen die Mutmaßungen, im deutschen Spitzensegment seien die Preisobergrenzen erreicht, deutlich daneben. Es gebe stattdessen ein Performancewachstum wie zu Zeiten des Immobilienbooms 2007. Bleibt zu hoffen, dass dieser Vergleich kein böses Omen ist. Vielleicht hilft die These, die die Deutsche Bank gerade im Research aufstellte, dass durch die Wohnungsknappheit so viele Büros umgewandelt würden, dass daraus Büroknappheit mit deutlich steigenden Mieten entstehen würde, die der Zyklik entgegen wirkt. 

8. August 2016 Versicherungen

Beim Umbau der Munich Re ist Geduld gefragt

Noch ein halbes Jahr ist Nikolaus von Bomhard Chef der Munich Re. Sein letztes Jahr wird sich sehen lassen können, das steht schon heute fest. Nach Absenkung der Gewinnprognose im Frühjahr auf 2,3 Mrd. Euro, vor allem wegen des 1 Mrd. Euro teuren Umbaus bei Ergo, sind die Chancen auf ein Übertreffen der Zielmarke wieder gestiegen.

4. August 2016 Geldpolitik

Brexit – Königreich auf Talfahrt

Während sich die Folgen des Brexit-Referendums auf dem europäischen Kontinent bisher in Grenzen halten, sieht es im UK anders aus. Die Briten bekommen dieser Tage die Tragweite ihrer Entscheidung, die EU verlassen zu wollen, zu spüren. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat die neue Premierministerin Theresa May.

3. August 2016 Geldpolitik

Geldpolitik reißt immer neue Löcher ins Banken-Kapital

Eigentlich sind die vier führenden westlichen Notenbanken und die eng mit ihnen verzahnten Aufsichtsbehörden angetreten, die durch die Finanzkrise ins Wanken geratenen Banken zu stabilisieren, um die Gesamtwirtschaft vor neuem Schaden zu bewahren und eine Wirtschaftskrise zu verhindern. So sieht es auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann in einem „Zeit“-Interview.

1. August 2016 Geldpolitik

Stresstest und Kurseinbruch – Warum deutsche Banken so leiden

Zunächst schien es so, als würden die deutschen Banken die Ergebnisse des am Freitag nach Börsenschluss veröffentlichten zweiten EBA-Stresstests gut wegstecken können. Die beiden im DAX gelisteten Häuser verloren am Montag bei kaum veränderten Kursen erwartungsgemäß, aber nicht dramatisch.

25. Juli 2016 Geldpolitik

City of London – Im Brexit-Loch

Von der Warte der Londoner Börsen-Indizes aus betrachtet, hat der Brexit bisher keinerlei Schaden angerichtet. Im Gegenteil. Ohne Brexit hätte der FTSE 100 wohl kaum sein Niveau von vor einem Jahr wieder erreicht. Die seit Mitte Februar erkennbare Aufwärtsbewegung des FTSE war im Vorfeld des Brexit-Entscheids nur kurzzeitig unterbrochen worden und hat seither sogar deutlich Fahrt aufgenommen.

25. Juli 2016 Geldpolitik

Geldpolitik – US-Fed und EZB driften immer stärker auseinander

Die „PLATOW Prognose 2016“, die noch im November 2015 in den Handel kam, trägt den Untertitel: „Zwischen Draghi-Turbo und Yellen-Bremse“. Waren wir mit dieser eingängigen Losung für das neue Jahr zu vorschnell? In der Tat haben die Brexit-Sorgen die Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks nochmals für einige Monate zu äußerster Vorsicht angehalten. Die längst fällige zweite Erhöhung der US-Fed wurde immer wieder aufgeschoben. Für Wochen entstand sogar der Eindruck eines gewissen Gleichklangs zwischen den Amerikanern und der einen ultra-lockeren Kurs steuernden EZB, mit dem wir nicht mehr gerechnet hatten.

20. Juli 2016 Geldpolitik

Geldpolitik – Draghi deutet weitere Lockerung im September an

Nichts überstürzen will EZB-Präsident Mario Draghi. Auf der ersten Sitzung des EZB-Rats nach dem Brexit-Votum hat die Notenbank erwartungsgemäß ihr verbliebenes Pulver trocken gehalten. Die Märkte, so Draghi, hätten den Brexit-Entscheid couragiert verkraftet. Dazu hätten nicht zuletzt die Ankündigungen der EZB zur Bereitstellung von ausreichend Liquidität sowie die expansive Geldpolitik der Notenbank beigetragen, klopfte sich Draghi selbst auf die Schulter.

20. Juli 2016 Geldpolitik

Stresstest – Zittern ums Ranking

Am nächsten Freitag (29.7.) werden die Ergebnisse des Stresstests von EBA und EZB veröffentlicht. Geprüft wird die Belastungsfähigkeit der größten europäischen Banken bei einem angenommenen Konjunktureinbruch inklusive Preiskorrektur am Immobilienmarkt. Einige Häuser wie die BayernLB, die von der Aufsicht ausdrücklich für ihre (im langen EU-Verfahren trainierten) Prozesse und die Schnelligkeit der Datenlieferung gelobt wurde, wissen bereits, dass das Ergebnis recht ordentlich ausfallen wird. Die Bücher der Bayern sind sauber, sogar über eine Auflösung der Restructuring Unit wurde diskutiert.

18. Juli 2016 Geldpolitik

Ohne Draghi hätte den Märkten der Brexit-Kollaps gedroht

Trotz des gigantischen Kaufprogramms der EZB, das im Juni auch auf Unternehmensanleihen ausgedehnt wurde, krebst die Inflation in der Euro-Zone weiterhin an der Null-Linie herum. Von ihrem Zielwert von knapp 2% Preissteigerung ist die Zentralbank meilenweit entfernt. Ein gefundenes Fressen für die Kritiker von EZB-Präsident Mario Draghi.

18. Juli 2016 Geldpolitik

AnaCredit – Bundesbank zügelt Datenhunger

Als im vergangenen Herbst die Diskussion um die Einführung eines zentralen Kreditregisters (AnaCredit) bei der EZB hochkochte, war die Sorge bei den Banken vor einem ausufernden und teuren Daten-Staubsauger groß. Sollten von AnaCredit doch eine Vielzahl von Merkmalen auch bei eher kleinen Kreditsummen ab 25 000 Euro erfasst werden.

13. Juli 2016 Geldpolitik

Italiens Bankenkrise – Brüssel wird Renzi nicht hängen lassen

Im Schatten des Brexit-Votums eskaliert in Italien bereits die nächste Krise, die die schwer angeschlagene EU erneut zu erschüttern droht. Faule Kredite von schätzungsweise insgesamt mehr als 350 Mrd. Euro haben tiefe Löcher in die dünnen Eigenkapitaldecken der italienischen Banken gerissen. Am tiefsten in der Bredouille steckt die Skandalbank Monte dei Paschi.

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