Europäische Zentralbank (EZB)

1. Juni 2016 Geldpolitik

Julius Bär – Ende der Industrierezession

Die Finanzmärkte haben den Crash zum Jahresstart überwunden und sich inzwischen wieder erholt. Grund für den Rücksetzer war eine globale Industrierezession. Davon ist zumindest David Kohl, Chefvolkswirt bei Julius Bär in Deutschland, überzeugt. 2015 habe diese Rezession begonnen und von Dezember bis Februar ihren Höhepunkt erreicht, sagt er im Gespräch mit PLATOW. Die Einkaufsmanagerindizes bestätigten im April jedoch ein Ende des Abschwungs. Im zweiten Halbjahr 2016 folge nun die Erholung, was nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Finanzmärkten zugute komme.

1. Juni 2016 Geldpolitik

Sparda-Banken erwarten Baukreditklemme

Mit der Bestätigung des geldpolitischen Kurses der EZB vom Donnerstag können sich kurzfristig Immobilienkäufer weiterhin über günstige Finanzierungsbedingungen freuen. Denn die Zinspolitik der Zentralbanken, deflationäre Tendenzen, die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und moderate Konjunkturschwankungen im Rest Europas führen nach Ansicht des Münchener Baufinanzierungsvermittlers Interhyp zu niedrigen Renditen bei deutschen Staatsanleihen und zu günstigen Refinanzierungsbedingungen bei den Banken.

1. Juni 2016 Geldpolitik

Schreckgespenst Brexit – Märkte bleiben auffallend gelassen

Heftige Markt-Turbulenzen, Konjunktur-Einbruch, Pfund-Absturz und gar ein „Sommer der Schocks““ (Bank of America Merrill Lynch) prophezeien namhafte Kapitalmarkt-Strategen den Investoren in Europa, sollten die Briten am 23.6. der EU den Rücken kehren. Angesichts solcher Horror-Szenarien ist jedoch zu beachten, dass mit Prognosen gern auch Politik gemacht wird, um den Briten die vermeintlichen Folgen eines EU-Austritts möglichst plastisch vor Augen zu führen. An den Märkten ist knapp drei Wochen vor dem EU-Referendum von aufkommender Brexit-Panik jedenfalls nichts zu spüren. Die Londoner Börse entwickelte sich seit Jahresanfang besser als der DAX. Am sensibelsten auf die Brexit-Debatte reagiert der Wechselkurs des britischen Pfund, der zum Euro seit Mitte November in der Spitze um bis zu 13% nachgegeben, sich seit dem Tief Anfang April aber wieder etwas berappelt hat. Auch gegenüber dem US-Dollar kann von hektischen Wechselkursschwankungen keine Rede sein. Für die britische Exportwirtschaft ist der schwächere Pfund-Kurs sogar ein Segen, der deren preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessert.

30. Mai 2016 Geldpolitik

Papier schlägt Plastik

Europas Währungshüter ziehen ab 2018 den 500-Euro-Schein aus dem Verkehr, Brüssel plädiert zudem für eine Bargeldobergrenze in den EU-Mitgliedsstaaten. Doch wenn EZB-Chef Mario Draghi das lange bestehende Bild der Euroscheine neu malen will, erschüttert das die das Bargeld so liebenden Deutschen. Immerhin wird bei 79% aller Zahlungen, die rd. 53% der getätigten Umsätze ausmachen, immer noch zu Papier statt Plastik gegriffen.

24. Mai 2016 Geldpolitik

Metzler – Brexit wird keine Bonanza für Frankfurt

Bankchef Friedrich von Metzler hat derzeit einen vollen Terminkalender. Am Sonntag gab er im heimischen Garten eine rauschende Abschiedsfeier für Städel-Direktor Max Hollein, der Frankfurt nach 15 Jahren in Richtung San Francisco verlässt.

23. Mai 2016 Geldpolitik

Konjunktur – Der Aufschwung klopft an die Tür

Sigmar Gabriel und DIHK sind sich einig. Der deutsche Wirtschaftsmotor brummt wie lange nicht mehr. Trotz der von China ausgelösten globalen Abkühlung, die auf den Export drückt, halten Konsum und Investitionen das Konjunkturschiff so gut unter Dampf und den Arbeitsmarkt in Hochform, dass das BIP wie schon 2015 auch im laufenden Jahr um bis zu 1,7% wachsen könnte.

