Büroinvestmentmarkt erholt sich nur in Zeitlupe
Zwar legt das Transaktionsvolumen bundesweit zu, doch liegt das Niveau auch diesmal annähernd zwei Drittel unter dem früheren Durchschnitt. BNP Paribas Real Estate erwartet eine schleppende Erholung.

Trotz der leichten Erholung bleibt der deutsche Büroinvestmentmarkt weiter von seinem früheren Niveau entfernt. Insgesamt pendelt sich ein Volumen ein, das im Vergleich zum früheren Durchschnitt ungefähr zwei Drittel unter den früher üblichen Werten liegt, wie unsere Analyse der Maklerdaten zeigt.

So kommt BNP Paribas Real Estate im ersten Halbjahr 2026 auf ein Transaktionsvolumen von Büroimmobilien von 3,2 Mrd. Euro, während ein Durchschnitt früherer Jahre bei 7,9 Mrd. Euro lag. Die Preise entsprächen noch immer nicht den Berechnungen von Investoren, sagte Geschäftsführer Andreas Völker auf einer Pressekonferenz. Eine ähnliche rückläufige Tendenz zeigen die Transaktionsdaten von Savills und Colliers. Immerhin steigt das Volumen im Vergleich zum Vorjahr. So stellt BNP Paribas Real Estate ein Plus von 19% fest.
München führt, Berlin hintenan
Mit Abstand stärkster Standort ist aktuell München mit rund 580 Mio. Euro, wo allein im zweiten Quartal zwei Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich anfielen. Auf den weiteren Plätzen folgen eng beieinander Düsseldorf (361 Mio. Euro), Hamburg (356 Mio. Euro) und Frankfurt (343 Mio. Euro). In Berlin wurde mit 84 Mio. Euro vergleichbar wenig investiert.
Ein stabiler Cashflow ist für Investoren wichtig: Laut Colliers sind stabile Mieteinnahmen inzwischen wichtiger als die Größe oder Liquidität eines Standortes. Besonders gefragt seien langfristig gebundene Nutzer, etwa die öffentliche Hand oder Unternehmen aus zukunftsstarken Branchen. BNP Paribas Real Estate erwartet ebenfalls, dass Mietwachstum und langfristig gesicherte Erträge wichtiger werden. Das dürfte der üblichen Unsicherheit in Korrekturphasen entsprechen: Ein zehnjähriger Mietvertrag bietet dann mehr Sicherheit als langfristige Wachstumsperspektiven.
Zwar erwarten die Maklerhäuser eine Erholung. Doch bis zum Ende der Konsolidierungsphase könne gleichwohl noch einige Zeit vergehen, resümiert Völker. Die aktuelle Markterholung sei nicht flächendeckend.