Büroflächenumsatz bricht in Frankfurt ein
Der Frankfurter Büromarkt bricht ein: Im ersten Halbjahr sinkt der Flächenumsatz um 57% gegenüber dem Vorjahr. Die Spitzenmiete klettert dennoch auf ein Rekordhoch von 55 Euro.

Der Markt für Büroflächen ist eingebrochen: Im ersten Halbjahr wurden in Frankfurt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei 150.300 qm umgesetzt, berichtet das Maklerhaus NAI Apollo. Der Langfristwert von fünf bis zehn Jahren wurde damit um annähernd ein Drittel unterschritten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 ist der Markt um 57% geschrumpft. Allerdings haben damals allein die Anmietungen der Commerzbank und der ING zusammen mehr als 100.000 qm zur Statistik beigetragen.
Die Spitzenmiete hat im zweiten Quartal 2026 um 1,70 Euro auf nun 55 Euro zugelegt – ein neuer Höchstwert. Allerdings waren bereits zur Jahrtausendwende schon einmal 51 Euro erreicht worden. Damals war die Nachfrage jedoch breiter, während sich die Nachfrage heute auf moderne und nachhaltige Flächen in zentraler Lage konzentriert.
Im großflächigen Segment sei die Marktdynamik nahezu zum Erliegen gekommen, so das Maklerhaus weiter. Auf Abschlüsse oberhalb von 5.000 qm entfielen im ersten Halbjahr 2026 mit rund 32.100 qm rund 85% weniger Fläche als im Vorjahr. Mit Ausnahme des Eigennutzkaufs der DZ Bank wurden keine Abschlüsse oberhalb von 10.000 qm registriert.