23. Mai 2016 Geldpolitik

Bayers teure Monsanto-Offerte – Draghi macht‘s möglich

Mit der Lupe muss EZB-Präsident Mario Draghi in Deutschland die Anhänger seiner Niedrigzinspolitik suchen. Fündig dürfte er dabei vor allem in der Leverkusener Bayer-Zentrale werden. Denn ohne die Billig-Geldflut der EZB wäre die geplante Multi-Milliarden-Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto für Bayer kaum zu stemmen.

19. Mai 2016 Geldpolitik

Schöne neue Bezahlwelt

Mit der Abschaffung des 500-Euro-Scheins durch die EZB ist in Deutschland die Diskussion ums Bargeld neu entbrannt. Die Republik ist gespalten: Vielen Deutschen ist das bargeldlose Bezahlen nicht geheuer – schon gar nicht mit dem Smartphone.

16. Mai 2016 Geldpolitik

US-Unternehmen überraschen mit mehr Output

Die US-Notenbank hält ihr Pulver trocken und fährt auf Sicht. Dass bis zu zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr durchaus möglich sind, zeigen auch die neuesten Daten von der Produktionsfront. So berichtet die Fed von überraschen guten Output-Zahlen der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes.

11. Mai 2016 Geldpolitik

Deutschlands Ökonomen – Fuest gegen Fratzscher

Deutschlands Wirtschaftsforscher ringen um Aufmerksamkeit. Ein guter Platz im Ranking ist bares Geld wert. Er bringt den Professoren mehr Honorar als Redner, aber auch die Institute, denen die wichtigsten von ihnen zumeist vorstehen, profitieren. Im bekanntesten Ökonomen-Ranking, dem der „FAZ“, spielen Medienzitate eine wichtige Rolle. Eine dreistellige Zahl schafften hier im vergangenen Jahr nur drei von hundert.

9. Mai 2016 Geldpolitik

BaFin macht ihren Frieden mit der Deutschen Bank

Die Bemühungen von Deutsche Bank-Chef John Cryan, das zerrüttete Verhältnis zu den Aufsichtsbehörden zu kitten, tragen offenkundig Früchte. Fast schon wohlwollend bescheinigte der für die Bankenaufsicht zuständige BaFin-Exekutivdirektor Raimund Röseler dem deutschen Branchen-Primus, bei der Aufarbeitung der Sünden der Vergangenheit und der Neujustierung der Kontrollsysteme auf dem „richtigen Weg“ zu sein. Für die direkte Überwachung der Deutschen Bank ist zwar längst die EZB-Bankenaufsicht zuständig, doch ganz aus den Augen hat die BaFin ihren „Ex-Kunden“ keineswegs verloren.

2. Mai 2016 Geldpolitik

Commerzbank – Milliarden-Gewinn doch nur Eintagsfliege

Der neue Commerzbank-Chef Martin Zielke hätte sich sicher einen glücklicheren Start gewünscht. Dabei geht das erste Quartal noch voll auf die Kappe seines Amtsvorgängers Martin Blessing, der bereits auf der HV durchblicken ließ, dass der Jahresauftakt ziemlich mau ausgefallen und die Gewinnprognose für 2016 kaum noch zu halten sei.

2. Mai 2016 Geldpolitik

Aus Rücksicht auf Nordeuropa – EZB ändert behutsam das Wording

Die EZB rudert zurück. Wenn Benoît Coeuré, wie jetzt in Paris geschehen, sagt, die EZB werde ihren Einlagenzins „nicht auf ein absurd niedriges Niveau senken“, lässt das aufhorchen. Der Franzose, der das zweitstärkste Euroland im EZB-Direktorium vertritt, gilt als Vertrauter Mario Draghis.

28. April 2016 Geldpolitik

Endlich – Die Eurozone fasst beim BIP Tritt

Mario Draghi hatte es in Interviews bereits angedeutet. Die Anstrengungen der EZB und der Reformpolitik tragen allmählich Früchte. Lt. Eurostat wächst in Europa nicht mehr nur allein Deutschland, das in Q1 beim BIP 0,6% zulegte.

27. April 2016 Asset Management

Mario Draghi – Gute Risiken nur noch für die EZB

Für keinen EZB-Präsidenten ist es hilfreich, wenn sich die Mehrheitsmeinung in Deutschland, dem wichtigsten Euroland, massiv gegen ihn richtet. Mario Draghi ist seit Herbst 2011 an der Macht. Aber noch nie stand er in Deutschland, einem Land der Sparer und Pensionäre, mit seiner Nullzinspolitik so unter Beschuss.

27. April 2016 Geldpolitik

Sparkassen – Fahrenschons DSGV-Reform muss sich noch bewähren

Einstimmig hat der DSGV-Vorstand im Vorfeld des Sparkassentags in Düsseldorf die Reform der Verbandsstrukturen abgenickt. Ein wichtiger Erfolg für DSGV-Präsident Georg Fahrenschon, der nach der Entmachtung seines glücklosen Verbandsgeschäftsführers Ludger Gooßens die Gremienreform an sich gezogen hatte.

25. April 2016 Asset Management

Neue Chancen am Rentenmarkt

Die EZB hat mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik den Kapitalmarkt verändert. Im Niedrigzinsumfeld liegen für Anleger Chancen und Risiken sehr dicht beieinander. Multi Asset Portfolios, die ein Aktien-Anleihen-Verhältnis von 50:50 aufweisen, hätten in den vergangenen fünf Jahren knapp 7% jährlich eingebracht, ohne dass der Fondsmanager aktiv werden musste, erläutert Jakob Tanzmeister, Multi Asset Experte bei J.P. Morgan Asset Management, auf einer Feri-Konferenz.

20. April 2016 Geldpolitik

Trommelfeuer aus Deutschland lässt EZB-Rat enger zusammenrücken

Der EZB-Rat sei sich einig, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu verteidigen, lautet die in wohl gesetzten Worten vorgetragene Kampfansage von Mario Draghi an seine Kritiker aus der deutschen Politik, die jüngst sogar ein Eingreifen der Bundesregierung gegen die Nullzinspolitik des EZB-Präsidenten gefordert hatten. Die EZB folge ihrem gesetzlichen Auftrag und nicht der Politik, verteidigte Draghi seinen Kurs. Als er im März den Leitzins auf Null gesenkt sowie sein Anleihekaufprogramm auf monatlich 80 Mrd. Euro ausgeweitet hatte und dann auch noch das so genannte Helikopter-Geld als „interessantes Konzept““ lobte, war für viele Politiker insbesondere aus der Union das Maß endgültig voll.

19. April 2016 Geldpolitik

Starker DAX dürfte mal durchatmen

Der DAX hat in den vergangenen Tagen eine beeindruckende Vorstellung hingelegt, die wohl nicht nur uns in Ausmaß und Dynamik überrascht hat. Innerhalb von nur acht Handelstagen konnte der deutsche Leitindex fast 900 Punkte oder 9,5% zulegen. Seit dem Tief im Februar beträgt der Anstieg jetzt schon fast 20%. Die wochenlang intakte Seitwärtsrange zwischen 9 500 und 10 000 Punkten konnte dadurch nachhaltig nach oben verlassen werden. Zudem ist der Ende November gestartete Abwärtstrend endgültig gebrochen worden. Das ist mittelfristig betrachtet ein positives Signal für alle Bullen.

Die laufende Dividendensaison wird ein Grund für die aktuelle Hausse sein, was durch den Blick auf die Top-Performer-Aktien der letzten Wochen untermauert wird. Auch die Hoffnung auf weitere Unterstützung durch die EZB sowie geringer als befürchtet ausfallende Bremsmanöver der US-Notenbank sind potenzielle Triebfedern des Aufschwungs. Wie nachhaltig das sein wird, bleibt abzuwarten. Rein charttechnisch hat der DAX im nächsten Schritte noch Luft bis ca. 10 800 Punkte, bevor dann bei rund 11 500 ein wirklich harter Widerstand lauert. Allerdings erscheint es uns eher unwahrscheinlich, dass diese Ziele sehr zeitnah erreicht werden. Stattdessen wird eine Korrektur in den kommenden Tagen und/oder Wochen immer realistischer, nachdem am Dienstag erste wichtige Zielmarken erreicht wurden. Theoretisch kann der DAX bis knapp 9 500 Punkte fallen, ohne dass der seit Februar laufende Aufwärtstrend gebrochen wird. Da viele Marktteilnehmer den Aufschwung aber verpasst haben dürften, rechnen wir damit, dass Rückschläge schon früher zum Einstieg genutzt werden. Trotzdem haben wir in den vergangenen Tagen den Anteil der Short-Spekulationen erst einmal deutlich aufgestockt, was vor allem an dem guten Chance-Risiko-Profil bei den Einzelwerten lag, deren intakte Abwärtstrends im Zuge der Rally voll korrigiert wurden.

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